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07.03.2018
Zürich West

SP, AL, FDP und EVP legen zu


CVP-Parteipräsident Markus Hungerbühler konnte den Stadtratssitz von Gerold Lauber nicht verteidigen und seine Partei scheiterte an der 5-%-Hürde. Deshalb ist die CVP auch nicht mehr im Gemeinderat vertreten. Foto: pw.

Bei den Gemeinderatswahlen im «Zürich West»-Gebiet sind die Verlierer die gleichen wie auf dem gesamten Stadtgebiet: SVP und CVP. Bei den Gewinnern siehts anders aus. 

Thomas Hoffmann

In den Kreisen 3 und 9 verlieren CVP und SVP je zwei Sitze. Sie gehen in Wiedikon nach links an die SP und die AL. Im Kreis 9 gehen die zwei Sitze an die FDP und an die EVP, die in den Gemeinderat zurückkehrt. Im Wahlkreis 4 und 5 bleibt die Sitzverteilung wie bisher.

Wiedikon rückt weiter nach links

In Wiedikon muss der erfolglose CVP-Stadtratskandidat Markus Hungerbühler auch den Gemeinderat verlassen. Der Stadtparteipräsident und seine CVP kamen in keinem einzigen Wahlkreis auf mindestens 5 Prozent. Somit scheidet die Partei aus dem Gemeinderat aus.

Die SVP verliert in Wiedikon nach 2014 einen weiteren Sitz und hält jetzt nur noch einen. Zu den Gewinnern gehören im traditionell linken Kreis 3 die SP und AL. Matyas Sagi-Kiss verstärkt die SP, die als stärkste Partei nun 6 der 15 Sitze hält. Und für die AL kommt neben dem bisherigen Walter Angst auch Natalie Eberle ins Parlament. Grüne, GLP und FDP bleiben unverändert bei je 2 Sitzen.

Kreis 9: EVP kehrt zurück

Der Kreis 9 spiegelt Freud und Leid der kleinen Mitteparteien. Mario Mariani, der sich seit fast 14 Jahren für die CVP im Gemeinderat engagiert, muss ausscheiden, da seine Partei in keinem einzigen Wahlkreis 5 Prozent erreicht. So war es der EVP vor vier Jahren ergangen. Jetzt kehrt sie zurück. Die EVP, die mit der BDP zusammenspannte, kam in drei Wahlkreisen über 5 Prozent und holt insgesamt vier Sitze, einen im Kreis 9. Gewählt ist Claudia Rabelbauer, die vom zweiten Listenplatz aus gestartet war. Einen zusätzlichen dritten Sitz für die FDP erkämpft Përparim Avdili. So zieht die FDP mit der SVP gleich, die einen Sitz verloren hat. Für alle anderen Parteien gib es keine Änderung. Die SP bleibt mit 5 der 16 Sitze stärkste Partei, die Grünen holen zwei, GLP und AL je einen Sitz.

Fast alles beim Alten im 4 und 5

An der Sitzverteilung im Wahlkreis 4 und 5 ändert nichts, nur an der personellen Zusammensetzung. Die SP bleibt mit 5 der 13 Sitze die stärkste Partei. Peter Küng, der jetzige Gemeinderatspräsident, ist nicht mehr angetreten. Auf die ersten zwei Listenplätze hat die SP zwei neue Kandidatinnen gesetzt, nur eine wurde gewählt: Maya Kägi Götz. Die andere wurde von den vier Bisherigen überholt. Bei den Grünen ist Karin Rykart, die erfolgreich für den Stadtrat kandidierte, nicht mehr im Kreis 4 und 5 angetreten, sondern im Kreis 7 und 8. Den zweiten Platz hinter Markus Knauss hat Brigitte Fürer verteidigt. AL und GLP halten weiterhin zwei Sitze, FDP und SVP je einen.



Die Gemeinderäte für 2018–2022

Kreis 3: 15 Mitglieder

SP 6 Sitze (2014: 5 Sitze): Barbara Wiesmann, Vera Ziswiler, Mark Richli, Duri Beer, Niyazi Erdem, Matyas Sagi-Kiss (neu). AL 2 (1): Walter Angst, Natalie Eberle (neu). Grüne 2 (2): Muammer Kurtulmus, Markus Kunz. GLP 2 (2): Isabel Garcia, Pirmin Meyer. FDP 2 (2): Raphaël Tschanz, Raphael Kobler. SVP 1 (2): Elisabeth Liebi. CVP: 0 (1).
Abgewählt: Derek Richter SVP; Markus Hungerbühler, CVP.

Kreis 4 und 5: 13 Mitglieder

SP 5 Sitze (2014: 5 Sitze): Simon Diggelmann, Maya Kägi Götz (neu), Urs Helfenstein, Marcel Tobler, Patrick (Hadi) Huber. AL 2 (2): Ezgi Akyol, David Garcia Nuñez. Grüne 2 (2): Markus Knauss, Brigitte Fürer (neu). GLP 2 (2): Guido Hüni, Shaibal Roy. FDP 1 (1): Elisabeth Schoch. SVP 1 (1): Stefan Urech.
Abgewählt: –

Kreis 9: 16 Mitglieder

SP: 5 Sitze (2014: 5 Sitze): Christine Seidler, Davy Graf, Alan David Sangines, Mathias Manz, Pascal Lamprecht. SVP 3 (4): Roger Bartholdi, Samuel Balsiger, Rolf Müller. FDP 3 (2): Albert Leiser, Marcel Müller, Përparim Avdili (neu). Grüne 2 (2): Katharina Prelicz-Huber, Eva Hirsiger. GLP 1 (1): Markus Baumann. AL 1 (1): Christina Schiller. EVP/BDP 1 (0): Claudia Rabelbauer (neu). CVP 0 (1).
Abgewählt: Thomas Osbahr, SVP; Mario Mariani, CVP.



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