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15.11.2017 Von: Christina Brändli

Züriberg

13. Obersträssler Nostalgie-Kalender ist da


Ulrich Kolar findet auch nach zwölf Jahren für die nächste Ausgabe seines Kalenders ein Thema. Diesmal sind es Brunnen. Foto: Christina Brändli

Heuer erscheint bereits der dreizehnte Obersträssler Nostalgie-Kalender. Dieses Mal zum Thema Brunnen. Ulrich Kolar produziert die Kalender in Eigenregie und erzählt, wie die Idee entstand.

Ulrich Kolar ist pensionierter Lehrer und war 27 Jahre als Archivar beim Quartierverein Oberstrass tätig. Dieses Amt gab er bei der diesjährigen Generalversammlung zusammen mit seinem Sitz im Vorstand ab. Doch ganz aus dem Quartier verschwinden wird er nicht. Neben den Führungen, die er im Rahmen der «Oberstrassweg » Spazierkarte auch weiter begleitet, wird er auch den Obersträssler Nostalgie-Kalender weiterhin herausbringen.

Die Idee
Kolar ist passionierter Postkartensammler und hat sein Augenmerk auf alte Aufnahmen des Quartier Oberstrass gelegt. Seine Errungenschaften füllen mehrere Alben. Zudem hatte er als Archivar des Quartiervereins Zugang zu einem grossen Bilderarchiv mit viel Geschichte. Zu der Idee mit dem Kalender kam es, weil er die historischen Aufnahmen auch anderen Oberstrassenbewohnern zugänglich machen wollte.
Der erste Versuch, die schönsten Bilder und Postkarten in einem Buch zu präsentieren, ging leider nicht wie gewünscht auf: «Das Buch lag einmal im Jahr am Oberstrassenmarkt zur Ansicht auf und konnte bei mir bestellt werden. Aktiv Werbung dafür machte ich aber nie». Dann entstand 2005 die Idee, mit den Bildern einen Kalender zu gestalten: «Der erste Kalender wurde für 2006 produziert. Damals noch in mühsamer Handarbeit». Kolar arbeitete mit Blanko-Kalendern, in die er jedes Bild einzeln einklebte. Doch schon im darauffolgenden Jahr entstand die heutige gedruckte Form. Seit damals brachte er jedes Jahr einen Nostalgie-Kalender heraus. «Die Nachfrage ist auf jeden Fall da. Die Verkaufszahlen liegen zwischen 70 bis 120 Stück» sagt Ulrich Kolar.
Die Planung eines neuen Kalenders beginnt schon in den Frühlingsmonaten. Dann fängt er an seine Postkartensammlung und das Bilderarchiv des Quartiervereins zu durchforsten. Erst bei dieser Arbeit kristallisiert sich auch das Thema des nächsten Kalenders heraus: «Es müssen genügend Bilder in einer guten Qualität vorhanden sein. Für jeden Kalender brauche ich 13 Fotos, das ist nicht immer einfach. »
Es gab schon Themen, die Kolar nicht verwirklichen konnte, da er nicht genügend Fotografien fand. Zu jeder Aufnahme liefert er auch einen Kurzbeschrieb. Diese Informationen trägt er aus dem Stadt und Baugeschichtlichen Archiv zusammen. «Einige der Aufnahmen sind um die 100 Jahre alt, da ist die Spurensuche nicht immer einfach. Dafür habe ich kein Problem mit dem Copyright» sagt er schmunzelnd.

Schon 169 Bilder abgedruckt
Langsam wird es aber knifflig neue Themen und die dazu passenden Bilder zu finden: «Meine Sammlung ist allmählich erschöpft», meint er. Doch ans Aufhören denkt er im Moment noch nicht: «Ich werde mich nächstes Jahr fragen, ob ich noch Freude daran habe, und dann entscheiden.» Wenn es einmal so weit sein sollte, ist eine Idee zum Abschluss der Nostalgie- Kalenderreihe ein «Best-of»-Kalender. Wessen «Best-of» Kolar dann abdrucken würde, ist noch nicht klar: «Eigentlich müssten die Quartierbewohner entscheiden, welche Bilder sie noch einmal sehen möchten. Doch eine Umfrage mit über 160 Bildern ist wohl etwas utopisch», lacht er.



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