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14.12.2017 Von: Fabio Lüdi

Küsnachter, Küsnachter Amtlich

Die Küsnachter Feuerwehr übt den Ernstfall


Durch ein dunkles Containersystem müssen sich die Feuerwehrleute über mehrere Ebenen einen Weg zum Brandherd bahnen. Den Schlauch um die Ecken und die Leiter herunterzubekommen, ist eine Kunst für sich. Vor dem Löschen müssen die Kameraden oben gewarnt werden, damit sie sich vor dem Wasserdampf in Sicherheit bringen können. Foto: Fabio Lüdi

Um nicht aus der Übung zu kommen, haben sich die Küsnachter Feuerwehrmilizionäre einen Tag Zeit genommen, um im Ausbildungszentrum Andelfingen ihr Können zu trainieren.

Wo Rauch ist, da ist Feuer. Und wenns brennt, kommt die Feuerwehr. Um auf einen solchen Ernstfall vorbereitet zu sein, müssen natürlich auch Feuerwehrleute üben. Die Feuerwehr Küsnacht hat sich darum einen Tag lang im Ausbildungszentrum Andelfingen den lodernden Flammen entgegengeworfen. 
Das von der Gebäudeversicherung Zürich betriebene Trainingsareal beherbergt mehrere Bauten, deren einziger Zweck es ist, in Rauch und Feuer aufzugehen. Die Instruktoren des Ausbildungszentrums kommen aus der ganzen Schweiz, das ist wichtig, denn: «Ein Feuer im ersten Stock ist anders als eines im Keller», schwört der Ausbildungsleiter zu Beginn des Lehrgangs die Küsnachter Feuerwehrleute auf den Tag ein. «Brände sind so verschieden wie Geschmäcker.»
Genau diese Unterschiede werden die Brandbekämpfer heute hautnah zu spüren bekommen. Auf dem Programm stehen die Bekämpfung eines Brandes in einem Wohnhaus, einer Tiefgarage und einem Keller, das Vorrücken in dunkler, unbekannter Umgebung über mehrere Etagen sowie das Tragen der Atemschutzgeräte für Einsteiger.

Die Übung beginnt
«Brand Einfamilienhaus, erster Stock», kommt die Meldung von der Einsatzleitung, dann muss alles routiniert gehen. Den Zugang suchen sich die Feuerwehrleute über die Treppe links des Übungsgebäudes und über die Eingänge auf Bodenhöhe. Schläuche müssen angeschlossen, getestet und verlegt, der Atemschutz montiert werden.
Die Brandbekämpfer können aber nicht einfach ziellos ins Gebäude stürmen und auf Gutdünken Wasser herumspritzen. Ziel eines Löscheinsatzes ist es auch immer, nicht mehr Schaden anzurichten, als durch das Feuer bereits entstanden ist. Gespritzt wird also nur gezielt und der Situation angemessen, das hat auch ganz praktische Gründe: Alles Wasser, das in ein Feuer gespritzt wird, verdampft. Sofort und mit einer unglaublichen Hitze. «Die grösste Gefahr für die Feuerwehrleute stellt nicht die Strahlungswärme des Feuers dar, sondern der Wasserdampf», weiss Kommandant Thomas Bürgin. Deswegen müssen Feuerwehrleute bevor sie anfangen zu löschen, stets ihre Kameradinnen und Kameraden warnen, damit diese Deckung suchen können.
Stehen diese nämlich einen Stock höher oder am einzigen Eingang zum Raum, können sie mitten in den Dampf geraten. Kamineffekt nennen das die Fachleute, der Dampf sucht sich den Weg des geringsten Widerstandes. Die Arbeit der Feuerwehr ist komplex, doch man geht buchstäblich durchs Feuer miteinander. «Bei uns herrscht wirkliche Kameradschaft », ist Bürgin überzeugt. «Man weiss immer, mit wem man ins Feuer geht.»
Wer zwischen 20 und 42 Jahre alt ist und das ausprobieren möchte, kann sich einfach bei der Feuerwehr melden. An der nächsten Übung dürfen Interessierte vollausgerüstet teilnehmen, um sich einen Einblick in das Handwerk zu verschaffen.



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