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30.11.2017 Von: Lisa Maire

Küsnachter, Küsnachter Amtlich

Schritt nach vorn beim Umbau von Gemeinde und Bahnhof


Nur 150 mehr Ja- als Neinstimmen: Das Abstimmungsergebnis zeigt, wie umstritten die Vorlage des Gemeinderats zur Sanierung der Bahnhofunterführung war. (Foto: aj.)

Einmal ein klares, einmal ein knappes Ja: In Küsnacht haben die Stimmberechtigten die Projekte Einheitsgemeinde und Bahnhofunterführung auf Fahrt geschickt.

Am letzten Sonntag haben die Küsnachterinnen und Küsnachter an der Urne die neue Gemeindeordnung und damit den Zusammenschluss von Politischer und Schulgemeinde mit einem Ja-Stimmenanteil von 62 Prozent genehmigt. Damit steht fest: Die Einheitsgemeinde entsteht in Küsnacht per 1. Juli 2018. Er freue sich für die Bevölkerung über das klare Resultat, sagte Gemeindepräsident Markus Ernst (FDP) dem Küsnachter. . «Es ist gut, dass jetzt endlich ein Schritt nach vorne gemacht werden kann und die Perioden ewiger Planung vorbei sind», fügte er an.

Mit der Genehmigung der neuen Gemeindeordnung ist der Umbauprozess jedoch noch längst nicht abgeschlossen. Bereits an der Gemeindeversammlung am nächsten Montag kommen weitere Vorlagen zur Abstimmung, die für die Umsetzung der Einheitsgemeinde relevant sind. So die Gebührenordnung und die Entschädigungsverordnung.

Erstere ist politisch weitgehend unbestritten, bei der Verordnung über die Behördenentschädigungen wurden in den letzten Wochen auch kritische Stimmen laut. Doch auch wenn diese neue Verordnung abgelehnt würde, wäre dies gemäss dem Gemeindepräsidenten «keine Katastrophe». Dann würde einfach die alte Verordnung in Kraft bleiben. «Die Weichen für die Einheitsgemeinde sind definitiv gestellt», betont er.

Gerade noch im Positiven

Ziemlich knapp, nämlich mit einem Anteil von 52 Prozent an Ja-Stimmen, fiel das Abstimmungsresultat zum Sanierungsprojekt für die SBB-Unterführung aus. Die 9-Millionen-Franken-Vorlage des Gemeinderats für einen hindernisfreien Zugang zum Bahnhof wurde in den letzten Wochen von verschiedenen politischen Seiten her als übertrieben teuer und auch in der Parkplatzfrage kritisiert.

Der Gemeindepräsident hat denn auch mit einem knappen Abstimmungsergebnis gerechnet. «Ich bin erleichtert, dass es gerade noch ins Positive gekippt ist», so Ernst. Das Projekt sei von der Kosten-Nutzen-Rechnung her sicher «eine Maximallösung». Dafür werde es aber über viele Jahre hinweg tragen.

«Wir sind nach wie vor überzeugt, dass eine günstigere Lösung möglich gewesen wäre», sagt demgegenüber Peter Ritter, Präsident des Bürgerforums Küsnacht, das im Vorfeld der Abstimmung zu den heftigsten Kritikern der Vorlage gehörte. «Wir bedauern einfach, dass der Gemeinderat keine Alternative präsentiert hat.» Nun bleibe nur zu hoffen, dass tatsächlich «nicht so viele Parkplätze verloren gehen werden, wie wir befürchten.»



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