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23.05.2018 Von: Pascal Wiederkehr

Zürich 2, Zürich West

Zwei Kandidaten wollen Schulpräsident werden


Die beiden Kandidaten: Roberto Rodriguez (l.) und Ronald Stocker. Fotos: zvg. / Chris Reist

Am 10. Juni wird das Präsidium der Schulpflege Uto gewählt. Zwei Personen stellen sich zur Wahl – der bisherige Schulkreispräsident Roberto Rodriguez (SP) sowie der parteilose Gegenkandidat Ronald Stocker. Sie nehmen hier Stellung. (pw.)

Roberto Rodriguez, SP, amtierender Schulkreispräsident Uto

Wo sehen Sie im Schulkreis Uto die grössten Probleme?
Innerhalb weniger Jahre gibt es über 1000 Kinder mehr in unseren Schulen: Bedingt durch neue Wohnungen, mehr Geburten und auch, weil der Privatschulanteil im Schulkreis Uto spürbar zurückgegangen ist. Ich freue mich für unsere Schulen, dass die Eltern der Volksschule vermehrt ihr Vertrauen schenken. Dieses Wachstum ist auch eine grosse Herausforderung. Insbesondere in Bezug auf den Schulraum.

Warum sind Sie die richtige Person für diesen Job?
Alle Parteien haben mir ihr Vertrauen ausgesprochen und denken, dass ich die richtige Person für dieses Amt bin. Komplexe politische Prozesse sind mir als ehemaligem Parteisekretär der SP bekannt und als Unternehmer strebte ich kreative und ökonomische Lösungen an. Meine jetzige Aufgabe ist spannend und ereignisreich. Nach gut sieben Jahren möchte ich Begonnenes weiterführen. Der Lebensraum Schule ist mir sehr ans Herz gewachsen.

Stehen Sie hinter der Einführung von Tageschulen? Warum oder warum nicht?
Tagesschulen sind die Antwort auf eine gesellschaftliche Notwendigkeit. Ich unterstütze das Modell der Stadt Zürich und habe es mitgestaltet. Es verbindet viele Aspekte einer guten Tagesschule. Trotzdem bleibt es freiwillig für Familien mit anderem Betreuungswunsch. Zudem wird die Kostenfolge beachtet, die Planungssicherheit für Eltern wird erhöht und dank pädagogischem Freiraum steht das Kind im Zentrum. Ja zur Tagesschule 2025.

Welche Veränderungen würden Sie im Fall Ihrer Wahl innert eines Jahres einleiten?
Mein Einfluss ist nicht so gross, wie vielleicht gedacht wird. Bildungspolitik wird kantonal geregelt, siehe Lehrplan 21 oder die Klassengrössen. Es gibt aber Gestaltungsmöglichkeit, sei es die Personalführung – guter Unterricht hängt von guten Lehrpersonen ab, sie sind die Bezugspersonen für unsere Kinder – oder unsere Projekte wie Waldkindergarten, Deutsch im Vorschulalter, Stärkung Sek, Kooperation mit Dritten in der Forschung oder in der Integration.

Ronald Stocker, parteilos, Komitee «Uto Plus»

Wo sehen Sie im Schulkreis Uto die grössten Probleme?
Unser Schulkreis Uto weist halbherzige Strukturen auf. Es besteht hinter den Schulmauern die Welt der Schulleitungen, Lehrer und Schüler; dazu ausserhalb die Welt der Familien und Alleinerziehenden und ihrer Kinder. Hier werden 2018 bis 2022 Brücken gebaut. Als Schulpräsident werde ich Eltern mit an Bord nehmen, um allen Schülern das Gefühl zu geben: «Im Uto lerne ich, wohne ich, lebe ich gerne!»

Warum sind Sie die richtige Person für diesen Job?
Ich bin Erster unter Gleichen, weil ich es den Schulpflegern, Schulleitungen, der Lehrer- sowie Schülerschaft und den Eltern wert bin – in Leimbach, Manegg, Wollishofen, Enge, Friesenberg, Wiedikon und Greencity –, in Zukunft die richtigen Schritte für die erfolgreiche Steigerung der Schul- und Wohnqualität einzuleiten. Ziel: 2018 bis 2030: Für alle Uto-Schulhäuser gilt das Prinzip der Gleichbehandlung – mit «Prio hoch» für die vernachlässigten Uto-Gebiete.

Stehen Sie hinter der Einführung von Tageschulen? Warum oder warum nicht?
Tagesschulen sind für die «Balance Schule und Zuhause» der Schüler top. Es ist jedoch wichtig, die Schulwelt nicht gegen die Wohnwelt auszutauschen. Zudem: Es ist bei der Einführung der Tagesschule zu beachten, wie stark der individuelle Schüler diesen Spagat schafft. Ich beantrage, begleitete Ruheräume einzurichten, um Schüler Entspannung nach der Schuldisziplin zu bieten.

Welche Veränderungen würden Sie im Fall Ihrer Wahl innert eines Jahres einleiten?
Priorität 1: Ich werde mit meinem Kreisschule-Uto-Team und den Schulpflegern, Schulleitungen sowie Lehrern Einzelgespräche führen. Die Gespräche werden protokolliert. Ziel: ein «2018–2022-Optimierungs-Leitfaden». Zudem bekommt der Stadtrat eine Eingabe, für die sieben Schulkreise eine Ombudsstelle für Schüler und Eltern einzurichten. Meine Türe steht für alle offen. Plus: Eltern-Treffpunkte schaffen.



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