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28.03.2018 Von: Hans Lenzi

Zürich 2

Kran lieferte den neuen Adliswiler Baum


Ein fliegender Baum in Adliswil: Die Blutbuche wird an den neuen Standort im Freibad gebracht. Foto: Hans Lenzi

Vor wenigen Tagen schaffte die Stadt Adliswil Ersatz für den vom Sturm Burglind umgedrückten Nussbaum im Freibad. Die Blutbuche soll wie ihr Vorgänger Schatten spenden.

Unter den Augen dreier Lokalzeitungen und interessiertem Publikum stand der Laubbaum nach einer guten Stunde am Bestimmungsort: Kürzlich schaffte die Stadt Adliswil Ersatz für den vom Sturm Burglind umgedrückten Nussbaum im Freibad. Die neue Blutbuche soll die Schattenspende-Funktion übernehmen.

Beliebter Nussbaum
Marco Schmuki, stellvertretender Betriebsleiter bei den Park-, Sport- und Grünanlagen und gelernter Forstwart bestätigt, dass der Nussbaum keine Alterungsschäden aufgewiesen habe: «Wir waren erstaunt über den Verlust. Die Sturmkräfte sind wirklich grosser Natur gewesen, es hat auch weitere, allerdings kleinere Bäume auf dem Freigelände des Schwimmbades umgelegt.» Der Baum habe seit 1974 an seinem Ort gestanden und sich grosser Beliebtheit bei den Gästen erfreut. «Für die Blutbuche aus Langenthal – 8,5 Meter hoch, gute drei Tonnen schwer und bereits 20-jährig – haben wir während eines halben Tages ein schönes Pflanzbett von einem halben Meter Tiefe vorbereitet», führt Schmuki aus. Der Wurzelballen werde rund 25 Zentimeter über das Bodenniveau herausragen. Das sei gewollt, denn mit der Zeit senke sich alles ab. In den nächsten Jahren werde er zudem über drei gespannte Drahtseile stabilisiert. Schmuki: «Das ist nötig, denn es dauert lange Zeit, bis der Neuankömmling solide verwurzelt ist. Solche Bäume können gut und gerne 300 Jahre alt werden.» Auf einen weiteren Nussbaum habe man bewusst verzichtet, da diese die Umgebung mehr «verschmutzen» und die Früchte gerne als Wurfgeschosse verwendet
würden.

Hoch – quer – runter
Nun war es Zeit, den mobilen Hochkran in Aktion zu bringen. Mühelos hob er den Ersatzbaum über den Garderobentrakt und bugsierte ihn unter den wachsamen Augen von Obergärtner Manuel Bosshard an seinen Platz. Das Astwerk, einem Aufrichtebaum ähnlich, wurden im Übrigen von schmucken Bändern zusammengehalten. Bosshard: «Wir freuen uns über das neue Gewächs und werden ihn hegen und pflegen. Insbesondere während des Sommers verlangt er regelmässige Wässerung.»

Laut Marcel Kappeler, Abteilungsleiter der Adliswiler Sportanlagen, kostet der pflanzliche Zuwachs 9000 Franken, dazu kommen die Ausgaben für den Kran in Stundenabrechnung. Eine eigentliche Baum- Garantie gebe es nicht, aber üblicherweise würden solche Neubepflanzungen gut anwachsen. Er gibt zudem bekannt, dass die gesamte Anlage in den nächsten Jahren einer Totalsanierung unterzogen werde, das Geschäft werde bald im Gemeinderat anhängig.
Wünschen wir der Blutbuche also gute Entwicklung, auf dass sie bald die grössern und kleineren Badegäste mit ihrem Blattwerk vor Sonneneinstrahlung wird schützen können.



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