Züriberg Zürich 2 Zürich Nord Zürich West Zürich West mit Quartierecho Küsnachter Küsnachter Amtlich
18.01.2018 Von: Fabio Lüdi

Küsnachter, Küsnachter Amtlich

Zusammen am gleichen Schlauch ziehen


Die Sicherheitsvorsteher wollen eine verstärkte Zusammenarbeit. Foto: Fabio Lüdi

Die Feuerwehr Küsnacht arbeitet bereits seit einiger Zeit mit ihren Pendants aus den Nachbargemeinden zusammen, nun stösst auch Erlenbach zum Verbund dazu. Damit sollen Synergien genutzt werden.

Die Feuerwehr Erlenbach wird künftig ihre Zusammenarbeit mit ihren Pendants aus Küsnacht, Zumikon und Zollikon vertiefen, wie sie in einem Communiqué Anfang Januar mitteilte. Der Entscheid fiel im Rahmen des Feuerwehrkonzepts 2020, das von der Gebäudeversicherung des Kantons GVZ initiiert wurde und in dem sich die Feuerwehrkommandanten und Ressortvorsteher der involvierten Gemeinden über die Modalitäten einer verstärkten Zusammenarbeit einigten.
Demnach sollen die vier Feuerwehren weiterhin autonom bleiben und in allen Gemeinden eine Einsatzzentrale unterhalten. Dies sei nötig, um auch weiterhin die Vorgaben der GVZ zu erfüllen, erläuterte der Sicherheitsvorsteher der Gemeinde Erlenbach, Daniel Westermann, an einer Pressekonferenz: «Zehn Mann in zehn Minuten vor Ort – das geht nicht mit nur einem Standort.» Zudem kennen die lokalen Feuerwehren ihre jeweilige Gemeinde am besten und können in Notfällen darum adäquat reagieren.
Konkret wollen die Feuerwehren gemeinsame Übungen abhalten und teils gemischte Einsatzteams aufstellen, um so die «gemeinsame Einsatzdoktrin » zu stärken. Eine solche Zusammenarbeit besteht momentan bereits zwischen Küsnacht und Zumikon, wo die «First Responder»-Einheit gemeinsam im Einsatz steht. Diese vertiefte Nachbarschaftshilfe der vier Gemeinden führt zudem dazu, dass nicht jede Ortsfeuerwehr für jeden denkbaren Notfall jederzeit das passende Gerät im Depot haben muss.

Zusammen Ressourcen schonen
Eine solche Zusammenarbeit spare Ressourcen und Kosten, sind die Dirigenten der Zusammenarbeit überzeugt. Welche Feuerwehr dabei welches Gerät bereitzustellen hat, orientiert sich an den Ist-Beständen.
Wird dereinst die Anschaffung von Spezialgerät notwendig sein, wird die GVZ, welche die Normalbestände der Feuerwehr zur Hälfte subventioniert, unter Berücksichtigung der Verteilung von Ressourcen und Kosten auf die verschiedenen Feuerwehren festlegen, wer was anschaffen wird. Für Daniel Westermann, der sich dieses Jahr aus der Politik zurückziehen wird, ist das Zustandekommen dieser Zusammenarbeit besonders erfreulich: «Ich hatte immer die Vision einer ‹Schutz und Rettung unterer Zürichsee›», sagt er an der Pressekonferenz im Feuerwehrdepot Erlenbach. «Das neue Konzept ist ein Schritt in diese Richtung. »
Zu einer vertieften Zusammenarbeit habe man sich entschieden, weil diese in ähnlicher Zusammensetzung bereits auf anderen Ebenen besteht, führten die Verantwortlichen in der Pressemitteilung aus. Die Notfallorganisationen des Systems Bevölkerungsschutz bilden ein System, in dem die Feuerwehren der vier Gemeinden die erste und der Zivilschutz die zweite Einsatzebene bilden, während die Polizei für Sicherheit im Alltag sorgt.



Anzeigen

Galerien

Aktuelle Ausgaben

Züriberg vom 15. November 2018
Zürich 2 vom 15. November 2018
Zürich Nord vom 15. November 2018
Zürich West vom 15. November 2018
Küsnachter vom 15. November 2018
Küsnachter Amtlich vom 15. November 2018

Sonderzeitungen

Ausstellungsführer Neuer Norden 2018
Neuer Norden 2018
Abenteuer Stadt Natur 2018
Tonhalle
Literaturforum booXkey
Partnerpublikation der Lokalinfo AG
Stadt-Anzeiger Glattfelder Kilchberger Klotener Anzeiger