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30.05.2018 Von: Karin Steiner

Zürich Nord

An der Jungtierschau lernt man seltene Rassen kennen


Trotz Hitze nehmen sie es gelassen: Das Sachsengold ist eine leuchtend gefärbte Kaninchenrasse. Foto: kst.

Die Jungtierschau des Ornithologischen Vereins Schwamendingen zieht jedes Jahr ein grosses Publikum an. Vor allem die Kinder freuen sich über die vielen kleinen Kaninchen und Hühner seltener Rassen, die von den Kleintierzüchtern liebevoll aufgezogen werden.

Dieses Jahr war Petrus dem Ornithologischen Verein Schwamendingen günstig gesinnt, und die jährliche Jungtierschau konnte am vergangenen Wochenende erfolgreich durchgeführt werden. Für die ausgestellten Jungtiere wären wohl ein paar Grad weniger angenehmer gewesen, aber die Menschen genossen den Sonnenschein und die gemütliche Festwirtschaft.

Erhalt der Rassen pflegen
Im über hundert Jahre alten Ornithologischen Verein Schwamendingen gibt es die drei Bereiche Kaninchenzucht, Geflügelzucht und Vogelschutz. Einmal im Jahr präsentieren die 18 aktiven Kleintierzüchter an der Jungtierschau ihre züchterischen Erfolge der Öffentlichkeit und informieren über seltene, zum Teil fast ausgestorbene Rassen, die es ohne den Einsatz der Züchter nicht mehr geben würde. Die Kaninchenzüchter züchten 35 Rassen in weit über 100 Farbschlägen, darunter Hermelin, Thüringer und Zwergwidder, um nur einige zu nennen. Die Geflügelzucht beinhaltet eine Vielzahl Rassen von Hühnern, Enten, Gänsen und Ziergeflügel. Da diese Hühnerarten weniger produktiv sind beim Eierlegen, sind sie vielerorts fast in Vergessenheit geraten.

Aktiver Vogelschutz im Quartier
Zur Jungtierschau Schwamendingen gehört jeweils auch eine Exkursion in die Naturschutzgebiete. Der Vogelschutz unter Obmann Roman Freitag reinigt jährlich seine über 300 Nistkästen und pflegt das Naturschutzgebiet Kiesgrube in Stettbach. «Heute ist im Bereich Vogelschutz viel mehr möglich als früher», sagt Roman Freitag. «Aber wir sind auf die Unterstützung von Grün Stadt Zürich angewiesen.» Zum Beispiel sei ein neues Projekt im Gartenareal Probstei, «Rebberg» genannt, geplant. Das Areal gehört Grün Stadt Zürich und wird von den Kleintierzüchtern und Familiengärtnern genutzt. «Unsere Vision ist es, die wenigen grünen Oasen, die es in der Stadt noch gibt, aufzuwerten. Im Rebhügel planen wir unter anderem eine Naturwiese, Steinmauern und ein Wildbienenhotel.»

An der Jungtierschau Schwamendingen können Interessierte von den Züchtern viele Infos zu den ausgestellten Rassen bekommen. Zudem gibt es Infotafeln, auf denen der Ursprung und die Herkunft der Tiere zu sehen sind. Neben Kaninchen und Geflügel waren auch andere Jungtiere wie Lämmer oder Meerschweinchen und sonstige Vögel zu sehen. Auch dieses Jahr konnten die Kinder am Stand des Vogelschutzes basteln.



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