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24.05.2018 Von: Urs Weisskopf

Küsnachter, Küsnachter Amtlich

Unbekannten Vogelklängen gelauscht


Gespannt folgt die Gruppe in der Aussenlage des Küsnachter Alterszentrums den Ausführungen des Ornithologen Eric Christen. Fotos: Urs Weisskopf und Eric Christen

Vor Kurzem lud Naturnetz- Pfannenstil zu einem Spaziergang rund um den Schübelweiher ein. Dabei gab es interessante Begegnungen mit zum Teil unbekannten Vogelklängen.

Was für ein Vogel hat sich in meinem Garten einquartiert? Diese und weitere Fragen beantwortete der Ornithologe Eric Christen den über 30 Anwesenden während eines Rundgangs um den Küsnachter Schübelweiher. Beim Parkplatz begrüsste er auch Gemeinderat Martin Wyss und Ueli Zollinger von Naturnetz-Pfannenstil. Gleich darauf zeigte Christen auf den nahen Rasen, die Magerwiese, auf die Büsche sowie Bäume und bemerkte dazu: «Auch wenn die verfügbaren Räume im Siedlungsraum klein erscheinen, so decken sie doch verschiedene Bedürfnisse mehrerer Vogelarten ab.» So zum Beispiel für den Distelfink. Durch das mitgeführte Fernrohr konnten die Anwesenden den Protagonisten auf einem entfernten Baum beobachten. Zur näheren Illustration hatte Christen ein Büchlein aufgeschlagen, in dem der Fink grossformatig zu sehen war. Er ernährt sich von Pflanzensamen und profitiert von Feldern, die selten gemäht werden.
Im Gegenzug erfuhren die Zuhörer, dass die moderne Architektur den Vögeln weniger und weniger Unterschlupfmöglichkeiten und damit keine Nistmöglichkeiten bietet. Der Mauersegler ist für den Nachwuchs auf Unterschlupfe unter Dächern angewiesen. Die sogenannt perfekten Gartenanlagen, für das Auge schön und geometrisch ausgerichtet, vermögen den Ansprüchen der Tierwelt nicht gerecht zu werden.

Vegetation so belassen
Als besseres Beispiel gilt die Aussenanlage des nahen Alterszentrums, die der Natur einen gewissen Raum zur Entfaltung ermöglicht. Immer wieder hielt die Gruppe an, um in der Stille den verschiedenen Vogellauten zuzuhören. Christen gab dazu die Namen der «Sänger» bekannt. Ein paar Minuten später öffnete sich ein weites Feld für verschiedene Vogelarten. Dort fühlen sich Mönchsgrasmücken wie auch ganze Scharen von Meisen und Amseln zuhause. Einen schönen Abschluss des Rundgangs bot der Anblick der beiden von Jungvögeln besetzten Nester der Graureiher mitten im Schübelweiher. Staunen durften an diesem Abend auch die Teilnehmer Maureen O’Hanlan und Hans-Jürgen Koch: «Wir fanden das Thema sehr spannend und lernten so einiges auf diesem Rundgang.»



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