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28.02.2018
Zürich West

«Trotz Armut ist das Lachen nicht verschwunden»


Matthias Haupt inmitten neugieriger Jugendlicher in Bangladesch. Foto: zvg.

Matthias Haupt von der Kirchenpflege Industrie präsentiert im Rahmen eines Heks-Projekts die Fotoausstellung «Menschen in Bangladesch». Ein Rahmenprogramm rundet das Thema ab. 

Béatrice Christen

Matthias Haupt, Kirchenpfleger im Industriequartier, bereiste fünf Wochen Bangladesch. Er hat seine Eindrücke in Bildern festgehalten. Im Rahmen einer Fotoausstellung mit dem Titel «Menschen in Bangladesch» präsentiert er Anfang März mehr als hundert Bilder im reformierten Kirchgemeindehaus Industrie. Die Bilder stellen minderbemittelte Menschen des dicht besiedelten Landes ins Zentrum. Sie dokumentieren neben ihrer Arbeit auch die Neugier gegenüber dem Fremden, der sie fotografiert hat.

Unterstützung der Unberührbaren

In Bangladesch leben zahlreiche Menschen in Armut am Stadtrand. Obwohl das Kastensystem laut Verfassung abgeschafft ist, gibt es sie noch, diese «Unberührbaren», die vom Staat und der Gesellschaft diskriminiert werden. Sie fristen ihr Leben im Untergrund und können weder lesen noch schreiben. Sie werden für niedrige Arbeiten – Drecksarbeit – eingesetzt, wie die Reinigung von Strassen, Abwasserkanälen, Latrinen und das Beseitigen von Kadavern. Sie gehören der rechtlosen Landbevölkerung an, den indigenen Völkern, die ursprünglich im Wald lebten und durch dessen Kommerzialisierung ihre Lebensgrundlage verloren haben.

Die reformierte Kirche Zürich-Industriequartier unterstützt seit drei Jahren ein Heks-Projekt im Nordwesten Bangladeschs. Dieses verhilft den ausgegrenzten Ureinwohnern zu ihren verfassungsmässigen Rechten.

Die Vernissage der Fotoausstellung «Menschen in Bangladesch» findet am Samstag, 3. März, um 19.15 Uhr im Kirchgemeindehaus Zürich-Industrie statt. Der Anlass wird von einem bengalischen Apéro von «Khan» – Kiosk am Damm – begleitet. Zum Rahmenprogramm der bis 21. April dauernden Ausstellung gehören Führungen durch den Fotografen Matthias Haupt – auf Anfrage auch für Gruppen – und ein Begegnungsabend zwischen Schweizer Bengalen und Einheimischen sowie ein Musik-Gottesdienst und ein ökumenischer Gottesdienst mit anschliessendem Mittagessen (bengalischer Curry).

Matthias Haupt sagt zu seiner Bilderausstellung: «Der Fokus liegt auf den Menschen, nicht auf der reichen Kultur oder der üppigen Natur. Die Bilder zeigen, dass trotz harten Schicksalen, die geprägt sind von Armut und Naturkatastrophen, das Lachen und die Herzlichkeit dieser Menschen nicht verschwunden sind.»

Fotoausstellung im reformierten Kirchgemeindehaus Zürich-Industrie bis 21. April. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10 bis 11.45 und 14 bis 17 Uhr. Samstage und Feiertage von 10 bis 17 Uhr. Vernissage mit Apéro riche: Samstag, 3. März, 19.15 Uhr. Führungen mit Matthias Haupt: Dienstag, 13. März, 19.15 Uhr, Samstag, 7. April, 16.30 Uhr und Donnerstag, 19. April, 18 Uhr. Begegnungsabend: Montag, 26. März, 19.30 Uhr. Weitere Informationen unter www.kirche-industrie.ch.



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