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07.02.2018
Zürich West

«Wo gibt es sonst einen Country-Zmorge?»


Das längste Brunch-Buffet Zürichs gibt es am 34. Country-Festival im «Albisgüetli». Foto: Toni Spitale

Mit 23 Premieren im Programm ist im Schützenhaus Albisgüetli das 34. Country- Festival gestartet. Rekordverdächtig hoch war auch die Anzahl der Fans, welche am ersten Brunch-Konzert aus allen Ecken der Schweiz zum Auftritt ihrer Lieblingsband pilgerten. 

Toni Spitale

Das Schützenhaus Albisgüetli präsentierte sich am frühen Sonntagmorgen ganz nach dem Gusto der Organisatoren: bis unters Dach gefüllt. Auf über 600 Gäste schätzte der langjährige Programmchef und das Wiediker Urgestein Albi Matter den Aufmarsch. Im Scheinwerferlicht stand die Nevada-Band aus dem Heidiland und spielte klassische Country-Musik. Die sechs Musiker konnten dabei nicht zuletzt auf die Unterstützung ihrer treuen Fangemeinde zählen. 209 Personen, so bestätigte Mario Liebrich, Präsident des Fanclubs, seien dafür aus allen Ecken der Schweiz hierhergepilgert. Die bislang höchste Teilnehmerzahl habe bei 130 Personen gelegen. Dass es dieses Mal derart viele seien, stehe im Zusammenhang mit dem 20-jährigen Vereinsbestehen, wie Liebrich erklärte. Den Mitgliedern habe man aus diesem Anlass nämlich ein Sonderangebot unterbreitet.

Ideal für Country-Tänze

Aber auch die Fans des Country-Festivals schliefen am Sonntag nicht aus, sondern schlüpften in ihre Stiefel und setzten den Cowboy-Hut auf. In einer der wenigen freien Ecken im Saal tanzte Gertrud Schärer mit ihrem Partner pausenlos Line-Dance. «Die Musik ist vom Tempo und vom Rhythmus her ideal für Country-Tänze», befand Schärer, welche die Nevada-Band zuvor noch nicht gekannt hat. Die rüstige Rentnerin aus Jona war früher jeweils an die Abendkonzerte gekommen. Seit sie aber mit den Augen Probleme habe und nicht mehr so gut sehe, habe sie nun auf den Morgen gewechselt. In einer anderen Ecke hatten sich die Country-Birds aus Oberglatt eingenistet und zogen ebenfalls mit Line-Dance-Vorführungen die Blicke des Publikums auf sich.

Um in erster Linie wieder einmal ausgiebig und gemütlich zu frühstücken, reisten aus Uster Markus Knüsel und seine Partnerin an. «Die Atmosphäre ist toll, und wo gibt es sonst schon einen Country-Zmorge», freuten sich die beiden Oberländer.

Gedanklich bereits im 2019

Während einer Zigarren-Pause in der Smoker-Lounge zog der Programmchef eine erste Zwischenbilanz: Bei den Vorausbuchungen liege man schon fast auf Vorjahresniveau, was erfreulich sei. Das diesjährige Festival, das übrigens noch bis zum 25. März dauert, bietet insgesamt 23 Neuentdeckungen. Das ist laut Matter ein neuer Rekord. Aber auch altbewährte Namen und Erfolgsgaranten wie Mustang Sally oder Stacie Collins sind wiederum mit von der Partie.

Die 34. Austragung hat zwar erst begonnen, aber gedanklich ist Matter bereits im 2019: «Das 35. Festival wird wieder etwas ganz Besonderes werden.» Man wolle sich Künstler leisten, die man sich sonst nicht leisten könne. Obwohl noch keine Namen feststehen, lässt Matter durchblicken, dass er ganz gerne den Kanadier Johnny Reid verpflichten würde, der in der Vergangenheit schon zweimal auf der Schützenhaus-Bühne stand. Für ihn sei es einer der besten Künstler, den er jemals hier als Gast begrüssen durfte.



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