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28.03.2018 Von: Pascal Wiederkehr

Zürich 2

Manegg: Zusätzlich drei Areale werden überbaut


Der Baustart für das Projekt auf dem Gebiet Obere Allmend Manegg ist für Anfang 2020 geplant. Es soll 274 Wohnungen geben. Visualisierung: zvg.

Es wächst ein Quartier an der Grenze von Leimbach und Wollishofen und es heisst nicht Greencity. Über 700 Wohnungen sollen bis 2024 im westlichen Teil der Manegg entstehen.

Geht es um die Wollishofer Manegg, ist meistens von Greencity die Rede. Doch auf der anderen Seite der Allmendstrasse, direkt an der Sihl, entstehen weitere Grossprojekte mit vielen Wohnungen. Im Gegensatz zum «Leuchtturmprojekt der 2000-Watt-Gesellschaft» tragen sie aber weniger klingende Namen. Insgesamt sind es drei Areale, die als Manegg West, Manegg Mitte und Obere Allmend Manegg bezeichnet werden. Die Swiss Life legte erst kürzlich auf dem Gebiet Manegg West – auch Avaloq-Areal genannt – den Grundstein für die Neubauten («Zürich 2» berichtete). Die Überbauung auf dem Avaloq-Areal umfasst drei neue Wohnhäuser mit insgesamt 200 Wohnungen sowie zwei Gewerbeliegenschaften mit gut 23 000 Quadratmetern Bürofläche. Hauptmieter wird der Bankensoftware-Hersteller Avaloq sein. Ebenfalls geplant ist zudem ein städtischer Kindergarten. Die Fertigstellung des gesamten Projekts ist für 2024 vorgesehen.

Druckerei bleibt vorerst
Direkt angrenzend befindet sich das Areal Manegg Mitte. Es liegt zwischen Spindel- und der neu geplanten Haspelstrasse. Dort will die Baugenossenschaft des eidgenössischen Personals (BEP) gemeinsam mit der Steiner AG 250 Wohnungen erstellen. «Insgesamt sind drei Neubauten geplant: ein Neubau mit ca. 100 Genossenschaftswohnungen und Gewerbeflächen im Erdgeschoss an der Allmendstrasse für die BEP und zwei Neubauten mit jeweils ca. 75 Stockwerkeigentumswohnungen», gibt Andreas Gurtner von der Steiner AG Auskunft. Das bestehende Hauptgebäude, in der die Druckerei GDZ AG eingemietet ist, könnte zwar gemäss Gestaltungsplan aufgestockt oder gar abgerissen werden, soll aber vorerst weiter als Gewerbebau betrieben werden. Der bestehende Bau verfügt über etwa 3500 Quadratmeter Gewerbefläche, im Neubau an der Allmendstrasse sollen es rund 300 Quadratmeter sein. «Wir erwarten die Baubewilligung im Sommer 2018, mit Baubeginn wird im Frühling 2019 gerechnet», so Gurtner.

Als Letztes dürfte die Bauerei auf dem Areal Obere Allmend beginnen, also jenem Gebiet, das am nächsten zur Allmend Brunau liegt. Auch dort entsteht eine Wohnsiedlung. Insgesamt sind vier Neubauten geplant – zwei von der gemeinnützigen Wohnbaugesellschaft Logis Suisse und zwei vom Immobilienunternehmen Mobimo. Letztere kennt man zum Beispiel vom Mobimo Tower direkt neben dem Prime Tower beim Bahnhof Hardbrücke. Total sind es aktuell 274 Wohnungen, davon 111 für die Logis Suisse AG und 163 für die Mobimo. «Der Anteil gemeinnütziger Wohnungen wird gemäss jetzigem Projektstand rund 45 Prozent der Gesamtnutzfläche betragen. Gut 55 Prozent stehen für die Erstellung von Mietwohnungen für den freien Mietwohnungsmarkt zur Verfügung», erklärt Mobimo-Sprecherin Marion Schihin. Das Immobilienunternehmen werde bezahlbare Wohnungen realisieren. Der Gestaltungsplan Obere Allmend Manegg soll laut Schihin im Sommer 2019 rechtskräftig werden. «Die Baueingabe unsererseits ist dann für den Spätsommer 2019 geplant.» Der Baustart wäre voraussichtlich Anfang 2020 und der Erstbezug zwei Jahre später im Frühjahr 2022.

Schule kommt ganz am Schluss

Wichtig ist das Areal insbesondere, weil hier der Haspelsteg entsteht, der die Westseite der Manegg mit Greencity und insbesondere dem Schulhaus Allmend verbinden wird. «Es finden diesbezüglich bereits seit Herbst 2017 Koordinationssitzungen mit dem Tiefbauamt Zürich statt», erklärt Schihin von Mobimo. Das Siegerteam des Projekts Passerelle sowie Schulhaus Allmend koordiniere die Planung mit dem Architekten der Siedlung auf dem Areal Obere Allmend. Die künftige Passerelle soll mit der Ecke des Gebäudes an der Allmendstrasse und Haspelstrasse zusammengeführt beziehungsweise verschmolzen werden.

Das Schulhaus ist dringend nötig, da in die vielen Wohnungen Kinder und Familien einziehen sollen. Kritiker hatten in der Vergangenheit moniert, dass die Stadt mit der Planung zu lange zugewartet habe. Bis das neue Schulhaus Allmend fertiggestellt ist, müssen die Schüler aus der Manegg mehrheitlich in Leimbach zur Schule gehen. Gemäss letztem Stand wird es erst 2023 bereitstehen – also nach Vollendung der meisten anderen Bauprojekte in der Manegg.



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