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13.12.2017 Von: Karin Steiner

Zürich Nord

Der neue Oerlikon Kalender ist da


Blick über den Gubelhang Richtung Oerlikon. Damals gab es noch zahlreiche Grünflächen. Foto: zvg.

Der frisch gedruckte Oerlikon Kalender 2018 widmet sich dem Gubelhang, dem steilen Gebiet zwischen Regensberg- und Baumackerstrasse. Hier gibt es beschauliche Wohnquartiere, aber auch Gewerbe.

Der neue Oerlikon Kalender des Ortsgeschichtlichen Vereins Oerlikon (OVO) wartet mit einer grossen Fülle an Bildmaterial auf. Jedes Monatsblatt widmet sich mit Text und Bild einem bestimmten Thema. Im Mittelpunkt des Januarblatts steht das einstige Gemeindehaus, in dem heute eine Regionalwache der Stadtpolizei untergebracht ist. Mit der Eingemeindung in die Stadt Zürich 1934 wurde das Gemeindehaus Oerlikon zum Kreisbüro 11 und war für Oerlikon, Schwamendingen, Seebach und Affoltern zuständig. Der Februar führt durch die wechselhafte Geschichte der evangelisch-methodistischen Kirche, die zweimal abgebrochen und neu gebaut wurde. Ganz in der Nähe, liess sich in den 1980er-Jahren die Bhagwan-Sekte im Postgebäude nieder. Viele erinnern sich noch an die rot gekleideten Mitglieder im Quartier. Im März erfährt man einiges über die Geschichte des Kinos Sternen und der Häuser der Familie Nievergelt, in denen sich heute noch die Papeterie und die Buchhandlung befinden.

Gewerbe, Freizeit und Kultur
Der April lässt die Geschichte der Gubelhangstrasse wieder aufleben, an der einst eine Bäckerei und eine Molkerei ansässig waren. Der unten liegende Franklinplatz war schon immer ein beliebtes Einkaufsviertel. Am Gubelhang standen auch zahlreiche Fabrikbetriebe, wie man im Monatsblatt Mai lesen kann. Zum Beispiel die Fabrik des erfindungsreichen Kleiderproduzenten Hans Mischke aus Ungarn, die Spezialwerkstätte für Transformatoren von Hans Gloor oder die Schnelldruckmaschinen-Fabrik Presto.

Ein grosses Kapitel ist dem Gewerbekomplex an der Regensberg-strasse im Juni gewidmet, der nach damaligem Baugesetz 30 Meter von der Strasse entfernt gebaut wurde und wo wechselnde Produktionen und Betriebe ansässig waren und heute noch sind. Der Juli blickt auf Anlässe im öffentlichen Raum zurück, von denen es am Gubelhang heute nur noch private gibt. Höhepunkte waren das kantonale Turnfest 1920, eine Tour-de-Suisse-Ankunft oder etwa die Durchfahrt der Züri-Metzgete. Im August erfährt man einiges über die Entstehung des GZ Oerlikon, das in der einstigen PTT-Telefonzentrale beheimatet ist, und im September steht die Baumackerstrasse mit dem alten Feuerwehrgebäude, der Sternengarage dem Kirchgemeindehaus, dem Bauhof und dem einstigen Volkshaus, in dem heute die Baumackerschule ist, im Zentrum. Der Oktober thematisiert die Geschichte der Schulstrasse, die sich durchs Quartier schlängelt.

Dass auch Kulturschaffende im Quartier ansässig sind, zeigt der November. «Musikmamsell» und einstige Radiofrau Verena Speck hat hier ein Atelier, in dem sie ihre Plattensammlung aufbewahrt und zum teil auch verkauft, und der Schriftsteller Franz Hohler hat am Gubelhang seit Jahrzehnten einen Ort des Rückzugs gefunden. Der Dezember schliesslich ist dem Bauhof-Areal gewidmet, einem einstigen Werkhof-Areal, wo sich Schweisser und Pferdestallungen aneinanderreihten.



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