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14.03.2018
Zürich West

Eingerahmt, was gefällt, abgesperrt, was stört


Die Schülerinnen und Schüler präsentieren in der Siedlung Sonnengarten stolz ihre Werke für die Fotoausstellung «Frame-it». Foto: Patrizia Jaeggi

OJA Kreis 9 & Hard startete mit der 6. Klasse aus dem Schulhaus Triemli C das Projekt «Frame-it». Die Schüler und Schülerinnen rahmten alles ein, was ihnen am Stadtteil Triemli gefällt und sperrten ab, was stört.

Patrizia Jaeggi

Die Resultate wurden vergangenen Freitag bei einer Fotoausstellung den Eltern, Quartieranwohnern und Interessierten präsentiert. Schüler und Schülerinnen aus der 6. Klasse hatten den Auftrag, alle Dinge zu fotografieren, die ihnen gefallen und im Quartier bleiben sollen. Diese kamen in einem silbernen Bilderrahmen zur Geltung. Als Gegenstück sollten sie alle Dinge, die sie im Stadtteil als störend empfinden, mit Absperrband absperren und ebenfalls ablichten.

Kurztexte zu den Fotos

Das Projekt «Frame-it» wurde unter der Leitung der Offenen Jugendarbeit (OJA) Zürich Kreis 9 & Hard in Zusammenarbeit mit den Lehrern durchgeführt. Die leitende Idee des Projekts war, das Quartier Triemli in den Augen der Jugendlichen zu sehen und diesen eine eigene Stimme zu geben. Ziel war, zu spüren, was die Jugendlichen an ihrem Heimquartier zu schätzen wissen und was aus ihrem Blickwinkel ästhetisch fehlt. Zudem schrieben die Schüler zu jedem ihrer Bilder einige Worte auf, um dem Ganzen einen Sinn zu geben und für die Betrachter verständlich zu machen.
Viele Fotografien bildeten ein Objekt der Natur ab. Dies freute speziell die Baugenossenschaft Sonnengarten, bei der die Ausstellung stattfand. Die Schüler rahmten beispielsweise einen alten Baum, Blumenbeete und Blumen ein. Blumen seien nicht immer zu sehen, so der Kommentar der Schüler. Ein weiteres Sujet im Fotorahmen, der übrigens von den Schülern selber angefertigt wurde, war ein kleiner Bach. «Er ist sehr süss, und wir können im Sommer baden gehen, deshalb haben wir ihn eingerahmt und fotografiert», so die Schülerin. Deutlich zu sehen war auch das Verlangen nach Ordnung und Lebensfreude im Quartier. Plätze, welche den Jugendlichen die Möglichkeit geben, sich zu bewegen und aktiv zu sein, sollen auf alle Fälle bleiben. So rahmten sie die Spielplätze und Tischtennistische ein. Jedoch können sie sich nicht ausnahmslos freuen, denn das Fussballtor verfügt über kein Netz. Der Wunsch nach einer Verbesserung war auf der Fotografie klar ersichtlich. Weiter stören sich die Schüler an demolierten Abfalleimern, Wänden, die von Graffitis verunstaltet wurden, oder Löchern im Boden, die eine Gefahr für Fussgänger darstellen könnten.

Sogar in der Freizeit engagiert

Der Stellenleiter der OJA Kreis 9 & Hard, Lars Koch, war mit dem Ergebnis mehr als zufrieden. «Speziell die Kommentare zu den Bildern waren erfreulich. Sie wurden von den Schülern selbstständig geschrieben und enthalten tolle Gedankenflüsse der Jugendlichen. Das Projekt ist auf jeden Fall ein voller Erfolg und könnte bei Gelegenheit sicher wiederholt werden», meint Koch. «Wir sind aktiver engagiert in anderen Quartieren, gerade deshalb war dieses Projekt eine grosse Bereicherung für die Zusammenarbeit mit den Jugendlichen aus dem Triemli», so Koch weiter. Speziell der Leiter des Ortsmuseums Albisrieden und ehemalige Lehrer, Hans Amstad, freute sich, dass der nostalgische Üetliberg-Bahnhof und ein altes «zürihaftes» Tram eingerahmt wurden. Die Freude und Kreativität der Jugendlichen, welche sogar in ihrer Freizeit mit voller Motivation hinter dem Projekt standen, waren in jeder Fotografie zu sehen. 



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