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05.04.2018 Von: Annina Just

Küsnachter, Küsnachter Amtlich

Die Bevölkerung kann sich zur KEK äussern


Wenn Küsnachter weiterhin ihre Runden auf dem Eis drehen wollen, braucht es eine Sanierung der Kunsteisbahn. Foto: Archiv Küsnachter

Für die Sanierung der Kunsteisbahn KEK beantragt der Gemeinderat einen Projektierungskredit über 650 000 Franken. Bereits im Juni befindet die Gemeindeversammlung darüber.

Die Küsnachter Stimmbürger sollen mitbestimmen, ob und wie die Kunsteisbahn Küsnacht – kurz KEK – saniert werden soll. Dieser Ansicht ist der Gemeinderat und bringt im Juni einen Projektierungskredit über 650 000 Franken vor die Gemeindeversammlung.
Die Kunsteisbahn wurde 1962 erstellt und 1991 erneuert. «In den nächsten Jahren sind umfassende Sanierungsarbeiten erforderlich, um weiterhin einen sicheren, energetisch verbesserten und den gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Betrieb zu gewährleisten», schreibt der Gemeinderat im Sitzungsbericht vom 21. März. Der nun beantragte Projektierungskredit umfasst laut Gemeindeschreiberin Catrina Erb Pola sämtliche Leistungen und Kosten für die Ausarbeitung des Projekts bis hin zum Baubewilligungsverfahren.
Geplant sind die Erneuerung der Kältetechnik, der Haustechnik sowie verschiedene Anpassungen an Brandschutzauflagen. Ausserdem soll der behindertengerechte Zugang zu verschiedenen Anlageteilen verbessert werden. Dies alles wird voraussichtlich knapp 13 Millionen Franken kosten.
Im Dezember liess die Gemeindeschreiberin verlauten, es gebe die Möglichkeit, dem Stimmvolk einen Gesamtkredit zu unterbreiten oder aber den Projektierungskredit und einen Ausführungskredit einzeln zu beantragen. Dass man sich nun für die zweite Variante entschieden hat, erklärt Erb Pola folgendermassen: «Bei der Weiterbearbeitung des Vorprojekts durch die Steinegger Baurealisation ist man zum Schluss gekommen, dass die vorliegende Kostenzusammenstellung für eine seriöse Kostenschätzung mit einer Genauigkeit von +/– 15 Prozent für das Bauprojekt nicht genügt.» Damit den Stimmbürgern ein realistischer Baukredit präsentiert werden könne, seien weitere Planerleistungen zwingend. «Deshalb wird den Stimmbürgern vorerst der Kredit für die Projektierung des Baus vorgelegt», so Erb Pola.

Keine «gebundenen» Ausgaben
Kritik daran, dass über die Sanierung überhaupt abgestimmt wird und die geplanten Investitionen nicht als «gebundene » Ausgaben behandelt werden, kontert Erb Pola unter anderem mit dem Argument, dass durchaus ein Handlungsspielraum bestehe, weil sich die geplante Sanierung nicht auf das absolute Minimum beschränken soll. Die Anpassung der Zugänge zur KEK, die Erweiterung der Garderoben und die Umplatzierung der Lagerräume würden eine Bewilligungspflicht mit Auflagen auslösen und gegenüber einer Minimalsanierung erhebliche Mehrkosten verursachen. Ausserdem würden die früheren Beschlussfassungen zum Betrieb der KEK aus den Jahren 1975 und 1991 zeitlich so weit zurückliegen, dass dessen Verbindlichkeit für Folgeausgaben zweifelhaft werden könne. Aus diesen Gründen sei der Gemeinderat der Auffassung, dass die Ausgaben für die nun geplante Sanierung nicht gebunden sind und die Stimmberechtigten über die Kosten abzustimmen haben.



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