Züriberg Zürich 2 Zürich Nord Zürich West Zürich West mit Quartierecho Küsnachter Küsnachter Amtlich
21.03.2018 Von: Pia Meier

Zürich Nord

Der Verkehr beschäftigt die Anwohner


Das Areal Thurgauerstrasse soll ein lebendiger Stadtteil werden. Visual.: zvg.

Das Projekt Thurgauerstrasse bewegt die Anwohner nach wie vor. Allerdings standen bei der Quartierinformation im Schulhaus Leutschenbach Verkehr und Parkplätze im Vordergrund und nicht die Wohnbauten.

87 Einwendungen, 68 Standardeinwendungen, 1 Sammeleinwendung sowie 18 Einzeleinwendungen, also insgesamt 210 Anträge waren gegen die beiden Gestaltungspläne Thurgauerstrasse in Seebach eingereicht worden. Einige wurden von der Stadt berücksichtigt, andere nicht. Die beiden Stadträte André Odermatt und Daniel Leupi sowie Vilmar Krähenbühl, Stadtingenieur, und Paul Bauer, stellvertretender Direktor Grün Stadt Zürich, stellten die überarbeiteten Gestaltungspläne im Schulhaus Leutschenbach der Quartierbevölkerung vor.
«An der Thurgauerstrasse soll bis 2025 ein lebendiger und gut durchmischter Quartierteil entstehen», hielt Odermatt fest. Dazu gehören 700 gemeinnützige Wohnungen für 1800 Menschen, Gewerbeflächen, Alterszentrum und Alterswohnungen, Schulhaus sowie Quartierpark. Konkret ist bereits das Schulhaus. Das Siegerprojekt beim Architekturwettbewerb wurde erkoren. «Das ist der richtige Zeitpunkt», betonte Odermatt, denn die Hälfte der Kinder, die dieses Schulhaus besuchen werden, kommen von umliegenden Siedlungen wie Leutschenbach Kopf, Leutschenbach Mitte und Metropolitans. Da Einwendungen die Lage des Schulhauses betrafen, wurde diese nochmals überprüft. Alle Experten seien zum Schluss gekommen, dass der vorgesehene Ort der richtige sei, so Odermatt.
Weiter betonte Odermatt, dass die Lärmgrenzwerte für die neuen Bewohner eingehalten werden. Die Thurgauerstrasse soll Tempo 50 werden. Zudem wird der neue Quartierteil über die Thurgauerstrasse erschlossen.

Ein Stockwerk weniger hoch bauen
Entgegengekommen ist man den Einwendern mit der Gebäudehöhe. Neu sind entlang der Grubenackerstrasse nur noch 3 bis 5 Geschosse möglich. Zudem gibt es Regeln zur Gestaltung des Übergangs von den Neubauten zu den Einfamilienhäusern. Es sind Höhendifferenzierungen vorgesehen, sodass nicht eine Wand entsteht. Weiter wurde die bauliche Dichte reduziert auf 267 Prozent, das heisst, es gibt 2500 Quadratmeter Geschossfläche weniger.

Leupi verwies auf die wichtige öffentliche Funktion von Schulhaus und Alterszentrum beziehungsweise Alterswohnungen. Einen Teil des Areals werde die Stadt selber überbauen, den Rest gebe sie im Baurecht an Genossenschaften und Stiftungen ab. Ein Drittel der Wohnungen soll subventioniert sein. Leupi äusserte den Wunsch, dass neue innovative Wohnformen entstehen. Ab 2019 soll der Architekturwettbewerb laufen. Nicht nur die Wohnungen, sondern auch die Gewerberäume sollen günstig sein. Weiter wird das «Smart City»-Konzept angestrebt. «Wir nehmen solche Ideen aus dem Quartier ernst», betonte Leupi.
Nicht eingegangen wurde auf Einwendungen betreffend die Hochhäuser. Odermatt betonte, dass Schattenwurf kein Thema sei. Leupi hielt fest, dass gemeinnütziger Wohnungsbau in Hochhäusern möglich sei, aber eine Herausforderung. Er verwies aufs Projekt Letzibach D. Diese Aussage sorgte allerdings für kontroverse Diskussionen. Auch ein Anwesender von den Zürcher Wohnbaugenossenschaften war anderer Meinung.

Schützenhaus erhalten
Grosse Freude bei Quartiervertretern bereitete die Aussage von Odermatt, dass das Schützenhaus erhalten werden könne. Die zukünftige Nutzung dieses Gebäudes ist allerdings offen. Weiter sollen die beiden Liegenschaften an der Grubenackerstrasse 78 bis 84 erhalten werden können.

Parkplätze aufheben
Krähenbühl wies darauf hin, dass der Parkplatz Eisfeld mit seinen 240 Parkplätzen aufgehoben werden soll, da in der Zwischenzeit das Messeparkhaus mit 2000 Parkplätzen erstellt wurde. Dies führte zu Protesten unter den Anwesenden, weshalb die Stadt dies noch einmal anschauen will, so Krähenbühl. Die Opponenten befürchteten, dass vermehrt Autofahrer in der Grubenackerstrasse parkieren. Dort sind 76 Blaue-Zonen-Parkplätze vorgesehen. Die Grubenackerstrasse soll eine Begegnungszone werden.

Ein weiterer Punkt waren die Querungen der Thurgauerstrasse. Heute sind diese ungeregelt. Neu sollen Querungen mit Lichtsignal ausgerüstet werden. Eine Passerelle zum Schulhaus wird geprüft, eventuell mit Treppe und Lift. Kindergartenkinder sollen die Thurgauerstrasse nicht überqueren müssen.
Die Verbindung nach Seebach soll an den neuen Park angebunden werden. Der Wettbewerb für den Park wurde gestartet. Im Oktober soll eine Ausstellung mit den Beiträgen stattfinden. Vorgesehen ist auch ein Rasenspielfeld für Schule und Quartier. Schule und Park sollen 2024 fertig erstellt sein. Die Familiengärten bleiben bis Ende 2020 bestehen.

Das Quartier wird in den Wettbewerb mit einbezogen. Zudem finden Gespräche mit der IG Grubenacker statt zwecks möglicher Weiterentwicklung ihres Gebiets. Ab 26. März werden Sondierbohrungen durchgeführt. Infotafeln werden aufgestellt.



Anzeigen

Galerien

Aktuelle Ausgaben

Züriberg vom 11. Oktober 2018
Zürich 2 vom 11. Oktober 2018
Zürich Nord vom 11. Oktober 2018
Zürich West vom 11. Oktober 2018
Küsnachter vom 11. Oktober 2018
Küsnachter Amtlich vom 11. Oktober 2018

Sonderzeitungen

Ausstellungsführer Neuer Norden 2018
Neuer Norden 2018
Abenteuer Stadt Natur 2018
Tonhalle
Literaturforum booXkey
Partnerpublikation der Lokalinfo AG
Stadt-Anzeiger Glattfelder Kilchberger Klotener Anzeiger