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15.11.2017 Von: Karin Steiner

Zürich Nord, Zürich 2, Zürich West, Züriberg

Das Dynamo ist neu auch eine Impro-Bühne


«Tobertus Habicht» ist eines der vier Impro-Ensembles. Foto: zvg.

Im Jugendkulturhaus Dynamo wird seit September jeden Mittwochabend Improvisationstheater auf hohem Niveau geboten. Hinter dem «Impro-Chäller» steht ein neu gegründeter Verein.

Im Werk 21 herrscht Hochbetrieb. «Tobertus Habicht» bereitet sich auf das Abendprogramm vor. Die Beleuchtung wird eingerichtet, der Ton getestet. «Wir machen alles selber», sagt Reto Mayer, eines von elf Mitgliedern des Impro-Ensembles. Bevor die Vorstellung beginnt, wird gemeinsam geprobt und gegessen. «Wir versuchen dabei, den Kopf leer zu bekommen, damit wir besser aufeinander eingehen können.» Den «Impro-Chäller» im Dynamo gibt es erst seit September 2017. «Unser Ensemble bestand bereits. Aber wir wollten einen Szene-Treff machen und gründeten zusammen mit drei weiteren Ensembles aus der Stadt Zürich einen Verein.» Im Werk 21 des Dynamo haben die Schauspielerinnen und Schauspieler die ideale Bühne gefunden. Im Wechsel sorgen sie jeweils am Mittwochabend für Unterhaltung. Ab und zu steht auch ein «Chällerjam» auf dem Programm. Dann ist die Bühne offen für Experimentierfreudige, die mitmachen möchten.

Beim Improvisationstheater werden keine Texte einstudiert. Die Handlung entwickelt sich während des Stücks. «Man muss aufeinander eingehen und schnell reagieren können», sagt Reto Mayer. Das Impro-Theater hat experimentellen Charakter. «Wir probieren neues Theater aus.» Dabei ist Improvisation nichts Neues, es ist seit Urzeiten auch fester Bestandteil des klassischen Schauspiels. In den letzten Jahren hat es sich als selbstständige Kunstform mehr und mehr zu einer festen Grösse in der Kleinkunstszene der Schweiz entwickelt.

Im «Impro-Chäller» gibt es ganz verschiedene Formate. Beim «Kreuz und quer» zum Beispiel gibt das Publikum den ersten Input. «Wir fragen zum Beispiel: Wie würde der Titel eines Films heissen, den ihr drehen möchtet? Lautet die Antwort zum Beispiel ‹Die grosse, weite See›, spielen wir zu diesem Thema die erste Szene und entwickeln die Geschichte dann immer weiter. Am Schluss sind wir bei einem völlig anderen Thema angekommen.»

Bei «Superscene» sind drei Schauspieler die Regisseure eines Teams. Das Publikum bestimmt, was als Nächstes passiert. Nach jeder Geschichte wirft das Publikum die Gruppe raus, die ihm am wenigsten gefallen hat. Am Ende steht ein Sieger fest. Im Format «Chällergascht» bekommen aussenstehende Impro-Ensembles Gelegenheit, vor Publikum aufzutreten. «Wir wollen Newcomern und erfahrenen Ensembles gleichermassen die Möglichkeit bieten, öffentlich aufzutreten. Interessierte Ensembles können sich bei uns bewerben.»

Theater als Leidenschaft
Die vier Ensembles setzen sich aus Leuten zwischen gut 20 und knapp 40 Jahren zusammen. «Manche sind auf dem Weg, professionelle Schauspieler zu werden, andere wiederum haben daneben einen ganz anderen Beruf und betreiben das Impro-Theater mit Leidenschaft als Hobby», sagt Reto Mayer. Er selber arbeitet bei der Stiftung IdéeSport. «Das Improvisieren habe ich in verschiedenen Kursen des Theaters ‹anundpfirsich› gelernt.» Diesen Weg rät er auch allen an, die Freude an dieser Art der Schauspielerei haben. Mehr Infos: www.improchaeller.ch.



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