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14.12.2017 Von: Annina Just

Küsnachter, Küsnachter Amtlich

Die Schule Küsnacht plant drei weitere Bauprojekte


In der Schule Dorf stehen im kommenden Jahr verschiedene Um- und Ausbauten an. Foto: Fréderic Besse

Die Schule Küsnacht muss mehr Platz schaffen – so viel ist schon seit Längerem klar. Nun gibt es erste konkrete Anhaltspunkte, wie sie dies angehen will. Eine Übersicht.

In der Schule Heslibach fehlt Platz für den gestiegenen Betreuungsbedarf, in der Schule Dorf der Schulraum für die zunehmende Anzahl Schülerinnen und Schüler sowie für Förderunterricht, Logopädie und Gruppenarbeiten. Wie den amtlichen Publikationen (Seite 4) zu entnehmen ist, hat die Schulpflege im August und September gleich drei Kreditgenehmigungen gesprochen, um diese Raumnot zu lösen.
Schulpräsidentin Danièle Glarner (FDP) betont auf Anfrage, dass bei allen drei Projekten die Baubewilligung noch aussteht und viele Details sowie die genauen Termine noch unbekannt sind. Insbesondere bezüglich Zeitpunkt der Umsetzung sind die verschiedenen Bauprojekte von einander sowie vom Baufortschritt des Neubaus Schule Goldbach abhängig. Das Schulhaus Erb, welches aktuell für die Schule Goldbach als Dependance dient, wird danach nämlich für einen temporären Umzug der Schule Wiltiswacht benötigt.
Aus der amtlichen Publikation sowie den Ausführungen der Schulpräsidentin lassen sich aber dennoch die Eckpunkte der drei Bauprojekte zusammenfassen.

Heslibach: Vergleichsweise teure Lösung
Der Betreuungsraum im Schulhaus Heslibach ist schon lange ein viel beachtetes Thema. Nachdem die Nutzung der Frezi-Räumlichkeiten vom Tisch ist, scheint die Schule nun eine Lösung gefunden zu haben. Die Publikation des Baugesuchs erfolgte am 7. Dezember, diese Woche wird die Kreditgenehmigung über 850 000 Franken veröffentlicht. Gemäss dieser sieht das Projekt die Nutzung des gesamten Erdgeschosses des Altbaus – wo heute Handarbeit und Werkunterricht angesiedelt sind – durch die Schulergänzende Betreuung vor. Ausserdem werden im Zwischengeschoss Räumlichkeiten für Essen und Aufenthalt genutzt und im Dachgeschoss ein Büro untergebracht. Handarbeit und Werken zügeln indes an den aktuellen Standort der Schulergänzenden Betreuung im ehemaligen Kindergarten.
Wieso diese Lösung nicht schon früher in Betracht gezogen wurde, erklärt Glarner folgendermassen: «Der angedachten Lösung geht eine längere Planung mit entsprechenden Kosten voraus.» Ausserdem bedeute die Umlagerung auch Einschränkungen in den Platzverhältnissen, zum Beispiel bei der Handarbeit. Sie betont zudem, dass noch nicht definitiv entschieden sei, ob das Bauprojekt in dieser Form realisiert werden kann. Schliesslich sei das baurechtliche Verfahren noch nicht abgeschlossen – und dies könne sich insbesondere kompliziert gestalten, da bei den betroffenen Gebäuden denkmalpflegerische Aspekte zu berücksichtigen seien. «Bei einer Nutzung oder Mitnutzung des Fezli wäre ein Bruchteil dieser finanziellen und zeitlichen Ressourcen nötig gewesen», hält die Schulpräsidentin fest. Gerade mit Blick auf die Ressourcen der Schule habe man nach möglichst schonenden Massnahmen gesucht. Im Vergleich zu den ursprünglich eingeplanten Investitionskosten von 100 000 Franken sei der nun notwendige Betrag von einer anderen Dimension.

Wiltisgasse: Lehrerzimmer zentralisiert
Für die Umgestaltung des Schulhauses Wiltisgasse (Unterstufen Schulhaus Dorf) hat die Schulpflege einen Kredit von 1,23 Millionen Franken gesprochen. Damit soll das aktuelle Lehrerzimmer zu einem zusätzlichen Klassenzimmer umgenutzt werden und die Fläche der Bibliothek von 180 Quadratmetern auf 99 Quadratmeter verkleinert werden, um im Untergeschoss zusätzliche Räumlichkeiten für Förderunterricht und Logopädie zu schaffen. Mit dieser Verkleinerung der Bibliothek liege man immer noch deutlich über der Empfehlung des Kantons, betont die Schulpräsidentin. Zudem soll das Dachgeschoss komplett isoliert und für Psychomotorik-Lektionen ausgebaut werden. Das Baugesuch wurde am 19. Oktober publiziert. Sofern die Baubewilligung rechtzeitig eintreffe, will die Schule den Ausbau während der nächsten Frühlingsferien umsetzen. Ein Umzug des Schulbetriebs ist gemäss Glarner nicht geplant.
Ersatz für das Lehrerzimmer soll mittels Zentralisierung des Lehrerzimmers im Erdgeschoss der Heinrich- Wettstein-Strasse 18, dem heutigen Kindergarten-Gebäude, entstehen. Wie Glarner sagt, hängt der Zeitpunkt dieser Umsetzung von der Realisierung des zweiten Teilprojekts, dem Umbau im Schulhaus Wiltiswacht (heutiges Mittelstufen-Schulhaus) ab. Sie versichert, dass die Lehrpersonen immer über ein Lehrerzimmer verfügen würden. Sie müssen sich aber «räumlich vorübergehend einschränken».

Wiltiswacht: Kindergärten zügeln
Für den Um- und Ausbau der Schulhäuser Wiltiswacht und Heinrich- Wettstein-Strasse wurde dann auch erst ein Projektierungskredit in der Höhe von 50 000 Franken gesprochen. Damit beauftragt die Schule die Firma drei A Architekten GmbH mit der Ausarbeitung des Projekts bis zur Baueingabereife.
Das Projekt sieht im Wesentlichen den Umzug der beiden Kindergärten von der Heinrich-Wettstein-Strasse sowie desjenigen an der Weinmanngasse ins Schulhaus Wiltiswacht vor. Für Letzteren habe man die Kündigung erhalten und könne ihn längstens noch bis Sommer 2019 betreiben, erklärt Glarner. «Die nähere örtliche Einbindung des Kindergartens Weinmanngasse aus schulorganisatorischen und schulentwicklungsmässigen Gründen entspricht grundsätzlich (auch) der Strategie der Behörde », hält Glarner indes fest.
An der Heinrich-Wettstein-Strasse soll dann wiederum ein zentraler Bereich mit Lehrerzimmer, Vorbereitungsraum und Schulleitungsbüro entstehen. Weiter seien innerhalb des Schulhauses Wiltisgasse im Erd- und Obergeschoss sechs Klassenzimmer mit entsprechenden Gruppenräumen angedacht.



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