Züriberg Zürich 2 Zürich Nord Zürich West Zürich West mit Quartierecho Küsnachter Küsnachter Amtlich
23.05.2018
Züriberg

Was für Orang-Utans zu tun ist: Wissenschaftler informieren


Bedroht in Borneo: Waldmensch Orang-Utan. Foto: BPI/zvg.

Die Zahl der Borneo-Orang-Utans sinkt permanent. Dies zeigt eine neue Studie des Max-Planck-Instituts für Evolutionäre Anthropologie, die Anfang März 2018 international für Aufsehen sorgte: Erstmals weisen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dem Orang-Utan-Sterben eine konkrete und erschreckend hohe Zahl zu: Bis zu 150 000 sind in den letzten 16 Jahren auf Borneo verschwunden. Anlässlich der aktuellen Studie laden Sie BOS Schweiz und die Universität Zürich zu einer Abendveranstaltung mit der Erstautorin der Studie, Maria Voigt, und weiteren Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Primatenschutz ein.

Detailprogramm und Gäste
Maria Voigt, Erstautorin der Studie, Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung des Max- Planck-Institutes (MPI) für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig, präsentiert die Ergebnisse ihrer Studie, erklärt die Ursachen des Orang-Utan- Sterbens und zeigt Lösungsansätze auf. Bereits seit vielen Jahren untersucht Dr. Maria A. van Noordwijk, Universität Zürich, im Rahmen des Tuanan-Orangutan-Research-Projekttes eine der letzten wilden Orang- Utan-Populationen in der Mawas-Region in Zentral-Kalimantan, Borneo. Ihre Forschungsergebnisse und die zentralen Herausforderungen in dieser Region wird sie thematisieren. Ihre Kollegin Anna Marzec steuert ihre Expertise im Bereich der Wiederansiedlung geretteter Orang-Utans bei.
Dr. Elisabeth Labes, Leiterin Internationale Projekte & Partner, BOS Schweiz, stellt Chancen und Schwierigkeiten bei der Planung eines Community- Development-Projekts von BOS Schweiz in der Mawas-Region vor. Dr. Hjalmar Kühl, Forschungsgruppenleiter am Max-Planck-Institut (MPI) für Evolutionäre Anthropologie, Leipzig, ist einer der weltweit führenden Primatenforscher. Er beantwortet an der auf die Vorträge folgenden Podiumsdiskussion offene Fragen, u. a. zu Schwierigkeiten und Möglichkeiten der Datenerhebung. Dr. Jamartin Sihite, CEO Borneo Orangutan Survival Foundation (BOSF), leitet in Indonesien das derzeit grösste Primatenschutz- Programm der Welt. Sein sehnlichster Wunsch: Die BOSStiftung soll zum kleinsten Rettungszentrum werden. Dafür müsste sie knapp 600 Orang-Utans auswildern, die sich derzeit in ihrer Obhut befinden. Gleichzeitig müsste der Zustrom an neuen Tieren in die BOS-Rettungszentren gestoppt werden. Vor welchen Herausforderungen seine Organisation steht, berichtet er aus erster Hand. Mit seiner Zukunftsvision für den Orang-Utan-Schutz schliesst der Abend. (pd.)



Anzeigen

Galerien

Aktuelle Ausgaben

Züriberg vom 18. Oktober 2018
Zürich 2 vom 18. Oktober 2018
Zürich Nord vom 18. Oktober 2018
Zürich West vom 18. Oktober 2018
Küsnachter vom 18. Oktober 2018
Küsnachter Amtlich vom 18. Oktober 2018

Sonderzeitungen

Ausstellungsführer Neuer Norden 2018
Neuer Norden 2018
Abenteuer Stadt Natur 2018
Tonhalle
Literaturforum booXkey
Partnerpublikation der Lokalinfo AG
Stadt-Anzeiger Glattfelder Kilchberger Klotener Anzeiger