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16.05.2018 Von: Pia Meier

Zürich Nord

Elektrifizierung der Buslinien 69 und 80 auf unbestimmte Zeit verschoben


Die Busse der Linie 80 sind vor allem morgens übervoll. Trotzdem, die Elektrifizierung der Buslinien 80 und 69 verzögert sich. Foto: pm.

Die Busse der Linien 69 und 80 sollen gemäss Strategie der VBZ bis 2022 elektrifiziert sein. Nun kommt es aber zu Verzögerungen. Der Grund ist der Entscheid des Bundesrats, die Massnahme nur in der Priorität B und nicht A aufzunehmen.

Verkehrsbetriebe und Stadt Zürich planen das Trolleybusnetz auch in Zukunft weiter auszubauen. Aufgrund der hohen Nachfrage beziehungsweise des grossen Entwicklungspotenzials und aus ökologischen Überlegungen sollen die Linien 80 und 69 auf Trolleybusbetrieb umgestellt werden. So die VBZ in ihrer Netzentwicklungsstrategie. Bis 2022 ist vorgesehen, diese beiden Linien auf Oberleitungsbetrieb umzustellen. Die steigungsreichen Strecken, die den Hochschulstandort Hönggerberg aus verschiedenen Richtungen erschliessen, sind für den Einsatz von Trolleybussen bereits teilweise vorbereitet und für die Umstellung gut geeignet, so die VBZ.

Die Vorteile des elektrischen Betriebs kompensieren aus Sicht von Verkehrsbetrieben und Stadtrat die höheren Investitionskosten, speziell im Hinblick auf die Umsetzung der 2000-Watt-Gesellschaft. Zudem könnte durch die Elektrifizierung der Linie 69 und 80 gemäss VBZ ein Viertel der städtischen Dieselbus-Leistungen in der Stadt elektrifiziert werden. Das Vorhaben ist aufgrund seiner Bedeutung im Programm Stadtverkehr 2025 – dieses sieht den Ausbau des öffentlichen Verkehrs mit Verbesserungen für den Fuss- und Veloverkehr vor – enthalten. Für die neue Infrastruktur sind Ausgaben in Höhe von 44 Millionen Schweizer Franken veranschlagt.

Bund stuft herab
Doch nun könnte der Bund den VBZ und der Stadt einen Strich durch die Rechnung machen. «Der Kanton Zürich unterstützt als Finanzierer die Elektrifizierung der beiden Linien und hat deshalb Ende 2016 die Finanzierung durch den Bund innerhalb des Programms Agglomerationsverkehr der 3. Generation beantragt, und zwar in der höchsten Priorität A mit Baubeginn zwischen 2019 und 2022», teilen die VBZ auf Anfrage mit.

Der Bundesrat habe in seinem am 17. Januar publizierten Vernehmlassungsentwurf die Elektrifizierung der Linien 69 und 80 zwar als Massnahme aufgenommen, aber nur in der Priorität B mit Umsetzungsbeginn ab 2023. «Der Regierungsrat des Kantons Zürich hat nun den Antrag gestellt, das Projekt wieder mit Priorität A aufzunehmen. Der Antrag sei mit Beilage einer aktuellen VBZ-Studie erfolgt, die die Wirtschaftlichkeit einer Umstellung auf teilfahrleitungslosen Trolleybusbetrieb klar als wirtschaftlichste Elektrifizierungsvariante dieser beiden stark nachgefragten Buslinien identifiziert hat.

Kein Datum
Bis zum definitiven Entscheid des Bundes sei es mangels gesicherter Finanzierung nicht möglich, mit den Projektierungsarbeiten zu beginnen. «Genauere Angaben zur Dauer der Verzögerung können deshalb zurzeit nicht gemacht werden», so die VBZ. Das Unternehmen hofft, dass der Bundesrat in der voraussichtlich im Herbst 2018 zu verabschiedenden Botschaft das Projekt wieder mit Priorität A aufnehmen wird, sodass die Planung baldmöglichst in Angriff genommen werden kann. Der definitive Entscheid des Parlaments ist gemäss Bund auf Frühling/Sommer 2019 vorgesehen.



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