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04.04.2018 Von: Pascal Wiederkehr

Zürich 2, Zürich West

Schulkreis-Präsi wünscht weniger Regulierung


«Die Ressourcen sind ausreichend da. Für mich keine Frage», betonte der Präsident des Schulkreises Uto. Nur deren Einsatz sei bedauerlicherweise ausserordentlich stark reguliert und reglementiert. Foto: pw.

Das Jahrestreffen hat schon fast Tradition: Roberto Rodriguez, Präsident des Schulkreises Uto, blickte kürzlich auf seine knapp siebeneinhalb Jahre im Amt zurück. Ein Problem sei, dass es für alles zusätzliche Ausbildungen brauche.

Einer seiner ersten Entscheide sei gewesen, das Weihnachtsessen der Kreisschulpflege nicht im Dezember durchzuführen, sagte Roberto Rodriguez. «Kein guter Plan», ergänzte er schmunzelnd am Jahrestreffen «Politik, Quartier und Volksschule» in der Schule Entlisberg. Der Präsident des Schulkreises Uto, zu dem der Kreis 2 sowie Teile von Wiedikon gehören, hatte sein Amt vor knapp siebeneinhalb Monaten angetreten. «Schnell musste ich den Überblick gewinnen. Es gab unzählige kleinere und grössere Herausforderungen und ein Team, welches nach vielen Jahren einen neuen Chef erhielt», erzählte Rodriguez und fand wie von ihm gewohnt immer wieder klare Worte.

Ein Thema waren die Ressourcen: Im Jahr 2010 habe das durchschnittliche Verhältnis von Lehrpersonen pro Klasse bei 1,57 gelegen. Also im Schnitt mehr als eineinhalb Lehrerinnen und Lehrer pro Klasse, führte Rodriguez aus. Und heute kämen noch Förderassistenzen hinzu. «Die Ressourcen sind ausreichend da. Für mich keine Frage», betonte der Präsident des Schulkreises Uto. Nur deren Einsatz sei bedauerlicherweise ausserordentlich stark reguliert und reglementiert. Für alles brauche es zusätzliche Ausbildungen und für die Lektionen der integrativen Förderung gar ein Masterstudium in Heilpädagogik. Rodriguez: «Und wenn eine Lehrperson dieses teure Studium machen will, dürfen wir unsere angehende Heilpädagogin nicht einmal verpflichten, zu bleiben.» Weniger Spezialisierung würde gemäss Rodriguez mehr Unterstützung für die Kinder bedeuten. Die Frage sei, ob das Volksschulamt sich in dieser Frage bewegen werde. «Bis jetzt habe ich nicht einmal ein Zucken entdeckt», so Rodriguez. Es gebe allerdings einen Vorstoss im Kantonsrat, der eine heilpädagogische Ausbildung ohne Masterabschluss vorsehe.

Zusammenarbeit mit Gewerbe
Rodriguez zählte Entwicklungen im Schulkreis Uto auf: So habe das Wollishofer Schulhaus im Lee beispielsweise eine Klasse von Kindern mit Gehörbehinderung. «Im Gegenzug lernen unsere Schülerinnen und Schüler die Gebärdensprache», sagte Rodriguez. Diese Zusammenarbeit werde schon länger in der Sekundarschule Hans Asper gepflegt. Im Kreis 3 würden die beiden Sekundarschulen Döltschi und Rebhügel zudem bei der Berufsbildung eng mit dem lokalen Gewerbeverein zusammenarbeiten. Der Verein Gewerbe Zürich 3 ermöglicht Schülerinnen und Schülern den Einblick in verschiedene Berufe. Dies würde sich Rodriguez auch im Kreis 2 wünschen, wie er anfügte.
Übrigens: Am 10. Juni finden die Erneuerungswahlen für die Kreisschulbehörden statt. Der parteilose Ronald Stocker fordert Schulkreispräsident Robert Rodriguez (SP) heraus.



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