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07.03.2018
Zürich West

Zurück im Stammhaus für ein breites Publikum


Die Installation «A Composition for Cords» des Westschweizer Designbüros «atelier oï». Foto: zvg.

Nach drei Jahren Hämmern, Sägen, Bohren, Schrauben und Pinseln ist ein wichtiger Teil des Museums für Gestaltung vom Toni-Areal an die Ausstellungsstrasse 60 zurückgekehrt. 

Elke Baumann

In den 1930er-Jahren setzen die Architekten Steger & Egender mit dem Gebäude des Museums für Gestaltung ein markantes Beispiel für «Neues Bauen in der Schweiz». Beide waren gefragte Architektur ihrer Zeit: Steger erbaute das Casino Zürichhorn, Egender den Globus hinter dem Hauptbahnhof.
Es wurde höchste Zeit, das seit 1994 denkmalgeschützte Gebäude an der Ausstellungsstrasse dem heutigen Museumsstandard anzupassen. In enger Absprache mit der Denkmalpflege haben Ruggero Tropeano Architekten die notwendigen Sanierungs- und Umbauarbeiten abgeschlossen. Während dieser Zeit wurde der Museumsbetrieb reduziert im Campus Toni-Areal weitergeführt.

Fünf Shows auf einen Streich

Das Museum für Gestaltung gehört neben dem Landesmuseum, dem Kunsthaus und dem Museum Rietberg zu den führenden Häusern Zürichs. Seit Anfang März präsentiert sich jetzt das renovierte und restaurierte Stammhaus im neuen Glanz. Eine doppelgeschossige, lichtdurchflutete Halle und zusätzliche Räume stehen den Kuratoren und Szenografen für Ausstellungen mit Highlights aus einer der bedeutendsten Museumssammlungen wieder zur Verfügung.

Zur Eröffnung des neuen Hauses taucht das Westschweizer Designbüro «atelier oï» mit der Installation «Oïphorie» die Eingangshalle in helles Licht. Mit Farben und sich bewegenden Objekten schafft das Desi-gnertrio vom Bielersee eine sinnliche Atmosphäre. Das Studio entwirft von der Kaffeetasse bis zum Fabrikgebäude alles, was vom Kunden gewünscht wird – immer geprägt durch das Interesse am Zusammenhang von Werkstoff, Handarbeit und Form.

Mit Blick auf den Park lädt im 1.  Obergeschoss «Die Swiss Design Lounge» zum Testen von Schweizer Möbelklassikern ein. 80 «Plakatgeschichten» geben Einblicke in den grossen Fundus des Museums, «Collection Highlights» im Untergeschoss zeigt mit rund 2000 Exponaten schöne, nützliche und kuriose Alltagsdinge, und in «Ideales Wohnen» werden Wohnräume des 20.  Jahrhunderts miteinander verglichen. Nach so viel Attraktion muss man eine Pause einlegen! Darum sollte man an der Cafeteria in der Eingangshalle nicht achtlos vorbeigehen.

Gegenwart und Zukunft

Gleich an zwei Standorten können nun Besucherinnen und Besucher das Museum für Gestaltung besuchen. Im Schaudepot im Toni-Areal soll in Zukunft mehr riskiert werden, im Stammhaus hingegen werden Design und Visuelle Kommunikation die Schwerpunkte der Programme sein. Um diesen Angeboten gerecht werden zu können, wurde das Museum Bellerive am Zürichsee an die Stadt Zürich zurückgegeben. Zukünftige Ausstellungen im Stammhaus werden ein breiteres, internationales Publikum anziehen, das vor allem Schweizer Design-Ikonen sehen will.

Zürichs Glanzstück

Ab 2019 wird das Museum für Gestaltung die Verantwortung für den Pavillon Le Corbusier übernehmen. Der 1967 eröffnete Bau ist der letzte umgesetzte Entwurf von Le Corbusier und sein einziges realisiertes Gebäude in der deutschsprachigen Schweiz. Das farbenfrohe, filigran wirkende Haus soll zukünftig nicht nur Architekturfans begeistern, sondern auch eine Touristenattraktion werden, ein Ort für Ausstellungen und Veranstaltungen der städtischen Kulturförderung im Bereich der bildenden Kunst.



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