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12.04.2018 Von: Fabio Lüdi

Küsnachter, Küsnachter Amtlich

Ein Monster-Wahlpodium in Zumikon


Red und Antwort standen die – ausschliesslich männlichen – Gemeinderatskandidaten auch der Bevölkerung. Foto: Fabio Lüdi

Am 22. April wird auch in Zumikon gewählt. Im Vorfeld präsentierten sich alle Kandidierenden der Stimmbevölkerung.

In Zumikon wird nicht gekleckert, sondern geklotzt: Alle Kandidatinnen und Kandidaten, die sich am 22. April für ein Amt zur Wahl stellen, präsentierten sich am selben Abend den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern. So zeigten sich im reformierten Kirchgemeindesaal nicht nur die Kandidierenden für den Gemeinderat und die Schulpflege, also die Gremien, bei denen es zur Kampfwahl kommt. Auch die bereits still gewählten Mitglieder der «grossen» Rechnungsprüfungskommission der politischen Gemeinde, der «kleinen» Rechnungsprüfungskommission der evangelisch- reformierten Kirchgemeinde, der Sozialbehörde sowie der Kirchenpflege mischten sich an diesem Donnerstagabend unters Volk.
Die Mitglieder der nicht umkämpften Gremien durften sich darauf beschränken, ihr Komitee und sich selbst vorzustellen. Für die Kandidatinnen und Kadidaten für den Gemeinderat und die Schulpflege ging es hingegen ans Eingemachte. Um die sechs Sitze im Gemeinderat bewerben sich acht Kandidierende: Marc Bohnenblust (GLP, bisher), Stefan Bührer (FDP, bisher), Christian Dietsche (SVP, bisher), Thomas Epprecht (FDP, bisher), André Hartmann (SVP, neu), Gary Krähenbühl (parteilos, neu) und Benny Wurmser (parteilos, neu), der aus geschäftlichen Gründen nicht am Podium teilnehmen konnte. Jürg Eberhard (FDP, bisher) kandidiert konkurrenzlos um die Wiederwahl zum Gemeindepräsidenten.
Von diesem wollte die Moderation wissen, was sich in der «Ära Eberhard » denn so getan habe. «Keine grossen Würfe», lautete die Antwort, aber eben viel Kleines. Etwa die Etablierung des «Zolliker Zumiker Boten » oder der Zumikon-App.

Kandidaten äussern sich
Im Nachgang zur neuen BZO sah sich Marc Bohnenblust mit der Frage konfrontiert, wie er als GLPler das omnipräsente Überbauen und Verdichten rechtfertige. Als «grosser Naturfreund » sei er natürlich «sorgfältig» auf Ausgleichsflächen bedacht, so Bohnenblust. Diese würden auch berücksichtigt, ferner brauche es aber auch attraktiven Wohnraum für junge Familien.
Der Tiefbauvorsteher Stefan Bührer wurde zum Leistungsausweis seines Departements über die letzte Amtsperiode befragt. Man habe viel einsparen müssen, das sei «nicht ganz einfach» gewesen. Notwendige Investitionen, wie jene in die Wasserleitungen, würden allerdings irgendwann zwingend anstehen, warnte Bührer mit Blick in die Zukunft.
Der Vorsteher Liegenschaften und Sicherheit, Thomas Epprecht, schlug ebenfalls warnende Töne an: Man spare bereits, wo es geht, vor allem bei kleinen Dingen, da sich für grosse Einsparungen, wie etwa beim Taxiservice für ältere Menschen, beim Souverän keine Mehrheit fand. Die nächsten vier Jahre gehe es aber ans Eingemachte: «Wenn man nirgendwo sparen will, wird das irgendwann unumgänglich », so Epprecht.
Christian Dietsche, Vorsteher Gesellschaft, sollte erzählen, was er in seinem Ressort gelernt hat. «Es gibt hier einen Haufen Menschen, denen es nicht gut geht», kam es von ihm. Und im Bereich der Altersvorsorge solle der Fokus auf Alterswohnungen und nicht auf Heime gelegt werden.
Der neu kandidierende André Hartmann will frisches Blut in den Gemeinderat bringen: «Mit 32 Jahren vertrete ich die junge Generation.» Auch habe er sich die letzten vier Jahre in der RPK intensiv mit den Finanzen und Geschäften der Gemeinde vertraut machen können.
Der ebenfalls neu kandidierende Gary Krähenbühl wollte ebenfalls mit den Finanzen punkten, da sei einerseits Ausgabedisziplin wichtig, andererseits bestehe im Dorf auch einiges an Neuerungsbedarf. Er setzt darauf, «die eine oder andere unkonventionelle Idee» in das Gremium einzubringen.
In der Schulpflege bewerben sich mit Pierre Angst (SVP, bisher), Doris Graf (parteilos, neu), Francis Hodgskin (FDP, bisher), Corinna Osman (parteilos, neu), Brigit Piaz-Reinert (CVP, neu) und Andreas Hugi (FDP, bisher) sechs Kandidierende um insgesamt fünf Sitze, wobei sich Hugi ohne Herausforderer zur Wiederwahl als Schulpflegepräsident stellt.



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