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08.11.2017 Von: Pia Meier

Zürich Nord

Verein Tram-Museum: «Die Remise Wartau ist wichtig für uns»


Die Tram-Remise Wartau wird als Werkstätte genutzt. Foto: pm.

Freiwillige des Vereins Tram-Museum erneuern in der «Wartau» in Höngg regelmässig historische Fahrzeuge. Kürzlich fand ein Tag der offenen Tür statt, der zahlreiche Interessierte anlockte. Doch nun schlagen Gemeinderäte dort ein Zentrum für Höngg vor.

Wie «Zürich Nord» berichtete, fordern die beiden Gemeinderäte Mathias Egloff (SP) und Ronny Siev (GLP) den Stadtrat auf, zu prüfen, «wie die nicht mehr als solche genutzte Tram-Remise in der Wartau zusammen mit dem Rangierfeld und eventuell dem angrenzenden Strassenraum und der Tramschlaufe zu einem Begegnungsort gestaltet werden kann». Dieses Postulat wird vom Verein Tram-Museum Höngg als legitimes demokratisches Recht angeschaut. Trotzdem fühlt man sich etwas vor den Kopf gestossen.

Regelmässig vor Ort
«Unserer Meinung nach stehen die Tram-Remise und der Gleisbereich nicht zur Verfügung», hält Markus Knecht, Präsident des Vereins Tram-Museum, fest. Das Gebäude gehöre der Stadt, und das historische Material, welches Freiwillige des Vereins instand setzen, sei im Besitz der VBZ. Freiwillige des Vereins Tram-Museum würden in der Wartau historische Fahrzeuge erneuern. «Wir erledigen dort zum Beispiel Holzarbeiten an solchen Fahrzeugen», erläutert Knecht. Zurzeit werde an einem Fahrzeug gearbeitet, welches in den letzten 20 Jahren nicht in Betrieb war. Zudem sei auch ein historisches Tram in der Remise. «Wir arbeiten vorwiegend mittwochs und samstags bei Bedarf», so Knecht. Dass das Gebäude unternutzt sei, wie die beiden Gemeinderäte behaupten, sei sicher nicht der Fall. Neben einem harten Kern von Freiwilligen von sechs bis acht Personen seien Menschen von einem Sozialintegrationsprogramm unter Anleitung dort tätig. Im letzten Jahr habe man 5500 Arbeitsstunden aufgewendet.

Kürzlich fand ein Tag der offenen Tür statt. «Zahlreiche Interessierte kamen in die Wartau», erzählt Knecht. «Die beiden Gemeinderäte waren unseres Wissens leider nicht vor Ort. Wir hätten ihnen gerne gezeigt, was wir in der Wartau machen.»

Kein anderer Ort
Die VBZ hätten ihnen klar gesagt, dass es keinen anderen Ort gebe, den der Verein haben könne, so Knecht. Sie brauchten freie Gleise und Maschinen wie zum Beispiel eine Holzbearbeitungsmaschine. Und das Tram-Museum in der Burgwies? «Dieses war nie Werkstätte, noch hat es darin den dafür erforderlichen Platz», so Knecht.
«Der Quartierverein Höngg findet die Idee eines Zentrums in Höngg gut. Aus verkehrstechnischer Sicht (Tramlinie 13 und Buslinie 80) ist ein Zentrum um die Wartau vermutlich nur auf einer Strassenseite zu erreichen. Ob das für ein Zentrum im Quartier reicht, bleibt für uns offen», hält Alexander Jäger, Präsident Quartierverein Höngg, auf Anfrage fest.



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