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22.11.2017 Von: Pia Meier

Zürich Nord

Das Alterszentrum im Quartier bekannt gemacht


René Hitz, ehemaliger Co-Leiter, vor dem Alterszentrum Wolfswinkel. Foto: pm.

René Hitz, Co-Leiter des Alterszentrums Wolfswinkel, wird Ende November pensioniert. Er blick positiv auf die vergangenen 15 Jahre zurück. Wegen der Sanierung des Gebäudes sind die Bewohnerinnen und Bewohner zurzeit im Temporären Alterszentrum Buttenau in Adliswil.

René Hitz, wohnhaft in Wetzikon, war fürs Interview nach Affoltern gekommen. «Ich bin immer wieder in Affoltern, denn meine Schwiegereltern wohnen hier», erläutert er. Nach dem Interview liess er es sich auch nicht nehmen, das Alterszentrum Wolfswinkel näher anzuschauen. Obwohl die Sanierung auf den ersten Blick nicht so speditiv voranzugehen scheint, soll es nach wie vor termingerecht gegen Ende 2019 bezugsbereit sein. Hitz wird zwar erst Ende November pensioniert, hat aber die Stelle aus Feriengründen bereits verlassen.

René Hitz, haben sich die Pensionäre gut eingelebt in der «Buttenau»?
Das Haus ist sehr schön und ich denke, die betagten Menschen sind in der Zwischenzeit gut angekommen. Sie können zum Beispiel mit dem Bus ins Zentrum Adliswil gehen und dort einkaufen. Die Umgebung eignet sich gut für Spaziergänge. Das Alterszentrum grenzt an den Tierpark Langenberg und von den Sitzbänken können die Pensionäre weidende Rehe sehen.

Und der Kontakt zur Heimat?
Wir schätzen es sehr, dass die katholische und die reformierte Kirche regelmässig in die «Buttenau» kommen. Es kommen auch immer wieder Leute aus Affoltern zu Besuch. Das schätzen wir sehr. Die Verbindung zur Heimat ist wichtig.

Ist die «Buttenau» überfüllt?
Nein, das Zentrum ist gut ausgelastet, aber es hätte noch etwas Platz.

Sie waren immer Co-Leiter?
Ja, das ist richtig. Ich bin Co-Leiter seit 2002. Damals teilte ich die Leitung des «Wolfswinkels» mit Ruth Schneider, die dann nach Norwegen auswanderte. Danach war ich Co-Leiter zusammen mit Katharina Kundert. Diese Konstellation ermöglichte es mir, 80 Prozent zu arbeiten, was ich wünschte. Nun wird Kundert die alleinige Leitung übernehmen. Dann gibt es keine Co-Leitung mehr in den Alterszentren der Stadt Zürich.

Waren Mitarbeiter und Pensionäre zufrieden mit der Situation?
Ja, wir haben Bewohner- und Mitarbeiterbefragungen gemacht. Die Resultate waren immer sehr gut. Zudem hatten wir sehr wenige Kündigungen während meiner Zeit.

Haben Sie die Arbeit in der Co-Leitung aufgeteilt?
Ja, ich war für Betreuung und Pflege, Quartierarbeit, Freiwilligenarbeit und öffentliche Veranstaltungen zuständig; Kundert mehr fürs Administra-
tive, den Bereich der Hotellerie und den technischen Dienst. Auch engagierte sie sich in Arbeitsgruppen in der Stadt.

Welche Quartierthemen pflegten Sie besonders?
Die Öffnung des Alterszentrums fürs Quartier war mir wichtig. Themen wie Soziokultur, Netzwerk Affoltern, gemeinsame Aktionen mit der AG Alter etc. beschäftigten mich. Auch achtete ich darauf, dass Leute aus dem Quartier im Alterszentrum auftreten konnten. Weiter schätzte ich, dass der Neuzuzügerapéro im Wolfswinkel stattfand. So konnten wir uns den Neuzugezogenen auch als Gastrobetrieb präsentieren und Hemmschwellen abbauen. Zudem arbeiteten wir mit Kindergärten, Horten und Schulen zusammen. Ziel war, das Alterszentrum im Quartier bekannt zu machen, denn wir wollten Teil des Quartierlebens sein.

Und aus Sicht der Alterszentren?
Es hat sich während meiner Zeit einiges geändert, nicht nur der Name von Altersheim zu Alterszentrum. Ich habe drei Vorgesetzte erlebt. Heute ist der administrative Aufwand viel grösser als früher. Mehr darf es nicht werden, denn es braucht auch Zeit für die Pflege. In den letzten 15 Jahren habe ich gegen 280 Menschen beim Einzug ins Alterszentrum begleitet.

Welches waren die Highlights?
Schön waren die Sommerfeste und Jubiläen, die vielen Gäste und dass jeweils alle Bereiche an der Vorbereitung und am Anlass beteiligt waren. Erwähnenswert sind auch die Bewohnerweihnachtsfeste. Da haben sich alle «herausgeputzt» und chic angezogen und haben Weihnachtslieder gesungen und festlich gegessen.

Was machen Sie jetzt?
Ich gehe für drei Monate nach Australien. 2018 ist eine Velotour geplant. Wahrscheinlich werde ich auch Freiwilligenarbeit machen, in Wetzikon.



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