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11.04.2018 Von: Pascal Wiederkehr

Zürich 2

Neubühl-Quartier könnte direkte Verbindung in die City verlieren


Quartiervereinspräsident Martin Bürki verabschiedet das langjährige Vorstandsmitglied Roberta Weiss. Sie trat nach neun Jahren im Vorstand zurück. Im Hintergrund Finanzchef Martin Fischer. Foto: pw.

An der Generalversammlung des Quartiervereins Wollishofen stellte die VBZ ihre Pläne für den öV im Quartier vor. Die Buslinie 66 soll stabiler werden – aber nicht mehr an die Sihlstrasse fahren.

Ein Anwesender fasste die Stimmung zusammen: «Als schnellste Verbindung ins Stadtzentrum war sie genial.» Er verstehe zwar die Argumente, es sei aber trotzdem schade. Vor dem offiziellen Teil der Generalversammlung des Quartiervereins Wollishofen hatte Ramon Rey, Angebotsplaner bei den VBZ, das zukünftige öV-Angebot im Gebiet Wollishofen vorgestellt. Ein Punkt darunter: Die geplanten Änderungen bei der Busline 66, die per Fahrplanwechsel im Dezember 2019 vorgesehen sind. Bisher fährt die Linie 66 von Neubühl zur Sihlstrasse und verbindet damit den öV-technisch etwas abgelegenen Teil von Wollishofen mit der Innenstadt. Allerdings sei der Bus 66 ein «Sorgenkind» der VBZ, wie es Rey formulierte. Grund dafür: In den Hauptverkehrszeiten fährt er oft sehr unregelmässig, weil der Bus zwischen Waffenplatzstrasse und Sihlstrasse im Stau steckenbleibt. Die Idee ist deshalb, die Brandschenkestrasse ganz auszulassen und nicht mehr zur Sihlstrasse zu fahren. Hingegen soll der Bus auf dem Abschnitt Neubühl bis Morgental alle 7,5 Minuten verkehren sowie auf dem Abschnitt Morgental bis Waffenplatzstrasse mittags und in der Rushhour im 15-Minuten-Takt fahren.

Umsetzung noch offen
Damit würde das Neubühl-Quartier die direkteste und im Optimalfall schnellste Verbindung – ohne Umsteigen – ins Stadtzentrum verlieren. Auch für die Anwohnenden des Hürlimann-Areals wird diese Änderung einen Abbau darstellen. Aktuell können die Quartierbewohner direkt am Hürlimannplatz an der Brandschenkestrasse in den Bus 66 einsteigen. Später würde das Areal zwar durch die Linie 72 bedient, die eine neue Haltestelle zwischen Manesseplatz und Schmiede Wiedikon erhalten soll, allerdings läge diese auf der anderen Seite der Sihl.

Laut Rey sollen die Vorteile überwiegen, da die Linie 66 dadurch deutlich stabiler werde. Ausserdem könnten beispielsweise die Kantonsschulen in der Enge weiterhin umsteigefrei erreicht werden. Zusätzlich möchten die VBZ den Takt der Linie 184/185 zwischen Adliswil und Zürich verdichten – dies im Hinblick auf die wachsenden Adliswiler Quartiere Moos und Dietlimoos. Ob diese Änderung durchgeführt wird, ist noch offen. Aktuell befinde sich die Idee zur Prüfung beim ZVV, welcher im Mai 2018 über die Aufnahme ins Fahrplanverfahren 2020/21 entscheiden werde. Ein definitiver Entscheid wird erst im Sommer 2019 gefällt.
Bereits früher, auf den Fahrplanwechsel im Dezember dieses Jahres, werden die Linie 70 sowie die Linien 184/185 zum Bahnhof Wollishofen verlängert. Hinzukommen neue Frühverbindungen ab Mittelleimbach zum Bahnhof sowie Spätverbindungen der Linie 185. Die Haltestelle Bahnhof Wollishofen (Tram) soll dann Bahnhof Wollishofen/Staubstrasse heissen, die Haltestelle Bahnhof Wollishofen (Bus) neu Bahnhof Wollishofen/Werft.
Die neue Haltestelle vor dem Bahnhofsgebäude soll schlicht Bahnhof Wollishofen genannt werden. Zudem sind für die Linien 184 sowie 185 Richtung Bahnhof der Bau der Haltestellen Dangelstrasse und Wollishofen geplant.

Roberta Weiss verabschiedet
An der Generalversammlung selbst gab es wenig zu diskutieren. Vereinspräsident Martin Bürki blickte vor allem voraus – darunter auf die geplante Seilbahn der ZKB über den Zürichsee. Es werde eine Informationsveranstaltung geben, sobald mehr Details klar seien. Schon früher soll die Quartierbevölkerung zum zweiten Mal über das Formel-E-Rennen in der Enge informiert werden. Eine Veranstaltung sei im Zentrum Hauriweg geplant.

Verabschiedet wurde das langjährige Vorstandsmitglied Roberta Weiss, die ehemalige Leiterin des Gemeinschaftszentrums Wollishofen. «Ich nehme Abschied vom Verein, aber nicht vom Quartier», sagte Weiss, die neun Jahre lang das Bindeglied zwischen GZ und Quartierverein war. «Ich habe die Zeit mit dir sehr geschätzt», sagte Martin Bürki. Weiss war gerührt, als sie zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt wurde. Ihre Nachfolgerin im Vorstand ist Gina Balsiger, die neue Betriebsleiterin des GZ Wollishofen.



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