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24.01.2018
Zürich Nord

Fischli/Weiss-Werk kommt nach Oerlikon


Das Kunstwerk «Haus» kommt vor die offene Rennbahn zu stehen. Foto: zvg.

Dank einer Schenkung erhält die Stadt Zürich ein Werk des Zürcher Künstler-Duos Fischli/Weiss. «Haus» zählt zu dessen Hauptwerken. Ab Mai ist es vor der offenen Rennbahn in Oerlikon permanent zu sehen.

Das Kunstwerk «Haus» der weltweit bekannten Zürcher Künstler Peter Fischli (*1952) und David Weiss (1946–2012) stellt ein unscheinbares Gewerbegebäude im Massstab 1:5 dar. Es wurde ursprünglich für die Ausstellung «Skulptur Projekte Münster» von 1987 produziert. Diese erste Version bestand aus Holz, Metall und Plexiglas und wurde nach der Ausstellung zerstört. Bis zu David Weiss’ Tod 2012 planten Fischli/Weiss eine wetterbeständige und robuste Version für die permanente Installation im Freien. «Haus» wurde schliesslich in der Kunstgiesserei St.  Gallen in Aluminium gegossen und anlässlich der Fischli/Weiss-Retrospektive in New York im Frühling 2016 vor dem Guggenheim-Museum erstmals ausgestellt.
Die Initiatorin des Projektes und Gründerin der Luma-Stiftung, Maja Hoffmann, die sich lange mit dem Schaffen der beiden Künstler beschäftigt hat, ermöglicht gemeinsam mit Peter Fischli und den Erben von David Weiss die Schenkung an die Stadt Zürich. Die Donatorinnen und Donatoren möchten damit ein Schlüsselwerk der schweizerischen und internationalen Kunstgeschichte der Zürcher Öffentlichkeit zugänglich machen. Mit dieser Geste solle die Bedeutung des Künstlerduos Fischli/Weiss für das kulturelle Leben der Stadt gewürdigt und die internatio-nale Ausstrahlung Zürichs als Kunstmetropole hervorgehoben werden.

Andenken lebendig erhalten
Wie Maja Hoffmann erklärt, habe sich ihr nach dem Tod von David Weiss 2012 die Frage aufgedrängt, wie man in Zürich, der Heimatstadt von Fischli/Weiss, deren Andenken und Werk lebendig erhalten kann. «Ich freue mich, dass es uns nach fünf Jahren kollektiv gelungen ist, dieses  Projekt  durchzuführen».
Das Werk, das einen Wert von rund zwei Millionen Franken aufweist, steht auf einer Grundfläche von rund 25 Quadratmetern und wird auf städtischem Grund auf einer Wiese vor der offenen Rennbahn Oerlikon installiert. Der Standort wurde gemeinsam mit Peter Fischli evaluiert. «Die Schenkung ist eine Bereicherung für die Kunst im öffentlichen Raum», ist Stadtrat Filippo Leutenegger überzeugt. «Diese private Initiative sichert Zürich ein wichtiges Kunstwerk.»

Fischli/Weiss, die von 1979 bis 2012 zusammenarbeiteten, setzen sich in ihrem Werk mit den Erscheinungsformen alltäglicher Objekte und Situationen auseinander. Der «Lauf der Dinge» von 1987 ist zum Beispiel ein 30-minütiges Video, in dem sich verschiedenste Alltagsobjekte und Materialien wie Würfelzucker, Pneus, Kerzen, Leitern und WC-Rollen in einem Dominoeffekt gegenseitig in Bewegung setzen. «Siedlungen, Agglomerationen» von 1993 ist eine Foto-Dokumentation der Zürcher Vorstädte. In dieser suburbanen Umgebung, die für das Werk von Fischli/Weiss so wichtig war, wird nun auch das «Haus» stehen. (kst.)



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