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07.03.2018 Von: Karin Steiner

Zürich Nord

70 neue Alterswohnungen in Schwamendingen


Stadträtin Claudia Nielsen nimmt den symbolischen Schlüssel aus Brot in Empfang. Auf der Treppe: Ernst Tschannen, Direktor SAW a. i. Fotos: kst.

Die Stiftung Alterswohnungen der Stadt Zürich SAW hat die erste Etappe der Überbauung Helen Keller in Schwamendingen mit einem grossen Fest eröffnet.

«In Schwamendingen werden bald mehr Leute leben als im ganzen Kanton Uri», sagte Claudia Nielsen, Stiftungsratspräsidentin der SAW und Vorsteherin des Gesundheits- und Umweltdepartements der Stadt Zürich, bei ihrer Ansprache. «Man spricht zwar immer von Verjüngung der Bevölkerung, aber irgendwann werden alle wieder älter, und da braucht es geeignete Wohnformen.» Gefragt ist heute selbstbestimmtes Wohnen in den eigenen vier Wänden. Unterstützung bekommt man, wenn man sie braucht. «Der Bedarf an dieser Wohnform ist jedoch weit grösser, als wir ihn decken können», sagte Ernst Tschannen, Direktor SAW ad interim.

Mitten im Geschehen
Die Siedlung Helen Keller stammt aus dem Jahr 1974 und wird in drei Etappen ersetzt, weil sie nicht mehr den heutigen Bedürfnissen entspricht. Letzte Woche wurde nun die erste Etappe eingeweiht. Der Neubau enthält siebzig günstige und altersgerechte Wohnungen und eine Kindertagesstätte. Dadurch soll der Dialog zwischen den Generationen gewährleistet werden. Nach Abschluss der zweiten Bauetappe bis 2020 gibt es auch einen Gemeinschaftsraum mit Küche für private und nachbarschaftliche Aktivitäten. Dort werden soziokulturelle Veranstaltungen und Kurse stattfinden und auch regelmässige Sprechstunden der Spitex Zürich SAW angeboten. Zu diesem Zeitpunkt stehen in der Siedlung Helen Keller insgesamt 152 1,5- bis 3-Zimmer-Wohnungen zur Verfügung.

Die Ersatzüberbauung wurde von Abraha Architekten Zürich realisiert, die 2012 den Architekturwettbewerb gewannen. Ihnen war es wichtig, dass man die Wohnungen nicht als Alterswohnungen erkennt, wie sie an ihrer Ansprache betonen. Einzig Haltegriffe in den Badezimmern und behindertengerechte Zugänge lassen den Zweck der Wohnungen erahnen.

Die Stiftung SAW
Seit 1950 bietet die Stiftung Alterswohnungen der Stadt Zürich SAW preisgünstige Wohnungen mit sozialen und pflegerischen Dienstleistungen für wenig bemittelte Personen an, die selbstbestimmt im Alter leben wollen. Inzwischen sind es 34 Siedlungen mit über 2000 Wohnungen, wovon etwa 80% Prozent subventioniert. Die restlichen rund 20% werden freitragend, aber ebenfalls nach dem Prinzip der Kostenmiete vermietet. Dieser Mix soll die soziale und gesellschaftliche Durchmischung in den Siedlungen fördern.



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