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28.03.2018 Von: Pia Meier

Zürich Nord

Erschliessung und Parkplätze erhitzen die Gemüter in Seebach


Unten die Siedlung, oben das Alterszentrum. Plan: zvg.

Die Stadt informierte die Anwohner über Alterszentrum und Wohnsiedlung Eichrain in Seebach. Für Diskussionen sorgten die Erschliessung über die Eichrainstrasse und die Aufhebung von drei Parkplätzen.

«Wir sind bereits zum dritten Mal hier im ‹Landhus›», hielt Ursula Müller vom städtischen Amt für Hochbauten einleitend fest. Trotzdem war die Anzahl Anwesender beachtlich. Die Vertreter der Stadt informierten über das Alterszentrum mit 122 Plätzen und die Siedlung mit 130 Wohnungen.

Nachfrage ausgewiesen
Zuerst stellte Rosann Waldvogel, Direktorin Alterszentren Stadt Zürich, das geplante Alterszentrum vor. Sie hielt fest, dass es in der Stadt Zürich 24 Alterszentren mit 1990 Plätze gibt. Pro Monat würden sich 30 bis 40 Personen neu anmelden. Das Durchschnittsalter in den Alterszentren beträgt 84,6 Jahre, die Aufenthaltsdauer 4,5 Jahre. Die Auslastung beträgt 97 Prozent. «Die Nachfrage in Zürich Nord nach einem neuen Alterszentrum ist ausgewiesen», betonte Waldvogel. Deshalb soll im Eichrain ein Alterszentrum entstehen. «Dieses soll die Situation in der Stadt Zürich aber vor allem in Seebach verbessern», betonte Waldvogel. Insgesamt sind im Eichrain 122 Plätze , 1 und 2 Zimmer, geplant. Zudem sind verschiedene Dienstleistungen vorgesehen. Die 1-Zimmer-Apartements sind 24 Quadratmeter gross. Sie bieten die Möglichkeit, etwas zu kochen und zu duschen. Im Erdgeschoss soll ein öffentlicher Bereich, auch fürs Quartier, entstehen. Zudem sind Gemeinschaftsräume vorgesehen. Die Erstellungskosten betragen 55.1 Millionen.

Ein Drittel subventioniert
Direkt nebenan ist die neue Wohnsiedlung geplant. Diese soll unter anderem einen Beitrag leisten, den Anteil der gemeinnützigen Wohnung von heute ungefähr 27 Prozent auf 33 Prozent zu erhöhen, wie Claudio Durisch von der Liegenschaftenverwaltung betonte. Wichtig sei bei diesen Wohnungen die Kostenmiete. Im Eichrain sind 130 Wohnungen geplant und 330 Quadratmeter Gewerbefläche. Erwartet würden ungefähr 400 Personen davon 180 Kinder. Es sind vor allem 3½- (38) und 4½-Zimmer-Wohnungen (57) aber auch 2½- und 5½-Zimmer-Wohnungen geplant. Zudem gibt es eine Grosswohnung und Zusatzzimmer. Eine 4½-Zimmer-Wohnung ist 97 Quadratmeter gross und kostet ungefähr 1560 Franken netto pro Monat.

Ein Drittel der Wohnungen ist subventioniert. Es gibt Belegungsvorschriften. Auch ist die Siedlung ökologisch nachhaltig.

In der Tiefgarage sind 107 Parkplätze vorgesehen. Auch geplant sind 370 Veloparkplätze. Zudem gibt es Besucherparkplätze. Zwischen Alterszentrum und Siedlung ist ein Grünzug mit Wegnetz vorgesehen.

Die Erschliessung erfolgt über die Eichrainstrasse. Diese soll im hinteren Teil verbreitert werden. Das hat zur Folge, dass drei Parkplätze wegfallen. Dies sorgte bei der Diskussion für laute Voten. Parkplätze seien bereits ein Problem im Gebiet. Zudem sei die Eichrainstrasse nicht geeignet für die Erschliessung. Ein Anwesender forderte alle auf, den Objektkredit fürs Projekt abzulehnen. Auch dass Familiengärten wegfallen, wurde kritisiert. Grün Stadt Zürich wies darauf hin, dass später Ersatz im «Froloch» geschaffen wird. Der Schulraum soll genügen, so Durisch.

Im Mai erfolgt die Baueingabe fürs Neubauprojekt. Im Februar 2019 ist die Abstimmung vorgesehen. Von November 2019 bis April 2023 soll gebaut werden.



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