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01.02.2018 Von: Fabio Lüdi

Küsnachter, Küsnachter Amtlich

Kiga: Mietkosten nie diskutiert


Ein Verbleib an der Weinmanngasse hätte höhere Mietkosten für den Kindergarten bedeutet, sagt die Schule. Der Vermieter widerspricht.

Im Zuge der Schliessung des Kindergartens Weinmanngasse in Küsnacht (der «Küsnachter» berichtete am 25. Januar) argumentierte die Schule Küsnacht mehrfach mit «erheblich höheren » Mietkosten, weswegen – unter anderem – der Wegzug des Kindergartens beschlossen wurde. In der Folge meldete sich Christian Müller, Leiter Bewirtschaftung der Kornhaus Verwaltungs AG, welche die Eigentümer der Liegenschaft an der Weinmanngasse vertritt, beim «Küsnachter».
Müller widerspricht der Darlegung der Schule und sieht seine Klienten in ein schlechtes Licht gerückt. «Eine Erhöhung der Miete ist nie zur Sprache gekommen», so Müller. Die Behauptung der Schule sei vollkommen aus der Luft gegriffen. «Wir hätten den Kindergarten gerne in unserer Immobilie behalten», so Liegenschaftsverwalter weiter. «Als gewerbliche Vermieter sind wir aber branchenüblich an längerfristigen Lösungen interessiert. » Es ist nicht das erste Mal, dass in Zusammenhang mit dem Kindergarten Ungereimtheiten auftreten.
So hat die Schule Mitte Dezember verlauten lassen, man habe die Kündigung für die Liegenschaft erhalten. Auf Nachfrage präzisierte sie allerdings, man habe den Mietvertrag auslaufen lassen, weil die Schule lediglich an einer einjährigen Verlängerung interessiert gewesen ist. Gegenüber Medien und Vertretern der Elternschaft kolportierte die Schulgemeinde um Präsidentin Danièle Glarner (FDP) dabei stets das Argument «erheblich» erhöhter Mietkosten bei einer allfälligen Verlängerung der Mietdauer.
Mit den Vorwürfen des Vermieters konfrontiert, will Glarner von einer Falschaussage trotzdem nichts wissen. Die Schule habe «mündlich» eine Mietreduktion aufgrund der Senkung des Referenzzinssatzes erfragt. Gleichzeitig hat sie sich auch nach der Möglichkeit einer Verlängerung des Mietverhältnisses erkundigt, wenn möglich gar auf «unbefristete» Zeit.

Lange Verpflichtung keine Option
Eine Mindestdauer von fünf Jahren, wie vom Vermieter gewünscht, sei für die Schule allerdings keine Option gewesen, dies habe sie «deutlich mitgeteilt », so Immobilienbewirtschafter Müller. Auch habe die Schule die Kündigungsfrist um die Hälfte auf sechs Monate verkürzen wollen. Der Vermieter nahm diese Umstände zum Anlass, den Vertrag nicht zu verlängern.
Ein Gespräch in Sachen Mietzins habe nie stattgefunden, so Müller. Das Auslaufen des Vertrags sei einer solchen Diskussion zuvorgekommen. Für den Vermieter war die Sache damit erledigt, Schulleiterin Danièle Glarner sprach aber plötzlich von Mietzinserhöhung.
Auf diese Sachlage angesprochen, meint Glarner: «Wir haben den Bezug gemacht zwischen dem hohen Mietzins über fünf Jahre und gar keinem Mietzins.» Eine bessere Erklärung gäbe es nicht. Darum könne auch nicht von einer «bewussten» Falschaussage die Rede sein, so Glarner. Sie möchte das lieber als «missverständliche» Formulierung verstanden haben.



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