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13.06.2018 Von: Karin Steiner

Zürich Nord

Grossandrang am Neuzuzüger-Rundgang


Der MFO-Park ist ein grosser Anziehungspunkt. Foto: kst.

Rund 150 Oerliker Neuzuzügerinnen und Neuzuzüger haben am Quartierrundgang teilgenommen, der erstmals von Quartierverein, Gemeinschaftszentrum und Quartierkoordination gemeinsam organisiert wurde.

«Wir haben alle Oerliker Neuzuzüger angeschrieben und wurden mit Anmeldungen förmlich überrannt, rund 20 mussten abgewiesen werden», erzählt Leonie Schüssler, Leiterin den GZ Oerlikon. Gemeinsam mit dem Quartierverein und der Quartierkoordination sei der Anlass neu aufgegleist worden – mit einer englischsprachigen Gruppe, was auf grosses Interesse stiess. Diese Gruppe führte Christian Relly, Präsident des Quartiervereins, durch Alt- und Neu-Oerlikon. Diana Baumgarten vom Vorstand des Quartiervereins und Anita Ulrich vom Vorstand des Ortsgeschichtlichen Vereins Oerlikon waren je mit einer rund 50-köpfigen deutschsprachigen Gruppe unterwegs.

Die Gruppe von Anita Ulrich begann den Rundgang in Neu-Oerlikon. Die Historikerin erzählte von der Industriegeschichte Oerlikons, die mit dem Bau des Bahnhofs ihren Anfang nahm, bis 1988 florierte und im Bereich Maschinen- und Elektroindustrie weltweiten Ruf erlangte. Staunend betrachteten die Anwesenden das 5600 Tonnen schwere MFO-Gebäude, das wegen des Ausbaus des Bahnhofs für 10 Millionen Franken 60 Meter verschoben wurde, genossen den Gang durch den kühlen MFO-Park und betrachteten das Nebeneinander der historischen Industriehallen und der modernen Bauten in Neu-Oerlikon.

Über die Oleanderstrasse ging es weiter Richtung Alt-Oerlikon. Anita Ulrich mache auf die geschützten Arbeiterhäuser entlang der Schienen aufmerksam, die noch das Ambiente des industrialisierten Oerlikon zeigen. An der Gubelstrasse stehen noch wenige herrschaftliche Etagenhäuser aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert. «In Oerlikon haben sich stadtweit am wenigsten Altbauten erhalten», bedauert Anita Ulrich. «Das Quartier machte einen unglaublichen Wandel mit.»

Versteckt an der Gubelhangstrasse befindet sich noch ein Ensemble von Prunk-Villen mit wunderschönen Gärten. Der Bauhof, 1962 bis 1968 von Architekt Werner Gantenbein erbaut, läutete die Verdichtung des Quartiers ein. Dieses Bauwerk hat zahlreiche Preise erhalten. Beim GZ Oerlikon machte Leonie Schüssler auf die Geschichte der alten Telefonzentrale aufmerksam und stellte das Angebot des GZ vor. Letzte Station war das ehemalige Kreisgebäude von Oerlikon, in dem bis zur Eingemeindung die Verwaltung untergebracht war.

Im Anschluss an den Rundgang wurden die Neu-Oerliker zu einem Apéro ins Swissôtel eingeladen.



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