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17.01.2018 Von: David Herter

Züriberg

«Pufferzeit» am Hauptbahnhof soll den 31er-Bus wieder pünktlich machen


Vor allem im Dezember war der 31er häufig verspätet unterwegs. Foto: David Herter

Selten wurde ein Postulat so schnell umgesetzt: Die VBZ wollen den Fahrplan der Linie 31 mit mehr Bussen stabilisieren.

Das Postulat zeigte Wirkung. Vergangene Woche hatte es der Grünen-Gemeinderat und Witiker Quartiervereinspräsident Balz Bürgisser eingereicht, weil der Bus 31 häufig mit grosser Verspätung unterwegs war. Zusammen mit Jean-Daniel Strub (SP), Ann-Catherine Nabholz (GLP) und Karin Weyermann (CVP) forderte Bürgisser die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) auf, einen Bus mehr einzusetzen auf der Linie. Diese verbindet seit dem Fahrplanwechsel die Kienastenwies direkt mit Altstetten.
Bloss einen Tag später reagierten die VBZ. Sie kündigten an, ab Februar dem Fahrplan mit zusätzlichen Fahrzeugen mehr Luft zu verschaffen. «Etwas Pufferzeit am HB in Richtung Witikon würde die Situation eindeutig entspannen», sagt Bürgisser. Nicht der Stau stadteinwärts am Zeltweg stehe nämlich am Ursprung der Verspätungen. Das eigentliche Problem während der Stosszeiten sei der Stau auf der Hohlstrasse in Richtung Stadtzentrum, sagt Bürgisser. Starteten die Busse schon am Hauptbahnhof mit Verspätung nach Wittikon, pflanze sich diese fort. Die Verspätung wachse gar weiter an, weil sich als Folge die Fahrgäste an den Haltestellen stauten und mehr Zeit zum Ein- und Aussteigen benötigen.
Die bereits umgesetzten und die geplanten Massnahmen der VBZ seien geeignet, der Linie 31 zurück in den Takt zu helfen, sagt Bürgisser. Schon seit Dezember stellt die VBZ jeweils am Abend am Hegibachplatz einen Bus bereit, der bei grösseren Verspätungen zum Einsatz kommt. Am Klusplatz sorgt eine verbesserte Ampelsteuerung für flüssigere Fahrt. «Nun sollten auch die anderen Lichtsignale auf der Strecke überprüft werden», sagt Bürgisser. Mit einer grünen Welle über die gut 20 Lichtsignalanlagen zwischen Witikon und Altstetten lasse sich die Fahrzeit um einige Minuten verkürzen, hofft er.

Warten auf die separaten Spuren
Wohl noch länger warten müssen die Passagiere des 31ers auf die separaten Busspuren an der Hohlstrasse und am Zeltweg. Diese würden es dem Bus erlauben, am Stau vorbeizufahren. Während die erste Etappe an der Hohlstrasse bald realisiert werden könnte, steht ein Zeitpunkt für die zweite Etappe bis zum Bahnhof Altstetten und für den Zeltweg nicht fest. Die VBZ spricht von «komplexen Verfahren mit vielen Beteiligten».
Seine Vorschläge gegen die Verspätungen hat Bürgisser der VBZ schon Mitte Dezember mitgeteilt. Über die Linie 31 ist er mit der Stadt seit Jahren im Gespräch und hat einige der heutigen Probleme schon früh benannt. Dennoch ist der Quartiervereinspräsident erfreut, wie schnell die VBZ reagiert hat. «Es zeigt sich, dass man als Volksvertreter durchaus Einfluss nehmen kann», sagt Bürgisser. Ihr Anliegen wollen die Postulatenten aufrechterhalten, aber nicht wie angedacht für dringlich erklären lassen. Was die VBZ schnell umsetzen konnten, ist getan. Das Postulat wird damit voraussichtlich im Frühling behandelt. Dann wird klar sein, ob der 31er-Bus den Fahrplan wieder besser einhalten kann oder nicht. Je nach Lage wollen Bürgisser und die anderen Gemeinderäte dann weitere Massnahmen vorschlagen.



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