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28.03.2018 Von: Karin Steiner

Zürich Nord, Zürich West, Zürich 2

«Kriminelle Energie» in der Labor Bar


Der Wipkinger Krimipreis-Gewinner Wolfgang Wettstein. Foto: kst.

Überraschungsgast Stadtrat Richard Wolff übergab in der voll besetzten Labor Bar in Zürich West den 10. Zürcher Krimipreis an Wolfgang Wettstein. Dieser setzte sich gegen seine Mitkonkurrenten Marcus Richmann und Sunil Mann durch.

«Es gibt schreckliche Morde und solche, die noch viel schlimmer sind», sagte TV-Kulturredaktor Bernhard Senn, der seit vielen Jahren die Verleihung des Zürcher Krimipreises moderiert, in seiner Einleitung. Damit spielte er nicht zuletzt auf Wolfgang Wettsteins «Feuertod am Sechseläuten» an, in dem die angekohlte Leiche eines Zootierarztes erst der Anfang des Grauens ist. Die Jury überzeugte die spannende Geschichte, in der wie schon in Wettsteins Erstling «Mörderzeichen» (der übrigens auch schon für den Zürcher Krimipreis nominiert war) der liebenswürdige, aber etwas schrullige Rechtsmediziner Sokrates eine Hauptrolle spielt. «Feuertod am Sechseläuten» überzeuge durch seine Figuren, die akribisch recherchierte Polizeiarbeit und das Lokalkolorit von Zürich, das so wiedergegeben sei, dass man die Ecken und Strassen direkt vor sich sehe – so begründete die neuköpfige Jury die Wahl.

Stimmungsvoller Krimi-Event
Die Verleihung des Zürcher Krimipreises zieht jedes Jahr ein grosses Publikum an, und die kleine, stimmungsvolle Labor Bar ist jeweils bis auf den letzten Platz gefüllt. Vier schwarz gekleidete Musiker mit dunklen Sonnenbrillen brachten das Publikum mit berühmten Krimi-Klassikern in die richtige Stimmung, bevor die Nominierten Wolfgang Wettstein und Marcus Richmann Ausschnitte aus ihren Krimis lasen. Sunil Mann war verhindert und wurde von seinem Freund Res Perrot, ebenfalls ein bekannter Krimi-Autor, der schon unter den Nominierten war, vertreten.

Jubiläumskrimi erschienen
Die Spannung stieg, als Richard Wolff, Wipkinger, Stadtrat und Vorsteher des Polizeidepartements der Stadt Zürich, als Überraschungsgast auf die Bühne stieg, das Couvert öffnete und den Gewinner bekannt gab. Wolfgang Wettstein, auch er ein Wipkinger, zeigte sich hoch erfreut über den Gewinn von 3000 Franken und las eine weitere Passage aus seinem Buch vor, in der es nicht um Mord, sondern um die ethische Frage ging, wann man die Maschinen abschalten soll, die einen geliebten Menschen am Leben erhalten.

Der Zürcher Krimipreis wurde vor zehn Jahren vom Quartierverein und Gemeinschaftszentrum Wipkingen ins Leben gerufen. Zum 10. Geburtstag ist der Krimi «Mord: preisgekrönt» erschienen, ein Fortsetzungskrimi, den die ehemaligen Preisträger Res Perrot, Severin Schwendener, Sunil Mann und Raphael Zehnder nacheinander weiterentwickelt haben. Er ist unter info@ krimipreis.ch oder im Buchhandel erhältlich.

Für den diesjährigen Krimipreis hat die Jury 17 eingereichte Bücher gelesen. «Wir halten häufig Sitzungen ab, in denen wir den Spreu vom Weizen trennen», sagt Beni Weder, Präsident des Quartiervereins Wipkingen und Jurymitglied. «Wenn die drei Finalisten feststehen, schreiben wir unsere Favoriten auf einen Zettel. Wer die meisten Stimmen hat, gewinnt.»



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