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13.12.2017 Von: Pascal Wiederkehr

Zürich 2

Jetzt setzt sich Quartierverein für Bibliothek ein


Foto: mai.

Zuerst hat sich die Politik eingeschaltet, nun folgt der Quartierverein: Dieser bittet die Stadt, ihren Sparbeschluss zu überdenken – damit die Lesegesellschaft Wollishofen ihre Bibliothek nicht schliessen muss.

Nächstes Jahr begeht die Lesegesellschaft Wollishofen das 220-jährige Bestehen – Grund zum Feiern hat sie wenig: Die Stadt hat den jährlichen Unterstützungsbeitrag von 10 000 Franken gestrichen. Der Quartierbibliothek droht deshalb das Aus. Nachdem die beiden SVP-Gemeinderäte Dubravko Sinovcic und Samuel Balsiger im November ein Postulat zum Verzicht auf die Streichung des Betrags eingereicht haben («Zürich 2» berichtete), wendet sich der Quartierverein Wollishofen nun direkt an den zuständigen Stadtrat Gerold Lauber (CVP). «Die Lesegesellschaft ist einer der ältesten Vereine von Wollishofen, wenn nicht sogar der älteste. Die Gesellschaft bestand schon zur Zeit, als unser Quartier noch eine eigene Gemeinde war. Sie war auch die Initiantin der ersten Badeanlage in Wollishofen», heisst es im Brief, der «Zürich 2» vorliegt.

Weiterbestehen ermöglichen
«Als Alternative für die Wollishofer Bibliothek wird von der Stadt Zürich die Pestalozzi-Bibliothek in Sihlcity angepriesen», schreibt der Quartierverein weiter. Viele Eltern mit kleinen Kindern würden aber die Institution mitten im Quartier als zusätzliches Angebot schätzen, «und für ältere Leseratten ist der Weg nach Wiedikon beschwerlich». «Wir sind uns sehr bewusst, dass Sparen meistens schmerzhaft ist», so der Quartierverein. Hier stehe aber einem bescheidenen Gewinn für die Stadtkasse ein enormer Verlust für die Quartierkultur gegenüber, halten die Wollishofer fest. «Wir bitten Sie daher dringend, Ihren Sparbeschluss zu überdenken und zu ermöglichen, dass die Bibliothek der Lesegesellschaft Wollishofen weiterbestehen kann.»

Die Stadt hat die finanzielle Unterstützung gestrichen, weil sie schwerpunktmässig die Pestalozzi-Bibliothek (PBZ) unterstützt. Die PBZ gewähre dank ihren vielen Standorten eine flächendeckende bibliothekarische Grundversorgung für die ganze Stadt Zürich. Wollishofen sei mit der Pestalozzibibliothek im Sihlcity gut versorgt. «Beiträge für privat initiierte Projekte haben im Rahmen dieser Konzentration und mit Blick auf die begrenzt zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel keinen Platz mehr im Subventionsportfolio des Schul- und Sportdepartement», erklärte Sprecher Marc Caprez im November auf Anfrage von «Zürich 2». (pw.)



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