Züriberg Zürich 2 Zürich Nord Zürich West Zürich West mit Quartierecho Küsnachter Küsnachter Amtlich
31.05.2018 Von: Annemarie Schmidt-Pfister

Küsnachter, Küsnachter Amtlich

Am Chinderfäscht hatte die Sonne Volleinsatz


Der «Twister», eine Art Duschkabine, war ständig umlagert. Foto: Annemarie Schmidt

Azurblau leuchteten See und Himmel am Samstag, als unter dem Patronat des Gewerbevereins das 13. Chüsnachter Chinderfäscht über die Bühne der Hornanlage ging.

Eines ist sicher: Petrus war dieses Jahr mit im Organisationskomitee des Chüsnachter Chinderfäschts und hat harmonisch zusammengearbeitet mit dem Vorsitzenden Gemeinderat Martin Schneider (Sponsoren, Administration), Manuel Häusermann (mit dem Jugendclub zuständig für Festzelt und Gastronomie), Annette Egli (Attraktionen und Helfer) sowie mit Leo Scherrer (Aufbau und Koordination).

Heiss wie sonst im Juli
Petrus, wie gesagt, erklärte den Einsatz der Sonne an diesem Tag zum «Fulltime-Job» – es war im Mai so warm wie sonst im Juli, und die Besucher zogen den Zeltschatten den sonnenbeschienenen Festbänken über den Mittag klar vor. Das war nicht immer so, wie viele Besucher sich erinnerten: Vor vier Jahren etwa goss es wie aus Kübeln ...

Tierisches und Altmodisches
Kübel brauchten dieses Jahr nur die fünf Ponys von der Rainbow Ranch in Ziegelbrücke, um zwischen den Spaziergängen mit kleinen Kindern im Sattel ihren Durst zu stillen und auch für die Rüebli, die ihre Betreuer vorsorglich mitgebracht hatten.
Auf Tierisches traf man auch in der Anlage ennet dem Dorfbach: Hier liessen sich drei Alpakas, ein Poitou- Esel, einige Schafe und ein Zwergpony von grossen Kinderaugen bestaunen und von kleinen Händen streicheln.
Überhaupt die Attraktionen – Annette Egli gebührt dafür Lob: Sie waren durchweg kindgerecht, manchmal fast etwas «altmodisch» wie zum Beispiel das Päcklifischen oder die «Mohrenkopfschleuder» – zum Kuckuck für einmal mit der «political correctness». Gesponsert wurden sie alle von Küsnachter Geschäften und Firmen.
Auf grossen Andrang stiess das Salto-Trampolin, in dessen Gurten Höhenflüge bis fast zu den Baumkronen möglich waren. Aber auch der «Twister», eine Art Duschkabine, in der die Kinder herumsausende PETKügelchen nach Farben getrennt aus dem Windstrudel fangen konnten, war ständig umlagert. Da gab es ein kleines, buntes Karussell und eine Hüpfburg; bei Winzer Diederik Michel konnten etwas grössere Kinder den «Lukas hauen», während die Kleineren bei «Mrs. Balloon» einen Ballon-Kraken holen oder mit Papa und Mama, Götti und Gotte, Oma und Opa eine Eisenbahnfahrt rund ums Dorfbach-Delta machen konnten.

Besuchermagnet Seeretter
Verlockend war auch der Ludothek- Stand mit Kuchen aus dem Backofen des Familienclubs. Viele Besucher interessierten sich für die Arbeit der Seeretter Küsnacht/Erlenbach, die am äussersten «Kap Horn» eine Fahrt auf ihrem Rettungsboot «Nepta » anboten. Gemeinderat und aktiver Seeretter Martin Wyss machte es sichtlich Vergnügen, den Kindern an Bord zu helfen. Eine Station, die Spiel und reales Leben geschickt verband.

330 Bratwürste verzehrt
Trotz gutem Wetter kam das diesjährige Chinderfäscht punkto Besucherzahl sowie Würste- und Mineralwasserverzehr nicht ganz an jenes vor zwei Jahren heran. Macht nichts: Das hatte den Vorteil, dass man nirgendwo allzulange anstehen musste. Und es waren zum Schluss dann doch 110 Cervelats und 330 Bratwürste gegessen – nicht ganz so schwarz grilliert wie am berühmten St. Galler Kinderfest, aber immerhin stilecht wie dort ohne Senf serviert – und viele Softdrinks sowie 180 Liter Bier getrunken. Vor allem aber war die Stimmung fröhlich und friedlich: Jung und Alt kamen miteinander «ins Gespräch ». Durchaus möglich, dass der Gesprächspartner ein Tiger oder Panda war, wie mein Tisch-Gegenüber, die 4-jährige Amélie aus Zumikon, die sich, wie viele andere Kinder auch, am Schminktisch in einen Bambusbären verwandelt hatte. Allerdings dennoch lieber Pommes als Bambus ass …

Schneider macht weiter
Der Erlös des Chüsnachter Chinderfäschts wird übrigens nach dem Motto «Kinder helfen Kinder» an die «Stiftung für Kinder in der Schweiz» gehen, eine Institution, die sich für notleidende Kinder einsetzt, denen in Bezug auf medizinische Versorgung, Förderung und Ausbildung das Nötigste fehlt – immerhin rund 300 000 Kinder in der Schweiz sind betroffen.
Schön, dass ihnen auch dank dem Chüsnachter Chinderfäscht geholfen werden kann. Und schön, dass Politiker manchmal ihre Meinung ändern: OK-Präsident Martin Schneider, der erst etwas wehmütig gemeint hatte, es werde wohl sein letzter Einsatz am Chinderfäscht sein, erklärte am Schluss strahlend, er werde gerne wieder mit dabei sein.



Anzeigen

Galerien

Aktuelle Ausgaben

Züriberg vom 21. Juni 2018
Zürich 2 vom 21. Juni 2018
Zürich Nord vom 21. Juni 2018
Zürich West vom 21. Juni 2018
Küsnachter vom 21. Juni 2018
Küsnachter Amtlich vom 21. Juni 2018

Sonderzeitungen

Ausstellungsführer Neuer Norden 2018
Neuer Norden 2018
Abenteuer Stadt Natur 2018
Tonhalle
Literaturforum booXkey
Partnerpublikation der Lokalinfo AG
Stadt-Anzeiger Glattfelder Kilchberger Klotener Anzeiger