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19.04.2018 Von: Toni Spitale

Küsnachter, Küsnachter Amtlich

Glanzresultat und doppelte Niederlage


Der neue Herrliberger Gemeinderat (v.l.): Hansjürg Zollinger, Gemeindeschreiber Pius Rüdisüli, Gaudenz Schwitter, Joel Gieringer, Marion Bartels, Markus Trinkner, Werner Staub und Thomas Dinkel. Foto: Toni Spitale

Der bisherige Hochbau- und Planungsvorsteher Gaudenz Schwitter (FDP) wurde mit einem Glanzresultat zum neuen Gemeindepräsidenten Herrlibergs gewählt. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 30 Prozent.

Das Gemeindepräsidium in Herrliberg war nicht umstritten. Als einziger Kandidat stellte sich das bisherige Exekutivmitglied Gaudenz Schwitter zur Verfügung. Mit 1078 Stimmen als Gemeinderat und 946 Stimmen als Gemeindepräsident erzielte er die höchste Stimmenzahl aller Kandidierenden. Nichtsdestotrotz sei er aber am Wahlmorgen schon ein bisschen nervös gewesen, wie der Hochbau- und Planungsvorsteher beim anschliessenden Apéro in der Vogtei einräumte. Zu seinem Glanzresultat sagte der 47-Jährige: «Es freut mich, dass ich auf eine breite Unterstützung und ein grosses Vertrauen seitens der Bevölkerung zählen darf.»

Kugelschreiber als Wahlgeschenk
Seine erste Aufgabe als neuer Gemeindepräsident werde darin bestehen, im Juni die Konstituierung des Rates vorzunehmen, die Kommissionen zu bilden und sicherzustellen, dass die Amtsübernahmen funktionieren. Anschliessend werde dann das Gremium ziemlich schnell die Entwicklungsstrategie an die Hand nehmen. Unter anderem gelte es, die Richtplanung zu überarbeiten und das Projekt Zentrumsentwicklung zu Ende zu bringen.
Zu den ersten Gästen, die dem neuen Gemeindepräsidenten gratulierten, zählte auch der bisherige Amtsinhaber Walter Wittmer (Gemeindeverein). Er überreichte Schwitter die offizielle Wahlanzeige und als kleines Geschenk den sogenannten Amtskugelschreiber. Als Gemeindepräsident müsse man sehr viel unterschreiben, erklärte Wittmer und fügte mit einem Augenzwinkern an, dass sich sein Nachfolger ab jetzt schon mal darin üben könne.
Nebst den bisherigen Mitgliedern Thomas Dinkel (FDP, 939 Stimmen) und Werner Staub (Gemeindeverein, 930 Stimmen) sitzen ab 1. Juli neu Hansjürg Zollinger (Gemeindeverein, 833 Stimmen), Markus Trinkner (SVP, 622 Stimmen) und Joel W. Gieringer (FDP, 849 Stimmen) im Gemeinderat. Die beiden parteilosen Anwärter Marcel Maurer (415 Stimmen) und Mehrdad Bidjan (491 Stimmen) verfehlten beide das absolute Mehr von 521 Stimmen.
Gemeinsam mit dem SVP-Mann Michael Lüscher stieg Bidjan weiter für das Präsidium der Rechnungsprüfungskommission ins Rennen. Doch auch hier erlitt er eine herbe Niederlage. Mit 260 Stimmen blieb er unter dem absoluten Mehr von 519 Stimmen. «Ich bin schon ein bisschen enttäuscht, denn ich hätte mich gerne für meine Wohngemeinde engagiert», sagte der Informatiker zu seinen beiden Misserfolgen. Dennoch möchte er sich bei seinen Wählerinnen und Wählern für die Unterstützung bedanken. Vielleicht habe es daran gelegen, dass er sich sehr kurzfristig – erst im Januar – für ein Kandidieren entschlossen habe, analysierte er selbstkritisch. Ein weiterer Punkt sei der, dass er keine Werbung gemacht habe. Bidjan schliesst nicht aus, sich in vier Jahren erneut für ein Amt zur Verfügung zu stellen.

Neues Gesicht in der Schulpflege
Die Schulpflege erhält mit Isabelle Weisshaupt (Gemeindeverein, 806 Stimmen) ein neues Mitglied. Die parteilose Claire Fritsch (463 Stimmen) verpasste das absolute Mehr ganz knapp. Sechs Stimmen hätten ihr dazu noch gefehlt. Trotzdem wäre sie auf dem achten Platz als Überzählig ausgeschieden. Die Präsidentin Marion Bartels (SVP, 835 Stimmen) schaffte ihre Wiederwahl mit Bravour. Sie sitzt von Amtes wegen als siebtes Mitglied auch weiterhin im Gemeinderat. Bei der römisch-katholischen Kirchenpflege hatte Rafal Rybicki (parteilos, 183 Stimmen) das absolute Mehr von 134 Stimmen zwar erreicht, fiel aber als achter Kandidat als überzählig aus der Wahl. Er sei nicht enttäuscht, sondern finde es lediglich schade, dass er in der Kirchenpflege nicht mithelfen dürfe, kommentierte der gebürtige Pole sein Resultat. Es freue ihn aber, dass die Kirchenpflege vollständig sei.
Keine Kampfwahlen gab es bei der reformierten Kirchenpflege. Für die sieben Sitze hatten sich im Vorfeld genau sieben Kandidatinnen und Kandidaten zur Verfügung gestellt. Die Wahlbeteiligung variierte je nach Behörde zwischen 25 und gut 30 Prozent.



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