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13.12.2017
Zürich West

«Hausärzte sind auch bei Notfällen für Patienten da»


Frank Wyler hat die Homepage www.notfallwalkin.ch lanciert. Sie listet Praxen auf, in denen man unangemeldet erscheinen kann. Foto: ho.

Den Hausärzten bereiten nicht nur Vorschriften des Bundes Bauchschmerzen: Spitäler entwickeln sich zur Konkurrenz. Daher wollen die Quartierärzte des Kreises 9 ihre Vorzüge bekannter machen. 

Thomas Hoffmann

«Zentrum, Klinik, Hospital? Quartierarzt ist die erste Wahl!», verkündete letzte Woche ein halbseitiges Inserat. «Wir verstärken unsere Öffentlichkeitsarbeit», erklärt Frank Wyler (Foto) das Engagement des Vereins Quartierärzte Kreis 9, den er präsidiert.

Unangemeldet in die Arztpraxis

«Die Spitäler sind nicht nur Partner, sie werden zur klaren Konkurrenz.» Wer mehr Mittel und Möglichkeiten besitze, werde besser gehört und gewinne am Schluss. «Wenn man das Stadtspital Triemli mit Notfallstation und Ambulatorien immer weiter ausbaut, konkurrenziert das die Hausärzte», sagt Wyler. Ohne Voranmeldung könne jeder mit einer Banalität in die Notfallstation laufen. Für solche Fälle brauche es jedoch kein Spital: «Viele Hausärzte empfangen Notfälle während ihrer Öffnungszeiten ebenfalls unangemeldet.»

Um diese Möglichkeit bekannter zu machen, hat der Präsident der Quartierärzte Kreis 9 bereits 2009 den Verein Notfallwalkin Zürich lanciert. Auf dessen Homepage sind vor allem für die Stadt Zürich Praxen aufgeführt, bei denen man bei einem Notfall unangemeldet erscheinen kann. «Einige haben an 365 Tagen offen, sodass die Patientinnen und Patienten auch an Feiertagen kommen können», weiss Frank Wyler.

Erster lokaler Zusammenschluss

Das Krankenkassengesetz von 1995 war der Auslöser für die Gründung des Vereins Quartierärzte Kreis 9. «Es war ein Liberalisierungsschritt», erzählt Wyler «und ermöglichte Investoren, Arztpraxen aufzukaufen.» Höchste Zeit, bei den Hausärzten die Zusammenarbeit zu verstärken und gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben. «Damit stiessen wir in ein Wespennest», erinnert sich Wyler, 34 Ärztinnen und Ärzte aus dem Kreis 9 machten mit, «Wir waren die Ersten, die sich lokal vernetzten, später folgten andere wie Höngg und Oerlikon.»

Zu den Erfolgen gehören ein Gesundheitstag für die Bevölkerung, die Teilnahme an einer Gewerbeausstellung, die Lancierung des Vereins Notfallwalking sowie die Öffentlichkeitsarbeit. Die Arbeit werde dem Verein nicht ausgehen, meint Frank Wyler. Momentan bereite den Hausärzten der bundesrätliche Eingriff in die ärztliche Tarifstruktur Sorgen, der ab 1. Januar gelten wird. (ho., Text und Foto)

www.notfallwalkin.ch, www.quartieraezte.ch



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