Züriberg Zürich 2 Zürich Nord Zürich West Zürich West mit Quartierecho Küsnachter Küsnachter Amtlich
22.11.2017 Von: Franziska Jud

Züriberg

«Ohne Team wäre eine Rettung unmöglich gewesen»


Unter Einsatz von Atemschutzgeräten trainieren die Jugendlichen das Absuchen eines Gebäudes. Foto: Eugen Hochstrasse/zvg.

Jugendliche aus der Stadt Zürich und umliegenden Gemeinden zeigten am Samstag beim Predigerplatz, dass auch sie ein Feuerwehrereignis problemlos bewältigen können.

Am Samstagnachmittag staunten die Spaziergänger in der Innenstadt, als ihnen plötzlich rund 30 Jugendliche in Feuerwehruniform entgegengerannt kamen. Schläuche wurden ausgerollt, Atemschutzgeräte angezogen, eine Leiter in Position gebracht und Personen gerettet. Man hätte meinen können, es handle sich um einen Ernsteinsatz. Am letzten Samstag aber waren der Predigerplatz und die angrenzende Predigergasse Schauplatz der Jahresschlussübung der Jugendfeuerwehr Zürich-Dietikon.
Das Szenario der Übung war sehr realistisch gehalten: Im Keller eines Veloladens simulierten die Verantwortlichen mit Rauchmaschinen einen Brand und einige Jugendliche wurden als Figuranten eingesetzt. Die verbleibenden Jugendlichen durften das Ereignis bewältigen – selbstverständlich unter fachkundiger Begleitung von Instruktoren aus der Milizfeuerwehr.

Erfolg bei der Bewerbung
Den Jugendlichen war die Freude an der Einsatzübung anzumerken. «Es war super», strahlte der 16-jährige Gustavo Reimers. «Ich durfte den Hydranten bedienen und einen Patienten betreuen.» Auch Franko Vergara, 18 Jahre alt, war zufrieden: «Wir mussten mit der Leiter eine Person vom Dach retten.» Die Holzleiter musste dafür durch einen engen Torbogen in den kleinen Hinterhof der Liegenschaft getragen werden. «Das war ziemlich schwierig. Ohne das Team wäre die Rettung nicht möglich gewesen.» Urs Rüdin, Kommandant der Milizfeuerwehr Kompanie Zürich Ost, war beeindruckt von den Jugendlichen. «Der Durchgang ist wirklich sehr eng», erklärte er. «Das Stellen der Leiter wäre auch für uns Erwachsene schwierig gewesen.»
Für die Feuerwehrleute, welche die Jugendlichen ausbilden, ist die Jugendfeuerwehr eine Herzensangelegenheit: «Viele können das, was sie hier lernen, mit ins alltägliche Leben nehmen», erzählte der Kommandant der Jugendfeuerwehr, Adrian Meier. Er hat auch schon von Jugendlichen gehört, die eine Lehrstelle nur bekommen hätten, weil sie in der Jugendfeuerwehr engagiert waren.
Ab 13 Jahren dürfen die Jungen und Mädchen der Jugendfeuerwehr beitreten. In der mehrjährigen Ausbildung lernen sie dasselbe Feuerwehrhandwerk wie die Erwachsenen. Wenn sie volljährig sind, können sie in die Milizfeuerwehr übertreten. Die Gründe zum Beitritt sind verschieden. Gustavo Reimers war im Internet auf der Suche nach einem Ferienjob, als er die Seite der Jugendfeuerwehr gefunden hat. «Ich ging dann mal hin – und es hat mir gefallen.» Bei Franko Vergara hingegen liegt das Interesse für die Feuerwehr in den Genen: Der Vater ist aktiver Feuerwehrmann und der Junge hatte ihn als Kind jahrelang immer ins Depot begleitet. Die rund 30 Teilnehmenden der Schlussübung sind begeistert von der Jugendfeuerwehr. Da bleibt auch das Handy gerne mal auf der Seite. Jacques Engels, Instruktor in der Jugendfeuerwehr: «Das Telefon gehört zwar zum Leben, aber damit kannst du Jugendliche nicht begeistern. Hier können sie auch manuell etwas ausprobieren und erfahren. »



Anzeigen

Dossier Wahlen

Galerien

Aktuelle Ausgaben

Züriberg vom 14. Dezemeber 2017
Zürich 2 vom 14. Dezember 2017
Zürich Nord vom 14. Dezember 2017
Zürich West vom 14. Dezember 2017
Küsnachter vom 14. Dezember 2017
Küsnachter Amtlich vom 14. Dezember 2017

Sonderzeitungen

Tonhalle
Lionstag
Abenteuer Stadt Natur 2017
Lernfestival'16
Literaturforum booXkey
Partnerpublikation der Lokalinfo AG
Stadt-Anzeiger Glattfelder Kilchberger