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09.05.2018 Von: Pia Meier

Zürich 2

«Ich bin bereit fürs Gemeinderatspräsidium»


Martin Bürki freut sich aufs Gemeinderatspräsidium. Foto: pm.

Martin Bürki (FDP) wird am 16. Mai – Wahl vorausgesetzt – oberster Zürcher. Der gebürtige Berner gibt sich konsensfähig, überparteilich und nicht ideologisch. Zudem repräsentiert er gerne. Er bleibt aber weiterhin Quartiervereinspräsident von Wollishofen.

Martin Bürki, ist das Gemeinderatspräsidium der Höhepunkt Ihrer politischen Karriere?
Ja, ich freue mich sehr. Dass ich nach nur drei Jahren im Gemeinderat schon an diesem Punkt bin, hat sich eher zufällig ergeben. Fraktion und ich waren uns einig. Es gab keine Kampfwahl. Ich war zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort.

Was macht Sie besonders geeignet für dieses Amt?
Ich habe immer pragmatisch und nicht ideologisch politisiert. Das kommt einem in der Funktion als Ratspräsident entgegen, in der man konsensfähig und überparteilich sein muss.

Sie haben eine eigene Firma. Ist das ein Problem?
Nein, das ist eher ein Vorteil, da man sehr flexibel ist und auch mal tagsüber Termine wahrnehmen kann.

Und das Quartiervereinspräsidium von Wollishofen?
Quartierverein und Gemeinderat ergänzen sich gut. Man kann Anliegen aus dem Quartier direkter ins Parlament bringen. Im Quartierverein habe ich ein gutes Team, das mich während des Gemeinderatspräsidiums im Quartierverein tatkräftig unterstützt.

Wie haben Sie sich auf dieses Jahr vorbereitet?
Man wird als Gemeinderatspräsident langsam herangeführt. Man ist eng eingebunden, schon als 2. Vizepräsident. Der Austausch mit dem Präsidenten ist gut. Ich habe im vergangenen Jahr auch schon Gemeinderatssitzungen geführt. Und die sind gutgegangen.

Trotzdem, es gibt immer wieder Überraschendes.

In 90 Prozent der Fälle läuft im Gemeinderat alles normal. In zwei bis drei Fällen muss man aber die Geschäftsordnung sehr genau kennen.

Der Gemeinderatspräsident muss viel repräsentieren. Ein Problem?
Nein, repräsentieren macht mir Spass. Es ist auch eine gewisse Gewohnheit. Etwas Nervosität gehört aber dazu, wenn man eine gute Rede halten will.

Mit der heutigen Konstellation im Gemeinderat, mehrheitlich links, könnte es ein etwas langweiliges Jahr werden.
Dass ich einen Stichentscheid fällen muss, ist tatsächlich unwahrscheinlich. Ich hoffe, der Gemeinderat ist unter diesen Voraussetzungen weniger ideologisch, sondern mehr pragmatisch als in den vergangenen Jahren. Es könnten sich neue Mehrheiten, neue Konstellationen bilden. Wenn zum Beispiel FDP und SP zusammenspannen, haben sie die Mehrheit. Das macht es auch dieses Jahr spannend. Zudem könnten die bürgerlichen Parteien in die Opposition gehen und provozieren.

Und wenn Politiker im Gemeinderat provozieren?
Es ist sehr schwierig, den richtigen Zeitpunkt zu finden, um einzuschreiten. Das Ziel des Ratspräsidenten muss es sein, zu deeskalieren und nicht zu eskalieren.

Sie haben im Gemeinderat die IG pro Quartiervereine gegründet. Warum?
Die Stadt hat angekündet, die finanzielle Unterstützung der Quartiervereine zu überdenken. Es soll zum Beispiel geprüft werden, ob Freiwilligenarbeit noch zeitgemäss ist. Da sind wir von den Quartiervereinen ganz anderer Meinung und organisieren so unseren Widerstand. Ich leite die Gruppe mit Balz Bürgisser, Präsident Quartierverein Witikon.

Welche politischen Pläne haben Sie?
Ich werde nach dem Gemeinderatspräsidium in der Politik sicher weitermachen. In welche Richtung es geht, da lasse ich mich gerne überraschen.

Und später?
Ich könnte mir vorstellen, einmal in die nationale Politik einzusteigen.

Was bedeutet Ihnen persönlich Wollishofen?
Wollishofen ist ein beschauliches Quartier. Die Kriminalstatistik ist am untersten Ende, viele Probleme gibt es diesbezüglich nicht. Die Lebensqualität ist hoch. Wichtige Themen sind Verdichtung und hohe Wohnungspreise. Ein Diskussionsthema ist die Seilbahn der ZKB über den See.

Empfang Gemeinderatspräsident im Quartier: Mittwoch, 16. Mai, 18 Uhr. Apéro Kirche auf der Egg, Wollishofen.



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