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16.05.2018 Von: Jeannette Gerber

Zürich 2

Rundgang sollte Gemeinschaft stärken


Der Aufruf zum Sonntagsspaziergang richtete sich an Neuzugezogene und Alteingesessene, um das Quartier Entlisberg näher kennen zu lernen. Foto: Jeannette Gerber

Was bietet das Wollishofer Entlisberg-Quartier? Ein Rundgang für Neuzuzüger, aber auch Alteingesessene hatte unter anderem zum Ziel, das Kennenlernen zu ermöglichen.

Der Verein Pro Entlisberg organisiert neben vielen anderen Aktivitäten regelmässig Rundgänge für Quartierbewohnerinnen und -bewohner, diesmal in Zusammenarbeit mit dem Gemeinschaftszentrum Wollishofen. Der Aufruf zum Sonntagsspaziergang richtete sich an Neuzugezogene und Alteingesessene, um das Quartier Entlisberg und seine Geschichte näher kennen zu lernen und um die Gemeinschaft zu stärken.

Treffpunkt war im Hof des Schulhauses Entlisberg, wo die zahlreich erschienenen Erwachsenen mit ihren Kindern von Patrick Bolle, Vorstandsmitglied Verein Pro Entlisberg, und Patricia Zimmermann, Praktikantin GZ Wollishofen, begrüsst wurden und wo das bevorstehende Programm erläutert wurde. Erstaunlich, wie viele Kinder und Kleinkinder dabei waren. Jede und jeder weiss doch, wie wenig begeistert man in seiner frühen Jugend war, zusammen mit den Eltern den obligaten Sonntagsspaziergang zu absolvieren. Um den Kids diese Pflicht ein wenig zu versüssen, wurden der Clown Marcello mit seinen kleinen Zaubertricks und die niedlichen Esel von Aurelia Bleiker engagiert, die die Truppe auf dem ganzen Weg begleiteten und für den Jö-Effekt zu sorgen hatten.

Lädeli-Sterben eindämmen
Beim ersten Halt, Ecke an der Moosstrasse und Owenweg, erklärte Patrick Bolle, der die Gruppe anführte und die Stationen kommentierte, dass die beiden gelben Mehrfamilienhäuser der Allgemeinen Baugenossenschaft Zürich (ABZ) demnächst abgerissen würden, um einem neuen Schulhaus Platz zu machen, was wegen des Kinderreichtums im Quartier absolut unerlässlich sei. Im Schulhaus Entlisberg werden inzwischen 400 Kinder unterrichtet, was bedeutet, dass die Anzahl der Schülerinnen und Schüler in den letzten zwei Jahren um ein Viertel gewachsen ist.
Nächster Stopp war an der Tramendstation Wollishofen, wo Franz Brügger, Präsident des Vereins Mein Laden, auf das Anliegen des Vereins aufmerksam machte. Sein Ziel: Der Bevölkerung von Wollishofen zeigen, dass es sich lohnt, da einzukaufen, wo man wohnt, um das Lädeli-Sterben im Quartier einzudämmen. Weiter ging es zum städtischen Pflegezentrum Entlisberg, da begrüsste die Leiterin Qualitäts- und Organisationsentwicklung Astrid Elsässer die Gruppe und stellte anhand von Fotos einige ihrer Bewohner mit jeweils einem kurzen interessanten Lebenslauf vor. Sie erklärte den Betrieb und machte gleichzeitig auch auf das Angebot des öffentlichen Restaurants und Gartens aufmerksam.

Dann durchquerten die Spaziergänger die eben erst fertiggestellte Siedlung der Genossenschaft ABZ Entlisberg 2. Da sind inzwischen 200 Kinder mit Familien eingezogen, was den Neubau wesentlich beeinflusste. Der neu entstandene städtische Hort hat Platz für 60 Kinder und ist bereits ausgebucht.
Eine weitere Station war das Zentrum für Gehör und Sprache, das seit 103 Jahren existiert und 450 Jugendliche und Kinder aus dem deutschsprachigen Raum beherbergt. Hier empfing Tina Plain, Lehrperson Oberstufe 15+ zur Berufsvorbereitung. Das Zentrum, erläuterte sie, erbringe angepasste Leistungen, angefangen mit der Diagnose der Gehör- oder Sprachbehinderung bis zum Abschluss der beruflichen Ausbildung oder dem Erwerb der Matura. Nebenan an der Frohalpstrasse befindet sich das Kinderhaus Entlisberg mit dem «offenen Bereich»; ein Angebot zur persönlichen Begegnung unter Eltern von Kleinkindern aus verschiedensten Bevölkerungsschichten im Quartier und mit einer 24-Stunden-Kita sowie einem Familientreffpunkt.

Abschluss im Vereinslokal
Der Spaziergang ging nun zur Südseite, zum «Tessin» des Entlisberg-Quartiers, wie sich Patrick Bolle ausdrückte. Es ist hier nämlich bis spät abends bei schönem Wetter sehr sonnig. Deshalb gedeihen wohl die Quartierhühner so prächtig. Das ist ein weiteres Angebot von Pro Entlisberg: Interessierte Bewohner und Bewohnerinnen bewirtschaften gemeinsam einen Quartierhühnerhof.
Den Abschluss des Rundgangs machte der Treffpunkt Kafi «Im Vogel», das Vereinslokal von Pro Entlisberg an der Entlisbergstrasse, welches für viele gemeinsame Aktivitäten genutzt wird.

Wie man sehen konnte, ist das Quartier Entlisberg nicht nur sehr grün, sondern auch äusserst kinderfreundlich, und der gemeinsame Spaziergang hat sicher zu mehreren neuen, interessanten Begegnungen geführt. Dazu trug nicht zuletzt der gemeinsam genossene Apéro seinen Teil bei.



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