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25.04.2018 Von: Pascal Wiederkehr

Zürich 2

Engemer üben Kritik an geplanten Änderungen bei der Buslinie 66


Quartiervereinspräsident Markus Gumpfer bedankt sich beim zurückgetretenen Herbert Imbach (v.l.). Foto: pw.

Die Buslinie 66 soll stabiler werden, aber nicht mehr an die Sihlstrasse fahren. An der Generalversammlung des Quartiervereins Enge stiessen die Pläne der VBZ auf Kritik. Grund dafür: Das Hürlimann-Areal könnte durch die Änderung seine zentrale Haltestelle verlieren.

Vor dem offiziellen Teil der Generalversammlung des Quartiervereins Enge stellte Johannes Eckert, Gebietsmanager bei den VBZ, die Pläne für die Buslinie 66 vor. Heute befindet sich direkt am Hürlimannplatz eine Haltestelle des 66ers. Geht es nach den Plänen der VBZ, könnte diese mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2019 aufgehoben werden. Der Grund: Die Linie 66 verbindet das Wollishofer Neubühl-Quartier mit der Sihlstrasse – und fährt von der Waffenplatzstrasse über die Brandschenkestrasse am Hürlimann-Areal vorbei. Doch genau dort steht der Bus 66 so oft im Stau, dass er «teilweise massiv verspätet» ist, erklärte Eckert. Um den Fahrplan stabiler zu machen, planen die Verkehrsbetriebe deshalb, die Brandschenkestrasse auszulassen und nicht mehr zur Sihlstrasse zu fahren («Zürich 2» berichtete). Damit würde das Neubühl-Quartier die direkteste Verbindung in die City verlieren. Gleichzeitig stellt die Massnahme einen Abbau für die Bewohnerinnen und Bewohner des Hürlimann-Areals dar.
Das Areal soll dann durch die Linie 72 bedient werden, die eine neue Haltestelle zwischen Manesseplatz und Schmiede Wiedikon erhält, diese läge jedoch auf der anderen Seite der Sihl und der Eisenbahnlinie der SZU. Wer dort hinkommen möchte, muss über die Herterbrücke und über den Hertersteg gelangen. Dafür fährt der 72er den ganzen Tag – im Gegensatz zum Bus 66.

«Lösung nochmals überdenken»
Für viele Engemer ist das keine Alternative: «Ich sehe das Problem», sagte eine Anwesende, erinnerte aber an das Altersheim, auch bekannt als Tertianum Residenz, auf dem Areal. Der 72er sei keine Kompensation. Insgesamt wurde kritisiert, dass das Areal mit dieser Massnahme schlechter durch den öffentlichen Verkehr erschlossen werde. «Diese Lösung müsst ihr nochmals überdenken», fand ein anderer. Für Johannes Eckert von den VBZ ist klar, dass das Gebiet auch ohne 66er erschlossen bleibt – mit den Trams an der Bederstrasse. Allerdings: «Es ist noch nichts entschieden», betonte er. Aktuell befindet sich die Idee zur Prüfung beim ZVV, der im Mai 2018 über die Aufnahme ins Fahrplanverfahren 2020/21 entscheiden werde. Ein definitiver Entscheid wird erst im Sommer 2019 gefällt.

Zwei Rücktritte im Vorstand
Ruhiger verlief die eigentliche Generalversammlung. Quartiervereinspräsident Markus Gumpfer freute sich über die Steigerung der Mitglieder von 589 im Jahr 2016 auf aktuell 612. Nach einem Rückblick auf das vergangene Jahr musste Gumpfer zwei langjährige Vorstandsmitglieder verabschieden. Während Caroline Beyeler nicht anwesend sein konnte, wurde Vizepräsident Herbert Imbach persönlich geehrt. «Du hast viele tolle Anlässe organisiert», lobte Gumpfer.
Beide Vorstandsmitglieder sind zurückgetreten, weil sie nicht mehr im Quartier wohnen. Neue Kandidaten gab es keine, bis zu den Wahlen im nächsten Jahr besteht der Vorstand nun noch aus sechs Personen.



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