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12.04.2018 Von: Annina Just

Küsnachter, Küsnachter Amtlich

HGE blickt optimistisch in die Zukunft


HGE-Urgestein Lucas Matthaei (l.) tritt nach 22 Jahren aus dem

Der Handwerks- und Gewerbeverein Erlenbach (HGE) muss zwei Rücktritte aus dem Vorstand verkraften – einer davon nach 22 Jahren. Trotzdem bleibt der Verein auf Kurs und freut sich auf die dritte Tavolata.

Ein «kleines Ründeli» von knapp 30 Mitgliedern begrüsste Peter Blatter, Präsident des Handwerks- und Gewerbeverein Erlenbach (HGE), am letzten Freitag zur 113. Generalversammlung. Wie die Runde, war auch die Lokalität klein, aber fein: das ehemalige «Caveau» der Weinhandlung Welti im Erlenbacher Unterdorf. Der Kellerraum dient nun als Eventlokal und versprüht mit stilvollen Bistrotischen und spannender Kunst an den Wänden viel Charme.
Weil der Apéro draussen an der warmen Frühlingssonne und mit Blick auf den See etwas länger als geplant genossen wurde, führte Präsident Blatter anschliessend im Eiltempo durch die Traktanden. Er blickte im Jahresbericht auf ein erfolgreiches 2017 zurück. Die Anlässe seien gut angekommen, insbesondere die Tavolata habe wohl alle positiv überrascht. Dieses Jahr wird der Event am 23. Juni, während der Fussball-WM stattfinden. «Wir können uns also freuen», so Blatter. Der Grossanlass könne aber nur mit der Mithilfe zahlreicher Mitglieder erneut zum Erfolg geführt werden. Weiter hielt Blatter fest, dass im Bezirksverband dank dem neuen Präsidenten Peter Vollenweider ein frischer Wind herrsche . Er ermunterte die Anwesenden, an der Delegiertenversammlung teilzunehmen, die am 24. Mai im Erlibacherhof stattfinden wird.
Bei der Jahresrechnung konnte der HGE-Präsident ebenfalls Positives berichten: Das Defizit fällt mit rund 1000 Franken kleiner als budgetiert aus, unter anderem dank Einnahmen der Tavolata. Wie Blatter im Traktandum Budget festhielt, werde man auch weiterhin mit einem Defizit rechnen müssen, so lange die Mitgliederzahl nicht steigt und man die Mitgliederbeiträge auf dem gleichen Niveau belässt. Bei beidem sieht es aktuell nicht nach Veränderungen aus: Der Jahresbeitrag wurde einstimmig bei 250 Franken belassen, bei den Mutationen wurden fünf Austritte und sechs Neueintritte vermerkt. Safet Salai, der sich der Akquise von Neumitgliedern annimmt, betonte, dass diese Aufgabe «sehr, sehr schwierig» sei. «Viele Leute scheinen eine gewisse Abneigung zu haben, und ich verstehe nicht, warum », so Salai. Mit vier bis fünf Neumitgliedern pro Jahr könne man durchaus zufrieden sein, beschwichtigte Blatter darauf.

Vorstand verkleinert sich
Eine Veränderung steht dem HGEVorstand bevor: Mit den Rücktritten von Hans Bachmann und Lucas Matthaei schrumpft das Gremium von sechs auf vier Mitglieder. Bachmann tritt nach drei Jahren im Amt zurück, Matthaei nach unglaublichen 22 Jahren. «Luc hat über 100 Sitzungen für den HGE absolviert, mehr als zehn Mal den Chilbilunch organisiert, etliche Male die Weihnachtsbeleuchtung, den Samichlaus und das Beachfondue verantwort und mehrere Präsidenten überlebt», zählte Blatter auf. Das Beachfondue bezeichnete Matthaei dann als «sein Baby», das er behalten werde. Er habe in der Zeit als HGEVorstandmitglied «ups und downs» erlebt, vor allem aber viel gelernt und spannende Menschen getroffen. «Es würde mich freuen, wenn wir noch andere Mitglieder finden, die so viel Initiative und Zeit für den Verein aufbringen wie Luc», meinte Präsident Blatter und verdankte die beiden Zurücktretenden mit einer Kiste Wein.
Die Nachfolge wird intern gereget: Vorstandsmitglied Daniel Westermann, der zum letzten Mal auch den Erlenbacher Gemeinderat vertrat, übernimmt neben dem Amt «Mitglieder » auch dasjenige des Aktuars. Und Sandro Gianesi, bereits als Kassier im Vorstand, zeigt sich neu zusätzlich für die Events zuständig.
Westermann nutzte die Gelegenheit, um allen für die Unterstützung zu danken, die er in den letzten sechs Jahren als Gemeinderat erfahren habe. «Ein Amt in der Politik kann ich jedem ans Herz legen, wenn man gern mit Menschen umgeht und auch mal etwas einstecken kann», wandte sich der SVP-Politiker an die Versammlung. Nach 20 Jahre in einer politischen Funktion sei es für ihn nun aber an der Zeit, seinen Platz zu räumen. Nicht so im HGE, dort dürften sich die vier verbleibenden Vorstandsmitglieder noch mehr reinknien müssen – schliesslich stehen auch in diesem Jahr vier Lunchs, die Tavolata und der Samichlaus-Anlass an. Am Freitag war aber vorerst Geniessen angesagt: Bei einem grosszügigen Buffet-Znacht, serviert von Slavis Party Service, fand die GV einen gemütlichen Ausklang.



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