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07.03.2018
Zürich West

13 Prozent weniger Mitglieder – Solidarität gefragt


Esther Leibundgut verabschiedet Turul Kircali, der drei Jahre lang die Kulturelle Kommission präsidiert hat. Foto: ho.

Der Quartierverein Altstetten und seine Kommissionen blickten an der GV auf viele erfolgreiche Anlässe zurück. Doch der Blick in die Zukunft wird getrübt von einem massiven Mitgliederschwund.

Thomas Hoffmann

Der Widerspruch ist augenfällig: Die Lindenplatzhöcks und der Neuzuzügeranlass des Quartiervereins Altstetten waren 2017 sehr gut besucht, ins Ortsmuseum strömten letztes Jahr fast 900 Besucher, und an die Lesung der Kulturellen Kommission kamen so viele Personen wie noch nie. Trotzdem sank die Mitgliederzahl, wie Präsidentin Esther Leibundgut an der Generalversammlung sagte. Und zwar gleich um 85 Personen. Der Rückgang von 632 auf 547 Mitglieder entspricht über 13 Prozent. «Viele sind gestorben oder zügelten ins Altersheim und traten deshalb aus», erklärte Leibundgut. Zudem habe man Leute ausgeschlossen, die schon länger keinen Beitrag mehr gezahlt haben. Eine Mitgliedschaft erachtet die Präsidentin als «solidarische Unterstützung». Nur so könne der Verein weiterhin Gratisanlässe organisieren und sich fürs Quartier engagieren. Der Mitgliederbeitrag für Einzelpersonen beträgt 30 Franken, für Paare 50.

Alt-Gemeinderat Hans Diem fand am Ende der GV deutliche Worte. Das Quartier wachse und wachse, überall werde verdichtet. «Das hat Folgen: Viele Leute entdecken die Vorzüge von Altstetten.» Die Neuzuzüger würden von der Infrastruktur profitieren, «aber viele engagieren sich nicht im Quartier», prangerte Diem an, «sie erbringen ihre Integrationspflicht nicht».

Gesamtstadtrat zu Besuch

Erfreulich verlief der Auftakt zur GV im Saal des Hotels Spirgarten. Präsidentin Leibundgut erinnerte an den Besuch des Gesamtstadtrats, dem man das Ortsmuseum und das Hallenbad zeigte, dann ging es zur SBB an die Hohlstrasse und zum Mittagessen in die «Krone». Zudem hat das Quartier wieder einen Frosch für den Fröschenbrunnen erhalten, der gestohlen worden war. Als speziellen Anlass fürs 2018 will man ein Public Viewing realisieren.

Die Ortsgeschichtliche Kommission des Quartiervereins, die das Ortsmuseum betreibt, hat sich über 540 Stunden ehrenamtlich engagiert, hielt Präsident Jürg Bickel fest. Und Turul Kircali, der nach drei Jahren als Präsident der Kulturellen Kommission zurücktrat, ermunterte zum Engagement in dieser Gruppe. Beide Kommissionen legten bei den Jahresrechnungen eine schwarze Null vor, der Quartierverein selbst einen kleinen Gewinn.

Zum neuen Präsidenten der Kulturellen Kommission wählten die 82 anwesenden Mitglieder Gianfranco Guidati. Neu im Vorstand des Quartiervereins sind nun Nina Grahovac und Daniel Oberholzer. Alle bisherigen Vorstandsmitglieder sowie Präsidentin Esther Leibundgut wurden einstimmig wiedergewählt.

www.quartierverein-altstetten.ch, kultur48.ch, www.ortsmuseum-altstetten.ch



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