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21.12.2017
News, Zürich West

«Lady, möchtest du gerne mit mir tanzen?»


Von Walzer über Merengue bis Tango: Bei «Dancing Classrooms» lernten die
6.-Klässlerinnen der Schule Aemtler sieben Tänze und führten diese kürzlich auf. 

«Mit Tango, Swing und Walzer zu mehr Respekt und Selbstvertrauen», so lautete das Motto bei «Dancing Classrooms». Am Projekt, das ursprünglich aus New York stammt und in der Schweiz bereits mehrfach durchgeführt wurde, beteiligten sich schweizweit und während zehn Wochen rund 50 Primarschulklassen zum Erlernen von sieben Gesellschaftstänzen. Beim Schlussfest konnten die Kinder als Programmhöhepunkt das Gelernte ihren Eltern, Geschwistern, Freunden und Verwandten vorzeigen. So nun auch die 6.-Klässlerinnen und 6.-Klässler der Schule Ämtler, die letzte Woche ihre Arbeit in der Turnhalle vorführten.

Von Pfannen und Omeletten

«Möchtest du gerne mit mir tanzen?», forderte der erste Gentleman seine Lady zum Tanz auf und entführte beim Merengue das Publikum als Erstes in die Karibik. Weiter gings mit Walzer, Tango und Rumba, wobei die Schülerinnen vor den Tänzen kleine Sketches vortrugen. Von Styling-Tipps über Interviews bis hin zu einem Vortrag zu den Risiken des Tanzen: Die Kinder zeigten sich äusserst kreativ und brachten damit auch das Publikum zum Schmunzeln. «Ich habe tanzen gelernt. Wer weiss, vielleicht wird es später mein Beruf oder Hobby», hiess es von einem Schüler, ehe es mit Foxtrott und Swing weiter nach Amerika ging.
Beim Polka-Dance aus Tschechien gabs für die Zuschauerinnen zusätzlich Einblicke in das Tanzvokabular von Jessica Summa, die den Kindern während der Proben als Tanzlehrerin assistierte. «Mit Omeletten meint Frau Summa eine Tanzhaltung, wo die Hände der Frau die Omeletten, und die Hände des Mannes die Pfanne symbolisieren. Beim Tanzen haut die Frau also sozusagen die Omeletten in die Pfanne», erklärte eine Schülerin. Zum Abschluss folgten zwei choreografierte Line-Dances, wobei die Kinder einzeln nebeneinander tanzten, klatschten und herumsprangen.

Unterschiedliche Lieblingstänze

«Ich bin gerne in die Proben gegangen und hätte mir sogar noch mehr davon gewünscht», findet die zwölfjährige Lejla. Der Schülerin gefielen alle Tänze, am meisten aber mochte sie Swing. «Der Tanz ist einfach, aber trotzdem schnell, und ausserdem kann man die ganze Zeit herumspringen», so die Schülerin. Am Anfang sei es zwar etwas komisch gewesen, mit Jungs zu tanzen, doch mit der Zeit habe sie sich einfach daran gewöhnt. Beim elfjährigen Julius hingegen stand ganz klar Tango an erster Stelle. «Ich mag den Tanz und kann ihn einfach gut», so der Schüler.

Noch mehr Klassen begeistern

Anfangs seien die Kinder vom Projekt alles andere als begeistert gewesen, erzählt Klassenlehrer Nico Scheuring. «Vor allem die Jungs haben Mühe gehabt, die Mädchen an der Hüfte zu berühren. Mit der Zeit konnten die Kinder ihre Berührungsängste jedoch weitgehend ablegen, und so hat das Projekt vor allem in sozialer Hinsicht viel bewirkt.» Als persönliches Highlight nannte er zum einen die Aufführung und zum anderen all jene Momente, in denen er bei seinen Schülern einen Prozess beobachten konnte. «Es war schön mit anzusehen, wie die Tänze langsam funktionierten und wie dabei auch eher schwächere Schüler brillieren konnten.» Auch Schulleiter Felix Fürer meint: «Wir sind sehr zufrieden und möchten mit unserer Arbeit andere Klassen für dieses wirklich gute Projekt begeistern.» (Sarah Koller, Text und Foto)



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