Züriberg Zürich 2 Zürich Nord Zürich West Zürich West mit Quartierecho Küsnachter Küsnachter Amtlich
21.12.2017 Von: Annina Just

Küsnachter, Küsnachter Amtlich

Kindergarten wird verlegt


Im Sommer 2019 soll der Kindergarten an der Weinmanngasse ins Dorf verlegt werden. Unter anderem «aus schulentwicklungsmässigen» Gründen. Nun erklärt die Schule, was dies bedeutet.

Letzte Woche wurde an dieser Stelle über die Baupläne der Schule Küsnacht berichtet. Dazu gehört auch die Erstellung von drei Kindergärten im Schulhaus Wiltiswacht. Einer dieser drei soll den Kindergarten Weinmanngasse ersetzen, teilte die Schule letzte Woche mit. Dort habe man per Sommer 2019 die Kündigung erhalten, so Schulpräsidentin Danièle Glarner (FDP). Wie sie weiter sagte, entspreche die Verlegung aber auch den «schulorganisatorischen und schulentwicklungsmässigen Gründen». Nun wird klar, dass oben genannte Gründe dazu geführt haben, dass die Schule den bis Sommer 2018 befristeten Mietvertrag nicht hatte verlängern wollen – ausser um ein Jahr, bis der Umbau im Schulhaus Wiltiswacht abgeschlossen sein soll.
Wie Ruedi Kunz, Leiter Bildung erklärt, hätte die Lokalität ausgebaut werden müssen, um den heutigen Raumanforderungen gerecht zu werden. «Gemäss den Vorgaben (Volksschulgesetz mit Integration, den Schulbaurichtlinien und dem Lehrplan 21) müssen die Kinder deutlich mehr Neben- und Aussenräume zur Verfügung haben, als dies heute im Kindergarten Weinmanngasse der Fall ist», so Kunz. Ausserdem hätte der Vermieter nach Ablauf des befristeten Mietverhältnisses bis 2018 einen erheblich höheren Mietzins und eine Verlängerung um mindestens fünf Jahre verlangt.
Aus all diesen Gründen erachte die Schule einen Ausbau in diesem Mietobjekt nicht als sinnvoll. Kunz dazu: «Die Strategie der Schule Küsnacht verfolgt den Plan, den Raumbedarf mittelfristig durch den Ausbau und Anpassungen der bestehenden, eigenen Schulliegenschaften zu erreichen. » So sollen Quartierschulen vom ersten Kindergarten bis zur sechsten Klasse geführt werden. Die Schule wolle damit dezentrale Gesamtschulen fördern, die aufgrund räumlicher Nähe ein pädagogisches Konzept und eine gemeinsame Kultur leben. «Aussenwachten und einzelne Quartierkindergärten erschweren diese Ausrichtung », hält Kunz fest.

Schulweg soll überprüft werden
Wie eine Leserbriefschreiberin als Reaktion auf den Artikel von letzter Woche festhielt, würde der Umzug des heutigen Kindergartens ein ganzes Quartier und ihre Eltern zu «Pendlern » machen. «Gerade die dezentrale Lage und die damit verbundene überschaubare Grösse macht diesen Kindergarten so wundervoll», schreibt sie über den Standort Weinmanngasse.
Gemäss Ruedi Kunz wird das Thema Schulweg noch überprüft. Nach den aktuellen Richtlinien sei es möglich, dass Kinder diesen Weg ohne Schulbus bewältigen können. Kunz: «Dies muss aber immer im Einzelfall und auch mit dem Verkehrsinstruktor der Gemeinde geprüft werden.»
Vor diesem Hintergrund ist nun auch die Frage beantwortet, weshalb die Schule nicht nach einer anderen Mietliegenschaft im Quartier sucht. Und eine eigene, die sich als Kindergarten eigenen würde, besitzt die Schule laut Kunz nicht. Eine Elterninformation erfolge mit der Klassenzuteilung im nächsten Juni.



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