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11.04.2018 Von: Karin Steiner

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Neue Gestaltungsangebote im GZ Oerlikon


Laura Zarotti hat selber ein paar Fantasie-Insekten kreiert. Foto: kst.

Obwohl das GZ Oerlikon kein fest eingerichtetes Atelier und keine Werkstatt hat, will es den Bereich Bildung/Gestaltung ausbauen. Für das Pilotprojekt ist Laura Zarotti zum Team gestossen. Sie startet mit einem Insekten-Angebot für Gross und Klein.

Die Räumlichkeiten des GZ Oerlikon, das in einer ehemaligen Telefonzentrale zu Hause ist, bieten nicht genug Platz für fixe Ateliers und Werkstätten. Trotzdem plant Betriebsleiterin Leonie Schüssler, den Bereich Bildung/Gestaltung auszubauen und hat zu diesem Zweck Laura Zarotti ins Team aufgenommen. «Ich plane, ein mobiles Angebot aufzubauen und verschiedene Methoden auszuprobieren», sagt die junge Zürcherin, die an der Zürcher Hochschule der Künste Vermittlung von Kunst und Design studiert hat und in Bern den Master Art Education erworben hat. «Mit den gestalterischen Angeboten werden soziokulturelle Ziele verfolgt. Das Entstehen eines Produkts steht nicht im Vordergrund. Wichtige Wirkungsziele sind das Entwickeln von Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und das Stärken von sozialen Kompetenzen.» Dabei will sie nicht nur das Spielmobil des GZ Oerlikon nutzen und verschiedene gestalterische Angebote in das Quartier bringen, sondern auch Oerliker Anlässe wie das Sommerfest der Schule im Birch oder das Oerliker Fest am 23. und 24 Juni auf dem Liguster-Schulhausplatz nutzen. «Am Oerliker Fest werde ich Material für eine riesige Kugelbahn bereitstellen», verrät sie. In den GZ-Räumen sollen ebenfalls neue Bildungs- und Bastelangebote entstehen.

Spinnen und Insekten
Startpfiff für Laura Zarotti ist das Angebot «Es kreucht und fleucht», das am 18., 20. und 21. April stattfindet. An den drei Tagen dreht sich alles um Insekten. «Bei diesem Projekt biete ich einen Gestaltungsraum an, in dem man etwas über Insekten erfährt, sie beobachtet und das Erworbene anschliessend gestalterisch umsetzt», sagt sie. «Ästhetische Forschung» nennt sich diese kreative Art, mithilfe von Büchern, Bildern und echten Insektenpräparaten Denkanstösse zu bekommen und diese gestalterisch zu verarbeiten. Mit Lupe, Stift und Papier werden die Insekten untersucht und anschliessend aus Draht, Ton und mit viel Fantasie zu neuen Wesen gestaltet. Danach sollen diese Fabelwesen den Aussenraum rund ums GZ Oerlikon verschönern. «Ich stelle mir eine richtige Insektenkolonie vor», sagt Laura Zarotti lachend. Das Angebot richtet sich an Kinder ab Kindergartenalter und Erwachsene. 

Ein Pilotprojekt
Das Bildung- und Gestaltungsprojekt im GZ Oerlikon läuft erst einmal für ein Jahr. Laura Zarotti ist in einem 40-Prozent-Pensum angestellt. Sie hat nach ihrem Studium bereits in verschiedenen Bereichen Erfahrungen sammeln können. So hat sie an der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Bern die Werkstatt geleitet, an einer Primarschule Werkunterricht gegeben und gehört aktuell zum Team von «siebundbrot», einer Werkstatt für Siebdruck in Zürich. Zudem arbeitet sie an der Zürcher Hochschule der Künste und entwickelt ein Lehrmittel für den Handarbeitsunterricht, der mit dem Lehrplan 21 eingeführt wird. «Es gibt spannende neue Ansätze im Bereich technisches und textiles Gestalten», sagt sie.

«Es kreucht und fleucht» – Gestalten mit Draht und Ton. Mittwoch, 18. April, 13.30 bis 17 Uhr, Freitag, 20. April, 13.30 bis 18.30 Uhr, Samstag, 21. April, 10 bis 12 Uhr und 13 bis 17 Uhr. GZ Oerlikon, Gubelstrasse 10.



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