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25.04.2018 Von: Pascal Wiederkehr

Zürich 2, Züriberg, Zürich Nord, Zürich West

Formel-E-Bolide testete Zürichs Strassen


Sébastien Buemi steuerte seinen Rennwagen vom Hauptbahnhof zur ETH. Foto: Marcel Osztrowszki/zvg.

Der 10. Juni rückt immer näher und damit das erste Formel-E-Rennen der Schweiz in der Enge. Im Rahmen einer Pressekonferenz fuhr Rennfahrer Sébastien Buemi medienwirksam durch Zürich.

Was braucht es, um die Aufmerksamkeit möglichst vieler Journalistinnen und Journalisten zu erreichen? Entweder neue Tiere im Zürcher Zoo oder einen Formel-E-Boliden, der medienwirksam durch die Strassen kurvt. Zumindest konnte man sich dieses Eindrucks vergangene Woche nicht erwehren, als der Schweizer Rennfahrer Sébastien Buemi vom Hauptbahnhof zum ETH Hauptgebäude an der Rämistrasse fuhr. Dort fand eine Pressekonferenz statt, an der unter anderem Stadtpräsidentin Corine Mauch (SP), ETH-Präsident Lino Guzzella sowie Alberto Longo, Mitgründer und stellvertretender Geschäftsführer der Formel E, teilnahmen.

Stadt ist Rahmenprogramm wichtig
Formel E ist quasi die Öko-Variante der Formel 1. Sie hat ein ähnliches Fahrzeugdesign, aber der Antrieb ist elektrisch. In der Schweiz findet seit 1954 wieder ein Grand-Prix-Rennen einer internationalen Rennserie statt. Die ETH engagiert sich im Rahmenprogramm des Rennens, den E-Days: «Eine Mobilität, die klimaschonend, energieeffizient und zahlbar zugleich ist», sei ein zentrales Thema von Forschung und Ausbildung an der Hochschule, so ETH-Präsident Lino Guzzella.
Stadtpräsidentin Mauch äusserte sich positiv, auch wenn dem Stadtrat vor allem das Rahmenprogramm zum Thema E-Mobilität und Nachhaltigkeit wichtig zu sein scheint. Mit der Formel E kämen mehrere Aspekte nach Zürich – einerseits der Grand Prix und andererseits Elektromobilität. «Nachhaltige Mobilitätstechnologien werden erfahrbar gemacht», sagte Mauch. Zürich könne sich so national und international als Innovationsstandort etablieren. Es sei dem Stadtrat jedoch bewusst, dass ein solcher Grossanlass mitten in der Stadt für Skepsis sorge. «Auf der einen Seite ist es eine Bereicherung, auf der anderen Seite eine Belastung für die Betroffenen», so Mauch. Aus diesem Grund solle die Quartierverträglichkeit sichergestellt sein. Mauch: «Ich freue mich auf ein spannendes Rennen und viele Zuschauerinnen und Zuschauer.»

Die Quartierverträglichkeit ist auch Pascal Derron, Geschäftsführer der Organisatorin Swiss E-Prix Operations AG, ein Anliegen. Insgesamt zwei Informationsveranstaltungen fürs Quartier hat er durchgeführt und dabei den Puls der Bevölkerung gemessen. Es sei schwierig, einen Grossanlass nach Zürich zu bringen, mit guter Planung aber möglich, resümierte er an der Medienkonferenz. «Es soll eine Veranstaltung für die Bevölkerung sein», betonte Derron. Zwar sind die Tribünenplätze bereits ausverkauft, doch rund 90 Prozent der Besucherinnen und Besucher könnten gratis auf Stehplätzen entlang der Strecke zuschauen. Geplant ist zudem ein sogenanntes E-Village – eine Art Fanzone – im Arboretum. Die Organisatoren erwarten bis zu 150 000 Besucherinnen und Besucher. «Wichtig ist, dass wir alles richtig durchplanen», sagte Derron. Für die Sicherheit vertraue man auf die Erfahrung der Polizei.

Anlass hat Auswirkung auf Verkehr
Bereits am 9. Juni wird das E-Village im Arboretum geöffnet sein, das offizielle Rennen findet dann einen Tag später am 10. Juni statt. Die geplante Strecke führt den Mythenquai und die Alfred-Escher-Strasse entlang, mit Schikanen etwa auf der Stocker- und der Dreikönigstrasse.

Der Anlass hat Auswirkungen auf die Verkehrsführung rund um das Seebecken. Gemäss den Veranstaltern wird das Gebiet um die Strecke von Freitag, 8. Juni, ab 19 Uhr bis Montag, 11. Juni, um 5 Uhr grossräumig gesperrt. Das Tram 5 soll zwischen Bürkliplatz und Bahnhof Enge via Paradeplatz umgeleitet werden. Die Buslinien 161/165 fahren von der Roten Fabrik via Seestrasse zum Bahnhof Enge. Einige Anwohner werden durch die Strecke eingeschlossen, haben aber über Brücken Zugang zu ihren Häusern. Für Personen, die am Rennwochenende auf ihr Auto angewiesen sind, werden Parkplätze ausserhalb zur Verfügung gestellt.
Der Transitverkehr vom rechten Seeufer soll ausserdem schon beim Tiefenbrunnen aufgefangen und Richtung Hegibachplatz und Klusplatz geleitet werden – da man am Rennwochenende am Bürkliplatz nicht mehr weiterkommt. Am rechten Seeufer wollen die Organisatoren den Verkehr über die Albisstrasse zum Morgental führen. Temporäre Baumassnahmen wie Zäune, Tribünen, Zelte oder Belagsarbeiten beginnen schon Anfang Mai, der Abbau dauert bis Ende Juni.

Übrigens: Das Formel-E-Rennen soll live auf den Sendern der SRG ausgestrahlt werden.



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