Züriberg Zürich 2 Zürich Nord Zürich West Zürich West mit Quartierecho Küsnachter Küsnachter Amtlich
23.05.2018
Zürich West

Das Zollhaus soll ein Haus für alle werden


Der Spatenstich für das Zollhaus ist erfolgt. Foto: pm.

Bis 2020 soll an der Zollstrasse ein belebtes Zentrum mit Wohnraum für 175 Menschen und ebenso vielen Arbeitsplätzen entstehen. Vergangene Woche fand der Spatenstich für das Zollhaus statt.

Pia Meier

An der Zollstrasse 111–119 erstellt die Genossenschaft Kalkbreite ihre zweite Siedlung. Letzte Woche erfolgte der Spatenstich. Unter den Anwesenden waren Stadtrat André Odermatt, Ruth Gurny, Präsidentin Genossenschaft Kalkbreite, Andreas Billeter, Projektleitung Bau Zollhaus, und Roger Ochsner, SBB. Die Freude war bei allen Beteiligten gross, dass es nach einem langen Prozess endlich so weit war. Odermatt hob die breite Abstützung des Projekts hervor. Die Genossenschaft Kalkbreite habe grosse Erfahrung mit dem Einbezug sowohl der zukünftigen Bewohner und Nutzer als auch der Anwohner.

Heterogene Gemeinschaft

Die Genossenschaft Kalkbreite plant eine Überbauung mit rund 50 Wohnungen von 1½-Zimmer-Wohnungen bis Hallenwohnungen von bis zu 300 Quadratmetern. Es sind auch Joker-Zimmer vorgesehen. Weiter gibt es Pensionszimmer für Gäste. Das Zollhaus soll gemäss Genossenschaft ein Haus für alle werden. Dort sollen Menschen wohnen, die sich für die Gemeinschaft interessieren. Sie teilen mit dem Gewerbe die Gleisterrasse, die Cafeteria sowie den Waschsalon. Sie betreiben gemeinsam den Dachgarten auf dem Haus B. Sie verzichten auf ein eigenes Auto und beteiligen sich – bei Interesse – an der Belebung des Forums und der Kurs- und Sitzungszimmer mit eigenen kulturellen Veranstaltungen. Das Forum bietet Raum für öffentliche Veranstaltungen, Flohmärkte, Kindernachmittage oder Lesungen. Für Gäste nutzen die Bewohner die Zollhaus-Pension.
Bei der Vermietung der Wohnungen strebt die Genossenschaft eine möglichst hohe

Heterogenität an bezüglich Alter, Bildungsstand, Einkommen/Vermögen, Herkunft, sexueller Orientierung etc. Zudem werden innovative Wohnkonzepte privilegiert.
Neben den Wohnungen sind Restaurant, Bistro, Verkaufs- und Dienstleistungsflächen sowie Gemeinschaftsräume und städtischer Kindergarten vorgesehen. Unter den Mietern sind Regenbogenhaus Zürich, Chornlade, Gelateria di Berna, Behindertenkonferenz, Grüne Stadt und Kanton Zürich, Restaurant (ade merci AG), anundpfirsich GmbH und andere. Es hat noch freie Verkaufslokale.
Das Regenbogenhaus Zürich will im Zollhaus ein Zentrum für lesbische, schwule, bisexuelle Menschen (LGBTQ) aus Zürich und Umgebung eröffnen.

Bezug soll 2020 erfolgen

Die Parzelle zwischen Zollstrasse und Gleisanlage gehörte einerseits der Stadt und andererseits den SBB. Die beiden Eigentümerinnen hatten den Verband Wohnbaugenossenschaften Schweiz beauftragt, das Areal unter gemeinnützigen Wohnbauträgern auszuschreiben. Den Zuschlag erhielt die Genossenschaft Kalkbreite, die bereits auf dem Kalkbreite-Areal einen viel beachteten, der Nachhaltigkeit verpflichteten Wohn- und Gewerbebau realisiert hat. Stadt und SBB verkauften ihre Grundstücke zu den gleichen Konditionen. Voraussetzung war, dass die Genossenschaft Kalkbreite die Wohnungen nach dem Prinzip der Kostenmiete vermietet. Aus dem vom Amt für Hochbauten durchgeführten offenen Projektwettbewerb ging das Zürcher Architektenteam Enzmann Fischer Partner AG mit dem Projekt «Esperanto» als Sieger hervor. «Esperanto» besteht aus drei Gebäuden.


Die Wohnungen werden im Januar 2019 ausgeschrieben. Der Bezug ist für 2020 geplant.



Anzeigen

Galerien

Aktuelle Ausgaben

Züriberg vom 18. Oktober 2018
Zürich 2 vom 18. Oktober 2018
Zürich Nord vom 18. Oktober 2018
Zürich West vom 18. Oktober 2018
Küsnachter vom 18. Oktober 2018
Küsnachter Amtlich vom 18. Oktober 2018

Sonderzeitungen

Ausstellungsführer Neuer Norden 2018
Neuer Norden 2018
Abenteuer Stadt Natur 2018
Tonhalle
Literaturforum booXkey
Partnerpublikation der Lokalinfo AG
Stadt-Anzeiger Glattfelder Kilchberger Klotener Anzeiger