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13.12.2017
Zürich West

«Das Hotel und den Saal gut auslasten»

Schon als Kind wollte Albert Leiser die Igla präsidieren, zu der das Hotel Spirgarten gehört. Was hat der HEVDirektor und FDP-Gemeinderat nach einem halben Jahr erreicht? 

Thomas Hoffmann

Blumengeschmückte Trams halten im Mai 2012 beim Lindenplatz. Sie bringen Politiker und Gäste zur Feier des frischgewählten Gemeinderatspräsidenten Albert Leiser im Hotel Spirgarten. Er ist in Altstetten aufgewachsen und kennt den grossen Saal im Hotel von Kindsbeinen an. «Zusammen mit meinem Freund bin ich bei der Turnverein-Vorführung auf dem grossen Trampolin aufgetreten», erzählt Leiser, «zudem spielte ich mit dem Handorgelclub auf der Bühne.» Und auch die Kinderfasnacht fand im Spirgarten statt. «Das hinterlässt Eindrücke.»

Gebäude rund um Lindenplatz

Der Vater seines besten Freundes führte damals die Igla, die Initiativ-Genossenschaft Lindenplatz Altstetten. «So einen Posten möchte ich auch mal haben, sagte ich mir als Kind.» Im Frühling 2017 ging der Wunsch für Albert Leiser in Erfüllung. Vor Jahren hatte die Igla den HEV-Direktor und FDP-Gemeinderat für den Vorstand angefragt, nun als Präsidenten für die Nachfolge von Ernst Forster.
Der Igla gehören die denkmalgeschützten Liegenschaften rund um den Lindenplatz. Darin befinden sich Läden wie Coop und Denner, Geschäfte für Blumen, Kleider, Foto-Utensilien, Cafés, eine Apotheke, das Kreisbüro, die Pestalozzi-Bibliothek und das Best Western Hotel Spirgarten mit dem Restaurant 8048.

«Ich möchte zusammen mit dem Vorstand und Hoteldirektor Christophe Rouiller eine gute Auslastung des Hotels und des Saals erreichen», fasst Leiser seine Ziele zusammen, «und natürlich zufriedene Kundinnen und Kunden.»

Saal bereitet Sorgen

Als erste Etappe der Erweiterung und Renovation ist in fünf Monaten eine neue Küche entstanden. Sie ist für eine Kapazität von 350 Personen ausgelegt, wobei man aber bis zu 600 Personen bedienen kann. Hierfür wurden die Räumlichkeiten des ehemaligen Restaurants Linde 5, die das Drei-Sterne-Hotel bislang als Bankettraum und Fonduestube genutzt hatte, in eine neue Produktions- und Bankettküche umgewandelt. «Richtig stolz», schwärmt Hotelier Christophe Rouiller, «sind wir auf diese neuen Küchenräume und die Hightech-Geräte: Hier haben wir das Beste auf kleinem Raum herausgeholt.»

Noch nicht zufrieden ist man bei der Igla mit der Auslastung der Säle. «Es kommen fast keine Vereine mehr», sagt Leiser. Eine Alternative hat man mit Musicals gefunden, die Act Entertainment hier durchführt, im Januar beispielsweise «Der kleine Prinz» und «Das Phantom der Oper». Zudem lädt das Hotel zu Anlässen wie dem Krimidinner, das kulinarische und theatralische Genüsse kombiniert. Zum Essen bietet der grosse Saal Platz für rund 500 Personen, bei Konzerten sind es gegen 1000. Das sei eine Chance, betont Albert Leiser: «Seit das Kongresshaus geschlossen ist, bietet fast nur noch der ‹Spirgarten› so viel Platz.» Zudem könne man vor Musicals hier essen und danach auch übernachten.

Bald zehn neue Hotelzimmer

Anstelle der bisherigen Küche entstehen bis Frühjahr 2018 zehn neue Hotelzimmer mit Blick auf den Lindenplatz. Sie erweitern das Angebot auf insgesamt 49 Zimmer. Dann können auch kleine Gruppen das Hotel nützen. «Bei den Umbauten sind wir auf guten Weg», sagt Leiser. Allerdings lasse der Denkmalschutz nicht alles zu, was man in der heutigen Zeiten erwarte.



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