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09.11.2017 Von: Annina Just

Küsnachter, Küsnachter Amtlich

Das «Rössli» feierte mit halb Herrliberg Wiedereröffnung


Der Zehntensaal der Vogtei war bis auf den letzten Platz besetzt. Foto: D. Heusser

Dank einer Totalsanierung erstrahlt das Restaurant Rössli in Herrliberg in neuem Glanz. Mit einem rauschenden Fest für die ganze Bevölkerung wurde am Samstag die Wiedereröffnung gefeiert.

Es schien, als wäre halb Herrliberg in die Vogtei gekommen: Wenn er die Anzahl herausgegebener Würste und Flammkuchen zähle, müssten es rund 1600 Besucher sein, meinte der neue Pächter Slavi Tomic lachend. Mit einer grosszügigen Einladung feierten er und seine Frau Suzanna am Samstag die Wiedereröffnung des Restaurants Rössli und des Zentrums Vogtei nach einer siebenmonatigen Sanierung. Das Ehepaar Tomic folgt auf die Pächter Fredy und Monika Bannwart, die ganze 42 Jahre im «Rössli» wirteten. Aber auch Slavi und Suzana Tomic sind in Herrliberg bestens bekannt: Sie wechseln nach 21 Jahren vom Restaurant Breiti ins Zentrum Vogtei.

Offenes Haus mit offener Haltung
Während das Restaurant zur Besichtigung offen stand, konnten die Besucher und Besucherinnen im Zehntensaal der Vogtei bei offeriertem Speis und Trank zusammensitzen. Dies dankten die Gäste dem umtriebigen Wirtepaar mit frenetischem Applaus, als dieses nach Ansprachen von Gemeinderat Ernst Frei und Architektin Natalie Plagaro Cowee die Bühne des Zehntensaals betrat. «Wir hoffen, dass sie uns hier genauso oft besuchen werden wie in der Breiti», wandte sich Tomic, der noch bis November 2018 auch den «Erlibacherhof » in der Nachbargemeinde weiterführen wird, an die Besucher. Tomic dankte der Gemeinde Herrliberg für die gelungene Sanierung und seinen Mitarbeitenden für deren Treue. «Viele sind mit uns vor 21 Jahren in die ‹Breiti› gekommen, damals noch ohne Kinder. Jetzt haben sie Kinder, die studieren, und die Eltern sind noch immer bei uns», freute sich der gebürtige Serbe. Diese Konstanz und den familiären Umgang würdigte auch ein Stammgast der «Breiti»: «Es war einfach ein Zuhause für uns.» Nach der Schliessung der «Breiti» sei die Stammtisch-Truppe heimatlos gewesen und freue sich daher sehr, dass sie nun am grossen «Rössli»-Stammtisch Platz nehmen dürfe.
Wie Architektin Plagaro Cowee erklärte, entspricht der neue ovale Stammtisch mit seiner imposanten Grösse dem Wunsch des neuen Wirtepaars. Das ganze Restaurant wurde ebenso wie die darüber liegenden Wohnungen totalsaniert. Das Interior des Restaurants ist nun von warmem Holz geprägt. Halbtransparente Wände aus drei- und vierkantigen Holzlatten fungieren als Sichtschutz zwischen den Tischen und als Abdeckung von Radiatoren, Lüftungs- und Schallabsorbtionselementen. Ausserdem ermöglicht die neue Innenausstattung ein ausgeklügeltes Beleuchtungssystem mit indirekten Lichtquellen. Bei der Besichtigung des Restaurants waren denn auch rundum begeisterte Kommentare zu vernehmen.
Wie bisher bietet das Haus abgetrennte Räume für Vereine und Gruppen an. Doch grundsätzlich ist «Offenheit » ein wichtiges Schlagwort für das «Rössli zur Vogtei», wie das Restaurant nun mit vollem Namen genannt wird. Die Zielformulierung für den Umbau sei angelehnt an diejenige des «Volkshauses » in Zürich, erklärte Architektin Plagaro Cowee. Ein offenes Haus mit offener Haltung soll es sein. Was für das «Volkshaus» gelte, solle auch in Herrliberg gelebt werden: «Wer in Herrliberg fremd ist, findet hier eine Heimat», so die Architektin.



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